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·22. September 2026

Nach Heimpleite gegen Aston Villa – wackelt De Zerbi bei Tottenham?

Artikelbild:Nach Heimpleite gegen Aston Villa – wackelt De Zerbi bei Tottenham?

Tottenham Hotspur hat auch das fünfte Premier-League-Spiel der Saison nicht gewonnen und steckt nach der 2:3-Heimniederlage gegen Aston Villa am Samstag tief in der Krise. Trainer Roberto De Zerbi übernahm anschließend ausdrücklich Verantwortung für die Niederlage, gleichzeitig kritisierte er mehrere Aspekte des Auftritts. Laut Transferexperte Fabrizio Romano denkt der Klub derzeit dennoch nicht über eine Entlassung nach.

Die Ausgangslage nach der Niederlage

Immerhin gelang den Spurs gegen Villa mit zwei späten Treffern der erste Torerfolg der laufenden Premier-League-Saison, nachdem die Mannschaft zuvor viermal in Folge ohne eigenen Treffer geblieben war. Am Endergebnis änderte das nichts mehr. Mit nur zwei Punkten aus fünf Spielen steht Tottenham nach dem Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz. Es ist der schlechteste Saisonstart des Klubs seit 2008. Damals hatte Tottenham nach fünf Spieltagen ebenfalls zwei Punkte, allerdings eine bessere Tordifferenz.


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Romano und Vereinsquellen sprechen von Vertrauen in den Prozess

Fabrizio Romano berichtete, dass Tottenham trotz des Fehlstarts weiterhin hinter De Zerbi und dem im Frühjahr eingeschlagenen Projekt steht. Der Klub habe sich bewusst für den Italiener entschieden und wolle ihm Zeit geben, seine Vorstellungen umzusetzen. Auch eine von TEAMtalk zitierte interne Quelle erklärte, eine Ablösung des Trainers stehe derzeit nicht zur Debatte.

Die Haltung kommt trotz der ernüchternden Zahlen nicht völlig überraschend. De Zerbi wurde erst Ende März verpflichtet, nachdem Tottenham in der vergangenen Saison tief im Abstiegskampf gesteckt hatte. Der Klub hatte ihn dabei ausdrücklich als langfristige Lösung für den Neuaufbau präsentiert.

Ein teurer Umbruch ohne bisherige Wirkung

Der Frust in London erklärt sich auch aus dem finanziellen Aufwand des Sommers. Tottenham investierte mehr als 300 Millionen Pfund in den Kader und nahm zahlreiche Veränderungen vor. Bislang zeigt dieser Umbruch auf dem Platz allerdings kaum Wirkung. Nach fünf Spieltagen stehen zwei Punkte und lediglich zwei erzielte Tore zu Buche.

Auch De Zerbi selbst fand nach der Niederlage deutliche Worte. Der Italiener übernahm zwar ausdrücklich Verantwortung, bemängelte aber gleichzeitig die fehlende Balance und die mangelnde Kompaktheit seiner Mannschaft. Besonders bei Mateus Fernandes sah er Verbesserungspotenzial: Er habe dessen Leistung nicht gemocht, betonte aber zugleich, dass dies kein persönlicher Angriff sei und er großes Vertrauen in den jungen Mittelfeldspieler habe.

Auch Dominic Solanke nahm De Zerbi nicht aus der Kritik. Vom Stürmer brauche die Mannschaft mehr, seine körperliche Verfassung sei derzeit nicht gut genug. Gleichzeitig stellte sich der Trainer hinter seinen Spieler und betonte, dass Solanke deutlich besser spielen könne, als er es momentan tue.

Für Tottenham geht es nun zunächst in die Länderspielpause. Danach wartet ausgerechnet das Auswärtsspiel bei Manchester United. Bis dahin dürfte die Frage, ob der Klub tatsächlich langfristig an De Zerbi festhält, vor allem davon abhängen, wie Tottenham intern mit dem bislang enttäuschenden Saisonstart umgeht.

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