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·29. August 2026

MSV weiter makellos, SVM düpiert Aachen, RWE torlos beim SVWW

Artikelbild:MSV weiter makellos, SVM düpiert Aachen, RWE torlos beim SVWW

Der MSV Duisburg bleibt Spitzenreiter. Gegen die Würzburger Kickers setzten sich die Zebras mit 3:0 durch und feierten damit dem dritten Sieg im dritten Spiel. Der SV Meppen zerlegte Alemannia Aachen am Tivoli ebenfalls mit 3:0, während sich Wehen Wiesbaden und Rot-Weiss Essen eine Nullnummer lieferten. Ingolstadt zog einen 2:0-Sieg bei Großaspach. Außerdem siegte Fortuna Köln dramatisch in Unterzahl mit 2:1 beim SC Verl.

Duisburg 3:0 Würzburg: Lobinger stellt die Weichen früh

Das vorherrschende Thema an der Wedau war der drohende Rosenkrieg zwischen Cheftrainer Dietmar Hirsch und Kapitän Alexander Hahn. Im Kader stand der Innenverteidiger nach seinem kritischen Statement am Vorabend wiederholt nicht, aber auf das Spiel des MSV hatte die Diskussion abseits des Rasens keinen Einfluss. Bei einem schnell ausgeführten Einwurf brach Bitter mit etwas Glück bis zur Grundlinie durch und gab die Kugel in die Mitte, wo Lobinger aus kurzer Distanz nur noch den Fuß zur Führung hinhalten musste (9.). Und die Zebras machten druckvoll weiter: Über Noß und Casar kam der Ball wieder in die Mitte, wo Lobinger einen Schritt schneller als Eberle war, um zum 2:0 aus Duisburger Sicht zu vollstrecken (15.). Mit einem weiteren Abschluss aus der Distanz erhöhte Casar beinahe noch einmal (16.). In Duisburg spielten nur die Gastgeber, und Würzburg hatte noch Glück, dass Sussek in einer Zwei-gegen-Eins-Situation aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde – klare Fehlentscheidung (21.). Der Vorwärtsdrang der Duisburger flachte anschließend ein wenig ab, es spielte trotzdem nur der MSV. Kurz vor der Pause rettete FWK-Keeper Hipper dann noch gegen Coskun (43.).


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Mit dem Anpfiff der zweiten Halbzeit strömten vermehrt die FWK-Fans ins Stadion, die bis dato bei einer Vollsperrung auf der Autobahn ausharren mussten. Und Würzburg wurde erstmals gefährlich: Kraus erwischte eine Flanke von Bonga nicht optimal, sodass MSV-Keeper Braune die Kugel auf der Linie sichern konnte (54.). Die Duisburger fanden nicht mehr die Linie der ersten Halbzeit und fokussierten sich auf die Abwehrarbeit. Aber dann reichte eine weitere Situation aus, um die Entscheidung auf den Weg zu bringen: Symalla steckte auf Viet durch, der aus abseitsverdächtiger Position durchstartete und zum 3:0 traf (71.). Aus kurzer Distanz verpasste Nischalke schlussendlich den Ehrentreffer (90.+1). Der dritte Sieg im dritten Spiel war den Zebras somit nicht zu nehmen, sodass Duisburg erneut perfekt in die Saison startet und somit die Tabellenspitze vorerst behält. Für Aufsteiger Würzburg war es die erste Niederlage in der Liga.

Aachen 0:3 Meppen: Emsländer erobern den Tivoli

Zwei Stunden vor Anpfiff vermeldete die Alemannia, dass mit Justin von der Hitz ein Blitz-Neuzugang im Spieltagskader stehen wird. Ob im Emsland damit jemand gerechnet hatte? Dem SVM war das Transfergeschehen egal! Einen weiten Ball verlängerte Akono in den Lauf von Deters, der davonzog und im Eins-gegen-eins mit Alemannia-Torwart Bajic siegreich blieb – 1:0 (9.)! Und es kam noch dicker: Mißner durfte ungestört flanken, Akono war wieder zur Stelle und erzielte den frühen Doppelschlag für die Gäste (11.). Meppen domonierte die Anfangsphase klar und durfte sich ärgern, dass die Führung nicht weiter ausgebaut wurde. Bajic verhinderte das dritte Tor gegen Schmitt (12.), aber auf der anderen Seite hatte der gelb-belastete Nadj nicht innerhalb weniger Minuten den Platzverweis sah (23.). Wenig später stand Nadj auch im Fokus bei der Forderung eines Elfmeters seitens der Aachener, doch Schiedsrichter Felix Grund gab keinen Strafstoß (31.). Und dann war es immer wieder Nadj: Erst verfehlte ein Abschluss aus 20 Metern (42.), dann schlug die Kugel beim erneuten Versuch des Offensivspielers ein (43.). Mit dem Pausenpfiff gab es auch Pfiffe von den Rängen.

