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·9. September 2026
Flügelzange des 1. FC Köln: So können Said El Mala und Mikey Moore für jeden Gegner zur Waffe werden

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Erik Stalleicken
9 September, 2026
So verschieden die beiden Akteure auch sein mögen, so gut könnten sie gemeinsam für den FC funktionieren. Laufen Said El Mala und Mikey Moore zusammen auf, stehen die Gegner definitiv vor einer Herausforderung.
Mikey Moore und Said El Mala vom 1. FC Köln
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Das 1:4 beim VfB Stuttgart war aus Sicht des 1. FC Köln ein Abend zum Vergessen. Über weite Strecken fand der FC offensiv kaum Lösungen, kam nur selten gefährlich vor das Stuttgarter Tor und musste sich am Ende deutlich geschlagen geben. Besonders in der ersten Halbzeit fehlte es dabei auch an individueller Qualität zur Chancenkreation durch Einzelaktionen. Said El Mala, der in den vergangenen Monaten immer wieder für genau solche Momente gesorgt hatte, fehlte krankheitsbedingt. Mit der Einwechslung von Mikey Moore zum Seitenwechsel, stand plötzlich ein Kölner auf dem Platz, der sofort für deutlich mehr Bewegung im Offensivspiel sorgte. Der Engländer suchte das Eins-gegen-Eins, setzte sich mehrfach durch. Nachdem er seine eigenen Torchancen noch vergeben hatte, bereitete er das zwischenzeitliche 1:3 vor. Am Ausgang der Partie änderte das zwar nichts mehr, unterstrich aber Moores Qualitäten im letzten Drittel. So kann das Duo aus Said El Mala und Mikey Moore Spiele zugunsten des 1. FC Köln entscheiden.
Moore besitzt eine Qualität, die für den 1. FC Köln im letzten Drittel besonders wertvoll sein kann. Der 19-Jährige ist nicht darauf angewiesen, auf einer festen Position zu bleiben, sondern sucht sich seine Räume selbst. Gegen den VfB war er fast überall auf dem Feld zu finden. Offensiv kann Moore nahezu jede Position bekleiden. Besonders gefährlich wird er, wenn er zwischen den Linien auftaucht. Dort kann er sich auf engem Raum mit seinem Dribbling aus Situationen lösen, Gegenspieler binden und entweder mit einem kreativen Pass die nächste Aktion einleiten oder selbst zum Abschluss kommen. Beides sind Muster, die bereits bei seinem Debüt zur Geltung kamen. Genau diese Mischung macht die Leihgabe für René Wagner so interessant. Der Cheftrainer bezeichnete seinen Neuzugang als einen Spieler, „der für uns den Unterschied machen kann“. Ein weiterer Spieler von diesem Format ist Said El Mala. Sobald dieser wieder fit ist und auf seine Stammposition, den linken Flügel, zurückkehrt, dürfte Moore häufiger auf der rechten Seite zum Einsatz kommen. Seine positionslose Spielweise könnte dabei ein großer Vorteil sein.
Denn mit El Mala auf der Gegenseite verfügt der FC über einen Spieler, der anders gefährlich wird. Während Moore seine Stärken auch in tödlichen Zuspielen auf seine Mitspieler hat, lebt El Mala stärker von seiner Dynamik, seinem Tempo und dem Zug zum Tor. Der 20-Jährige kann mit explosiven Läufen die Tiefe attackieren, Gegenspieler im Eins-gegen-Eins stehen lassen und anschließend selbst den Abschluss suchen. In der vergangenen Saison hat er bereits eindrucksvoll bewiesen, wie gefährlich er in der Bundesliga werden kann. Damit bringt auch El Mala genau jene individuelle Qualität mit, die dem FC gegen kompakte Gegner helfen kann – allerdings auf einem anderen Weg als Moore.
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Genau diese Unterschiede machen dieses Duo so interessant. Anders als noch in der Vorsaison muss der Gegner sich so auf mehr als nur die linke Seite konzentrieren. Taucht Moore zwischen den Linien auf, muss die Defensive entscheiden, ob sie einen Mittelfeldspieler oder sogar einen Innenverteidiger aus seiner Position zieht. Gleichzeitig kann El Mala auf der anderen Seite die Tiefe attackieren. Wird wiederum die linke Seite stärker zugestellt, bekommt Moore auf der Gegenseite Räume. Diese Wechselwirkungen machen die FC-Offensive schwerer auszurechnen. Dass die Kölner dabei auf außergewöhnliches Potenzial zurückgreifen können, zeigt auch der Blick auf die Marktwerte. Während El Malas Marktwert auf rund 45 Millionen Euro taxiert wird, liegt Moore bei noch 18 Millionen Euro. Damit verfügt man über eine Flügelzange, die sich abseits der Bayern vor keiner anderen der Liga verstecken muss. Für einen Klub wie den 1. FC Köln ist eine solche Ansammlung an individueller Qualität auf den Außenpositionen alles andere als selbstverständlich.
Aus zwei Unterschiedsspielern entsteht allerdings noch nicht automatisch eine funktionierende Offensive. Genau hierin liegt die Aufgabe von René Wagner. Der Trainer muss eine Struktur finden, in der Moore seine Freiheit zwischen den Linien nutzen kann und El Mala gleichzeitig seine Dynamik ausspielen darf. Dazu benötigt es auch eine ausreichende Absicherung der Hintermannschaft. Gelingt dieser Spagat, könnte diese Offensive einige Spiele zugunsten der Domstädter entscheiden. Moore kann mit seinen kreativen Aktionen eine Defensive auseinanderziehen, El Mala mit Dynamik, Tiefgang und Torgefahr zuschlagen. Der Ausfall von El Mala in Stuttgart hat bereits eindrucksvoll bewiesen, wie sehr dem FC eine solche individuelle Qualität fehlen kann.
Neuzugang Mikey Moore läuft für den FC mit der 47 auf. Said El Mala wechselte seine Rückennummer im Sommer von der 13 auf die Zehn.
Der FC hat Moore aktuell aus England von den Tottenham Hotspur ausgeliehen. In der Vorsaison spielte er auf Leihbasis in Schottland bei den Glasgow Rangers.
Said El Mala wechselte im Sommer 2025 gemeinsam mit seinem Bruder Malek von Viktoria Köln zum FC.







































