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·22. August 2026

Mourinho: „Sind bei Vinícius noch immer in der Mobbing-Phase“

Artikelbild:Mourinho: „Sind bei Vinícius noch immer in der Mobbing-Phase“
Artikelbild:Mourinho: „Sind bei Vinícius noch immer in der Mobbing-Phase“

Mourinho wechselte Espí in der 80. Minute ein – Foto: David Ramos/Getty Images

„Was für eine Art und Weise, präsentiert zu werden“

JOSÉ MOURINHO über …


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… den späten 2:1-Erfolg bei Espanyol Barcelona: „Ich finde, wir haben uns den Sieg verdient, aber Espanyol hatte es sich auch nicht verdient, das Spiel zu verlieren. Wir hatten vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit eine großartige Kontrolle, ein gutes Pressing. Wir haben viel riskiert und ich denke, der Sieg ist verdient. Für eine Mannschaft, die so wie Espanyol spielt, die so verteidigt und solche Gegenstöße fährt, ist es hart, ohne Punkte dazustehen. Aber wie gesagt: Wir haben es verdient.“

… das Engagement: „Ich kann nie nicht berücksichtigen, wie die körperliche Verfassung einer Mannschaft ist. Espanyol hatte, glaube ich, keinen einzigen Spieler bei der Weltmeisterschaft und arbeitet seit langer Zeit zusammen. Ich hatte zum Beispiel nicht gedacht, dass Jude so lange spielen kann. Es gibt Leute, die noch einen Rückstand haben. Und wenn es darum geht, so zu pressen, wie ich es gerne habe, dann fehlen uns noch Minuten und Kilometer. Daher schätze ich diesen Sieg so, weil es auch ein Sieg mit Herz und Seele ist, ein Sieg von der Bank. Eine frustrierte Bank hilft niemandem, sage ich immer. Eine Bank mit einem Mannschaftsgefühl kann dir zum Sieg verhelfen. Es war ein schwieriges Spiel, es sind für uns sehr wichtige Punkte.“

… Matchwinner Carlos Espí: „Er ist ein sehr lustiger Junge. Wir leben zusammen in Valdebebas (lacht). Wir frühstücken zusammen, essen gemeinsam zu Mittag und abends ebenfalls. Ich, mein Stab, er und Cucu. Eine spaßige Runde. Morgen ist seine Präsentation. Was für eine Art und Weise, vom Präsidenten und in Anwesenheit seiner Familie präsentiert zu werden. Er lebt einen Traum, arbeitet aber sehr viel für die Mannschaft. Das Tor entscheidet natürlich alles. Als wir gespürt haben, dass Gonzalo nach Fulham gehen könnte, hat Juni ein paar Namen präsentiert. Wir haben über Profile geredet und er hat das Profil, das wir für solche Spiele brauchen.“

„Viní ist kein Heiliger, aber das ist zu viel“

… Jude Bellingham, Kylian Mbappé und Vinícius Júnior: „Real Madrid hat viele der besten Spieler der Welt in der Mannschaft. Diese drei Spieler sind unglaublich, die zuletzt eine beeindruckende Weltmeisterschaft gespielt hatten. Die einzig historische ist natürlich die von Kylian, weil er der beste Spieler in der Geschichte der Weltmeisterschaften ist. Viní und Jude haben aber ebenso eine großartige Weltmeisterschaft gespielt. Ich hatte Zweifel, ob ich Jude von Anfang an aufstelle oder später bringe. Ich weiß nicht, ob ich es gut gemacht habe, aber körperlich und mental ist er sehr stark. Das ist für mich die Position von Jude. Er hat diese Torgefahr, muss in Tornähe spielen. Er kann als Sechser oder als Achter spielen, aber dann entgeht uns seine Tornähe. Dieser Jude gefällt mir. In körperlicher Top-Verfassung gibt er dir über 90 Minuten die Chance auf Tore. Heute haben wir dahinter mit Bernardo und Fede begonnen. Bernardo hat diese organisatorische Fähigkeit. Bei Fede entgeht es uns damit ein bisschen, ihn offensiv einzubinden. Wenn Fede mit einem Tchouaméni oder Camavinga spielt, dann kann er derjenige sein, der sich öfter offensiv einschaltet.“