Im zweiten Abschnitt veränderte sich das Bild im Aachener Tivoli nicht grundlegend. Meppen lauerte auf Fehler der Alemannia, die von den Hausherren auch bereitwillig eingestreut wurden. Die Emsländer präsentierten eine Eckballvariante, bei der Nadj beinahe erneut erfolgreich gewesen wäre (69.). Dann folgte die erste gute Chance von Aachen: Köster zog aus der Distanz ab, aber Pünt lenkte die Kugel übe die Latte (79.). Am Ende feierte Meppen den ungefährdeten Erfolg am Tivoli, weshalb sich die Emsländer über sechs Punkte aus drei Spielen freuen können. Aachen startet hingegen mit einem Sieg, einem Unentschieden und nun auch einer Niederlage.

Wiesbaden 0:0 Essen: Fehlervermeidung bei Nullnummer

Der Coup im DFB-Pokal gegen St. Pauli beruhigte bei RWE die Nerven. Anders sah es in Wiesbaden aus, wo die Hessen mit zwei schlagkräftigen Transfers auf den Fehlstart reagierten – und Mittelstürmer Müller fand direkt den Weg in die Startelf. Aber der SVWW musste zunächst aufpassen: Bei einem Klärungsversuch schoss Janitzek das Spielgerät ans eigene Außennetz (2.). Die Abwehr der Hausherren kämpfte um Stabilität, doch Wiesbaden agierte alles andere als souverän im Defensivverbund. Telalovic köpfte in der Folge knapp vorbei (13.), aber auch Schleimer zielte auf der anderen Seite zu ungenau (14.). Das Spielgeschehen flachte rasant ab, weil sich beide Mannschaften auf das Vermeiden von Fehlern fokussierten. Wenige Minuten vor dem Gang in die Kabine wurde es wieder richtig heiß, weil Pesch freistehend aus fünf Metern vorbeiköpfte (41.) und Ati Allah im gegnerischen Strafraum einen Haken zu viel schlug (45.).

Nach dem Seitenwechsel brachte SVWW-Trainer Daniel Scherning noch nicht Ex-Bundesliga-Profi Massimo, aber das Spielgeschehen lockerte kaum auf. Dann kam der Neuzugang – und hatte direkt die erste Aktion, der auf der Außenbahn durchstartete und Golz von der Strafraumkante prüfte (59.). Auf echte Torchancen mussten die Zuschauer in der Brita-Arena jedoch größtenteils verzichten. Nach einer Flanke von Nink köpfte Kalem die Kugel ans Außennetz (76.) – und Golz musste noch einmal stark parieren (86.), was zumindest unterstrich, dass Wiesbaden im zweiten Abschnitt die stärkere Mannschaft wurde. Trotzdem blieb der SVWW mit dem ersten Punktgewinn unter dem Strich, während RWE auf einen weitestgehend unauffälligen Saisonstart zurückblicken muss.

