Trifft Dallinga nicht, macht es eben Ache – und umgekehrt: Der 1. FC Köln hat wieder zwei Sturmoptionen | OneFootball

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·20. September 2026

Trifft Dallinga nicht, macht es eben Ache – und umgekehrt: Der 1. FC Köln hat wieder zwei Sturmoptionen

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Simon Hense

20 September, 2026

Während Thijs Dallinga gegen den HSV eine schwache Leistung zeigte, konnte Ragnar Ache mit einem Treffer im Duell um den Stammplatz im Sturm punkten. Das zeigt, dass der FC im Gegensatz zur vergangenen Saison in der Sturmspitze nachlegen kann: Der Konkurrenzkampf belebt den Sturm des 1. FC Köln.

In der vergangen Saison war Ragnar Ache automatisch gesetzt, wenn die Geißböcke mit einem klassischen Stürmer spielen wollten. Denn der Angreifer war der einzige Spieler mit diesem Profil im Kader. Mit Thijs Dallinga hat der FC jedoch nun eine zweite Option und damit einen richtigen Konkurrenzkampf in der Sturmspitze. Aber spätestens gegen den HSV zeigte sich, dass Ache diesen Kampf annimmt.

Thijs Dallinga tat sich gegen den HSV schwer (Foto: Selim Sudheimer/Getty Images)

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Es war ein Muster, dass es in dieser Saison schon einmal gegeben hatte – nur unter umgekehrten Vorzeichen. Während am ersten Spieltag Ragnar Ache sich lange erfolglos gegen die Hoffenheimer Defensive abmühte und darum Thijs Dallinga für ihn eingewechselt wurde und im Anschluss traf, war es am vergangenen Samstag gegen den HSV genau andersherum. Denn dieses Mal war der Sommerneuzugang zuerst auf dem Platz, blieb jedoch glücklos. So vergab er unter anderem in der 38. Minute die Riesenchance zur Führung, als Daniel Heuer Fernandes seinen zu unplatzierten Kopfball mit einem starken Reflex parierte. Darum ersetze ihn Mitte der zweiten Hälfte Ache. Und der 28-Jährige machte es kurz vor Schluss besser, als er mit einem Kopfball noch den Anschluss erzielte. Auch wenn der Treffer zu spät kam und die Geißböcke die Niederlage nicht mehr abwenden konnten, zeigte sich immerhin, dass Köln wieder zwei ordentliche Optionen im Sturm hat und nicht nur von einem Spieler abhängig ist.



Mehr Optionen als in der Vorsaison

Das war schließlich ein bekanntes Problem in der Vorsaison. Mit Ache hatte der FC nur einen klassischen Stürmer im Kader. Wenn der verletzt oder außer Form war, wurde es direkt eng. Jetzt hat Trainer René Wagner die Wahl: Bringt er mit Dallinga eher einen Spieler, der seine Stärken besonders im Strafraum hat, oder mit Ache einen klassischen Zielspieler? Auch scheint es, als würden sich die beiden Angreifer gut abwechseln. Hat der eine einen schlechten Tag, springt eben der andere mit Toren ein. Das hat gegen Hoffenheim und den HSV bereits gut funktioniert. Nur beim Heimspiel gegen Bremen erwischten beide einen gebrauchten Abend.

Dabei war der Treffer gegen die Hanseaten für Ache sehr wichtig. Denn in den vorherigen Spielen der Saison hatte der 28-Jährige noch nicht überzeugen können. Vor allem auch nicht gegen den VfB Stuttgart am zweiten Spieltag, als er das letzte Mal die Chance von Anfang an bekommen hatte, weil sein Konkurrent krankheitsbedingt ausgefallen war. Da der Angreifer sich aber nicht empfehlen konnte, bekam zuletzt Dallinga den Vorzug für die erste Elf.

Ache gegen Gladbach zurück in der Startelf?

Nun hat Ache wieder Ansprüche auf mehr angemeldet und gezeigt, dass er sich im Konkurrenzkampf behaupten kann. Ein wichtiges Zeichen in Richtung seines Trainers. Das außerdem zu einem guten Zeitpunkt kommt. Denn zum einen hat sich der Angreifer so vor der langen Länderspielpause noch ein Erfolgserlebnis abgeholt, das ihm Rückenwind geben sollte. Und zum anderen hat sich Dallinga in den vergangen beiden Partien nicht gerade in den Vordergrund spielen können.

Dadurch könnte Ache im Derby gegen Borussia Mönchengladbach nach der Länderspielpause wieder in der Startelf stehen. Dann muss der Stürmer jedoch direkt wieder eine gute Leistung zeigen. Ansonsten droht ihm erneut die Bank. Dabei könnte der Konkurrenzkampf beide Angreifer beflügeln. Und falls die erste Wahl gegen Gladbach keine gute Leistung zeigt, hat Wagner die Gewissheit, dass der andere bei seiner Einwechslung um so motivierter sein wird und die Wahrscheinlichkeit nicht so gering ist, dass er dann das Tore schießen übernimmt.


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