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·8. August 2026

Nationalspieler und spannende Talente: So agiert die Konkurrenz des 1. FC Köln bisher auf dem Transfermarkt

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Nationalspieler und spannende Talente: So agiert die Konkurrenz des 1. FC Köln bisher auf dem Transfermarkt

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Simon Hense

8 August, 2026

Mit Gil Neves hat der FC am Freitagmorgen seinen nächsten Neuzugang vorgestellt. Aber nicht nur die Geißböcke haben schon spannende Namen verpflichtet. Einige Transfer gab es auch bereits bei den wahrscheinlichen Tabellennachbarn des 1. FC Köln: So verstärkt sich die Konkurrenz.

Während am Geißbockheim weiterhin die Gerüchteküche über mögliche Transfers brodelt, hat sich auch bei den möglichen Konkurrenten schon einiges getan. Von vielversprechenden Talenten bis deutschen Nationalspielern war bei den FC-Gegnern schon alles dabei.

Robin Gosens spielt künftig für Schalke 04 (Foto: Maja Hitij/Getty Images)

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Einige Baustellen gibt es zwar noch beim 1. FC Köln, trotzdem hat der Verein in diesem Sommer schon einige Transfers eintüten können. So wurde Gil Neves am Freitagmorgen bereits der sechste Neuzugang in diesem Transfersommer. Dazu kommen noch die festen Verpflichtungen von Jahmai Simpson-Pusey und Tom Krauß nach ihren Leihen in die Domstadt in der abgelaufenen Saison. Diese Kaderverstärkungen sind jedoch nötig, um in der kommenden Saison in der Bundesliga zu bestehen. Denn auch die (potenzielle) Konkurrenz schläft nicht und hat teilweise mit vielversprechenden Transfers aufhorchen lassen.

Champions-League-Erfahrung auf Schalke

Speziell Schalke 04 hat für die Mission Klassenerhalt bereits ordentlich aufgerüstet. So kam zuletzt mit Robin Gosens, der schon seit seiner Kindheit Fan der Knappen war, ein deutscher Nationalspieler per Leihe ins Ruhrgebiet. Ein richtiger Transfercoup für S04! Das hatten die Gelsenkirchener bereits im vergangenen Winter mit Edin Dzeko geschafft. Letzterer hat nach einigen Wochen Ungewissheit seinen Vertrag nochmal für die kommende Saison verlängert und damit für viele Freude bei den Fans gesorgt. Neben Dzeko und Gosens hat Schalke außerdem einige weitere Bundesliga-erfahrene Profis verpflichtet. Junior Adamu, Eric Junior Dina Ebimbe, Kevin Müller (feste Verpflichtung nach Leihende) und Maximilian Wöber haben alle schon einige Partien im deutschen Oberhaus absolviert, letzterer sogar 26 in der Champions League. Mit Satoshi Tanaka von Zweitligaabsteiger Fortuna Düsseldorf haben die Knappen sich außerdem einen vielversprechenden Spieler für das zentrale Mittelfeld gesichert.

Weniger namhaft geht es beim Mitaufsteiger SC Paderborn zu. Die Ostwestfalen haben vor allem einige schmerzhafte Abgänge zu verzeichnen. Mit zum Beispiel Calvin Brackelmann (Augsburg), Dennis Seimen (Stuttgart, Leihende) und Filip Bilbija (Derby County) verlassen mehrere Aufstiegsgaranten der vergangenen Spielzeit den Verein. Diese Abgänge versucht der SCP vor allem durch Spieler aus der zweiten und dritten Liga aufzufangen, die in Paderborn den Sprung in die Bundesliga schaffen sollen. So wechselten mit Oliver Batista Meier, Albert Millgramm, Jano ter Horst, Clemens Lippmann, Timur Gayret, Tom Baack, Martin Ens und Nyamekye Awortwie-Grant sehr viele neue Spieler an die Pader. Bei wie vielen der Profis diese Strategie am Ende aufgeht, wird sich zeigen. Außerdem kommen aus Hoffenheim mit Torwart Nahuel Noll (Leihe) und dem 23-Jährigen Mittelfeldspieler Luka Duric noch zwei junge Profis nach Paderborn.

Rekordtransfer in Elversberg

Der dritte Aufsteiger im Bunde, die SV Elversberg, setzt der Vereinsphilosophie entsprechend ebenfalls auf viele junge Neuzugänge. Mit Francis Onyeka von Leverkusen und Noah Darvich aus Stuttgart hat die SVE gleich zwei Toptalente von größeren Vereinen geliehen, die wie in den Jahren zuvor schon Nick Woltemade, Fisnik Asllani oder Paul Wanner im Saarland den nächsten Schritt machen sollen. Neben den Leihen hat der Bundesliganeuling aber auch Geld für feste Transfers ausgegeben – und zwar so viel wie noch nie. Flügelspieler Cole Campbell ist der neue Rekordtransfer der SVE. Kolportierte sechs Millionen Euro fließen für den 20-Jährigen nach Dortmund.