Großaspach 0:2 Ingolstadt: Schanzer feiern ersten Saisonsieg

Erst der Aufstieg, dann das Weiterkommen im DFB-Pokal per Elfmeterschießen – in Großaspach ist die Euphorie zum Saisonstart groß. Beim FCI setzten die Verantwortlichen daher weiter auf Ruhe und Konstanz nach zwei Unentschieden zum Auftakt. Aber so richtig ruhig startete Ingolstadt nicht – im Gegenteil: Gül scheiterte zwar früh an Reule (3.), aber Ugondu machte es wenige Sekunden später besser. Sapina profitierte von einem Aspacher Fehlpass, über Carlsen landete der Ball im linken Halbraum und der FCI vollendete (4.). Aspach machte das Spiel, aber Ingolstadt traf – und leistete sich hinten einen Fauxpas, weil Bennetts im Spielaufbau nicht fokussiert war. Klein parierte jedoch gegen Eisele (13.). Die Schanzer bekamen mehr Kontrolle auf die Partie, aber die Hausherren blieben am Ball: Eine Flanke von Molinari brachte Eisele im Fallen auf das Tor und traf den Pfosten (25.). Das Glück war dem Aufsteiger nicht treu, denn bei einem weiteren Abschluss von Molinari knallte das Leder erneut gegen das Aluminium (43.), woraufhin Ugondu im Gegenzug alleine vor Reule auftauchte – der Pokalheld hielt stark (45.). Und auch Klein konnte sich vor dem Pausenpfiff auszeichnen, indem er einen Trickschuss von Pollex im Übergreifen aus dem Knick kratzte (45.+2).

Mit dem Seitenwechsel intensivierte Ingolstadt seine Teilnahme an der Partie. Und wurde dafür sogleich belohnt: Aidonis ermöglichte Ugondu einen Konter, an dessen Ende Lokotsch zwar verpasste, aber SGS-Verteidiger Nuraj drückte die Kugel unglücklich ins eigene Netz (55.). Aber der FCI schwächte sich prompt selbst, weil sich der bereits verwarnte Bennetts die Ampelkarte abholte (61.). Aspach, insbesondere in Person von Molinari, trieb den Ball in Überzahl weiter voran – doch zum Schluss stand FCI-Keeper Klein immer noch im Weg, der einen Abschluss von Eisele als leichte Beute ausmachte (73.). Letztendlich verteidigete Ingolstadt jedoch den Vorsprung, sodass die Schanzer nach zwei Unentschieden den ersten Sieg feiern konnten. Aspach zählt drei Punkte nach drei Spielen.

Verl 1:2 Fortuna Köln: Drama in der Nachspielzeit

Zwei Mal führte Verl in dieser Saison, doch ein Punktgewinn sprang für die Ostwestfalen noch nicht heraus. Im NRW-Duell mit Fortuna Köln nahm der Sportclub das Heft des Handelns zunächst in die Hand. Leipold holte den ersten Freistoß heraus, den Heike knapp vorbeischoss (4.). Immer wieder war Leipold der Ausgangspunkt von gefährlichen Aktionen, so auch bei einem Steckpass, der zu einem Eins-gegen-Eins mit Fortuna-Keeper Winkler führte, das der Schlussmann gewann (22.) – und auch beim Abschluss von Heike kratzte der Kölner das Spielgerät aus dem Winkel (24.). Schlieck packte auf der Gegenseite gegen Bröger zu (39.), aber auch Thier scheiterte kläglich (41.). Dann der Bärendienst von Majetic: Kölns Verteidiger ging mit offener Sohle in den Zweikampf, was die Rote Karte zur Folge hatte (43.). Beinahe nutzte Verl die Überzahl schnell aus, aber Leipold schoss bei einem Konter über das Tor (45.+4).

Köln richtete seine Aktionen im zweiten Abschnitt auf Konter aus – und das funktionierte. Bröger nutzte einen Fehler von Seidel und gab die Kugel an Aigbekaen weiter, der Vogler tunnelte und zur Führung in Unterzahl vollstreckte (62.). Verl warf alles nach vorne, aber Winkler parierte auch gegen Yalcinkaya per Flugabwehr (75.). Es spielte nur noch eine Mannschaft, und es traf auch nur eine Mannschaft – nämlich Köln. Bornemann wurde steil geschickt und Vogler war dran, die Sache unter Kontrolle zu bringen. Aber der SCV-Verteidiger vertändelte den Ball und gab dem Fortuna-Stürmer die Chance zu 2:0 (89.). Dann wurde es dramatisch: Farouk erzielte den Anschlusstreffer nach Querpass von Seidel (90.) – und Seidel legte noch ein zweites Mal quer auf Heike, der ebenfalls in die Maschen traf. Doch der zweite Treffer erhielt aufgrund einer Abseitsstellung keine Anerkennung (90.+5). So verlor Verl auch das dritte Spiel, während die Südstädter aus Köln den ersten Sieg seit der Drittliga-Rückkehr feierten.

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