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… Vinícius, der vom gegnerischen Team und den Fans einmal mehr angegangen wurde: „Ich gehe natürlich das Risiko ein, dass ihr meine Aussagen von vor ein paar Monaten herauskramt, als ich Vinís Gegner war. Jetzt ist Viní mein Spieler. Viní ist kein Heiliger, aber was sie ihm antun, ist zu viel. Es beginnt schon in der ersten Minute. Ich denke, dass dahinter ein bestimmtes Muster steckt, etwas, das sich von Gegner zu Gegner wiederholt. Erst trete ich nach ihm, dann trittst du nach ihm; dann trete ich nach ihm, dann trittst du nach ihm. Wenn ich Gelb sehe, machst du weiter. Ich werde ausgewechselt, habe bereits Gelb, und ein anderer kommt ohne Gelbe Karte und macht weiter. Das frustriert ihn. Er muss sich emotional sehr beherrschen. Ich habe mit ihm gesprochen und ihm gesagt: ‚Wenn du ein Tor machst, dann achte darauf, wie du das bejubelst.‘ Wir sind in einer gesellschaftlichen Ära des Anti-Mobbings. Bei Viní sind wir noch immer in der Mobbing-Phase – ob seitens des Gegners, seitens des Publikums. Wir müssen ihn bestmöglich erziehen und bestmöglich darauf vorbereiten.“

Mourinho: „Ich will, dass es mir das Herz bricht“

… Schiedsrichter José María Sánchez Martínez: „Ich sage es nicht, weil wir gewonnen haben: Der Schiedsrichter hat eine großartige Leistung gezeigt – von der Bank aus betrachtet. Vielleicht ändere ich morgen meine Meinung, wenn ich mir das Spiel noch einmal im Büro anschaue. Aber meine Meinung ist, dass er einen tollen Job gemacht hat. Das Stadion hat nicht gewartet. Es gab nichts vom VAR, nichts Wichtiges, nichts im Strafraum, das ein Spiel entscheiden kann. Absolut nichts.“

… den Umgang mit den vielen neuen Spielern zu Saisonbeginn: „Du beginnst das Spiel mit elf Spielern, hast zwölf Spieler auf der Bank. Dann haben wir noch Verletzte. Hätten wir die nicht, müssten wir einige Zuhause lassen. Ich habe den Spielern gesagt, dass ich das nicht lösen kann. Ich kann kein Wunder bewirken, dass wir mit 14, 15 Spielern starten. Sie sind diejenigen, sie müssen gegen die Frustration ankämpfen, dass sie ein Spiel nicht von Anfang an bestreiten, dass sie nicht spielen. Ich will, dass es mir das Herz bricht, weil ich Leute außen vor lasse. Wenn sie nicht arbeiten, Motivation verlieren, ist es für mich sehr einfach, Leute außen vor zu lassen. Ich sage nicht, dass wir wegen der fünf Spieler gewonnen haben, die reingekommen sind. Aber ich sage, dass sie reingekommen sind, um zu helfen, mit einem guten Gefühl. So muss es sein. Ich habe den Jungs vom ersten Tag an gesagt: Nicht einmal in Freundschaftsspielen kann Real Madrid sich den Luxus erlauben, nicht um einen Sieg zu kämpfen. Okay, wir werden natürlich Spiele verlieren. Ich hoffe, es werden nicht viele. Aber Real Madrid wird vier Wettbewerbe ernsthaft absolvieren müssen. Das können wir nicht mit zehn Spielern, nicht mit elf, zwölf, 15. Wir brauchen diesen Kader. Ich erwarte von ihnen diese Professionalität.“

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