Genauso alt wie Campbell ist Maurice Krattenmacher, der von Bayern München kommt. Schon ein paar Jahre älter mit 27 ist dagegen Luca Sirch. Der Abwehrspieler kommt ablösefrei von Kaiserslautern und will sich nun in der Bundesliga durchsetzen. Das möchte Mittelfeldspieler Lukasz Poreba ebenfalls schaffen. Beim Polen zieht Elversberg nach der Leihe vom HSV in der vergangenen Saison die Kaufoption. Komplettiert werden die bisherigen Neuverpflichtungen von Elias Etringer. Der vom SC Freiburg kommenden Nachwuchskeeper wird aber eher Einsatzzeiten in der zweiten Mannschaft bekommen.

Zwei österreichische WM-Fahrer für Werder

In der abgelaufenen Saison musste Werder Bremen lange um den Klassenerhalt zittern, dieses Mal soll die Spielzeit etwas sorgenfreier werden. Dafür sorgen soll unter anderem Cedric Itten. Der österreichische WM-Fahrer kommt aus Düsseldorf an die Weser und soll die Sturmprobleme der Werderaner lösen. Einen weiteren Nationalspieler aus dem Nachbarland haben die Bremer in Alexander Schlager geholt. Der Stammkeeper Österreichs bei der Weltmeisterschaft soll mit Karl Hein, der nach der Leihe 2025/26 fest von Arsenal verpflichtet wurde, um die Nummer Eins konkurrieren.

Dass die Position überhaupt vakant ist, liegt am wohl schwerwiegendsten Abgang: Mio Backhaus. Den hat sich der SC Freiburg kolportierte zwölf Millionen Euro plus erfolgsabhängige Boni kosten lassen. Ansonsten haben mit etwa Yukinari Sugawara oder Victor Boniface mehrere Leihspieler den Verein verlassen. Dafür setzen die Bremer auf mehrere junge, entwicklungsfähige Zugänge wie Stümer Kenny Quetant von Le Havre, die Mittelfeldspieler Darwin Soylu aus Wolfsburgs U19, Chuki von Real Valladolid und Dariusz Stalmach von Magdeburg. Außerdem bezahlt Werder mindestens drei Millionen Euro nach Polen an KS Cracovia für den 22-Jährigen Verteidiger Oskar Wojcik.

Keine Zukunft in Hamburg für Downs

Ähnlich wie der Rivale hat auch der Hamburger SV einige Spieler, die den Verein nach einer Leihe verlassen haben. Besonders hervorzuheben sind dabei natürlich die Starspieler Luka Vuskovic, der inzwischen von Tottenham nach Brighton gewechselt ist, und Fabio Vieira. Letzteren würden die Hanseaten eigentlich gerne fest verpflichten. Weil Arsenal jedoch wohl eine Ablöse von mindestens 16 Millionen Euro fordert, sind die Verhandlungen sehr festgefahren. Nicht verpflichtet hat der HSV nach seiner Leihe im vergangenen Halbjahr das Kölner Eigengewächs Damion Downs.

Dafür verstärkt in Zukunft Patson Daka den Sturm der Hamburger. Der 27-Jährige, den sich Leicester City einst 30 Millionen Euro kosten ließ, ist nach enttäuschenden Jahren in England sogar ablösefrei und möchte nun in der Bundesliga seine Karriere wieder in Schwung bringen. Für das Mittelfeld sind mit Kofi Amoako (21, vorher Dresden), Bilal Nadir (22, Marseille) und Martin Adeline (22, Troyes), bei dem es ebenfalls Gerüchte um ein Kölner Interesse gegeben hat, drei spannende, junge Spieler geholt worden. Außerdem haben die Hanseaten Albert Grønbæk für 4,7 Millionen Euro fest verpflichtet. Der 25-Jährige war zuvor schon ein halbes Jahr von Stade Rennes ausgeliehen.

Verletzungspech bei Gladbach-Neuzugang

Auch Borussia Mönchengladbach hat wie der HSV mehrere schmerzhafte Abgänge zu beklagen. So verließen unter anderem Rocco Reitz (Leipzig), Yannik Engelhardt, der mittlerweile von Como nach Freiburg gegangen ist, sowie Haris Tabakovic, der jetzt in Salzburg auf Torejagd geht, den Verein. Als Ersatz ist bisher Isac Lidberg aus Darmstadt gekommen. Darüber hinaus wurde Offensivspieler Hugo Bolin nach seiner Leihe fest verpflichtet. Mit David Herold aus Karlsruhe und Enzo Leopold aus Hannover probieren auch bei Gladbach zwei Spieler aus der zweiten Bundesliga, den Sprung in die höchste deutsche Spielklasse zu schaffen.

Für mehr Stabilität in der Defensive sollen außerdem Rechtsverteidiger Yukhym Konoplia (vorher Schachtar Donezk), der den Saisonstart wegen einer Testspiel-Verletzung jedoch verpassen wird, und der 27-Jährige Daiki Hashioka, welcher per Leihe mit Kaufoption von Slavia Prag verpflichtet wurde, sorgen. Hoffnungen setzt die Borussia zusätzlich auf einen weiteren Japaner: Für nur 500.000 Euro holten die Gladbacher mit Zento Uno von Shimizu S-Pulse einen Profi, der als Staubsauger im Mittelfeld besonders in der Defensive seine Qualitäten hat. Ob er diese aber auch in der Bundesliga zeigen kann, wird sich noch zeigen.


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