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·23. Juli 2026

Neu-Frankfurterin Paulina Krumbiegel: "Als Führungsspielerin vorangehen"

Artikelbild: Neu-Frankfurterin Paulina Krumbiegel: "Als Führungsspielerin vorangehen"

Nach zwei Spielzeiten beim italienischen Spitzenklub Juventus Turin kehrt Paulina Krumbiegel in die Google Pixel Frauen-Bundesliga zurück. Die elfmalige Nationalspielerin, die bis 2024 für die TSG Hoffenheim am Ball war, verfolgt jetzt mit Eintracht Frankfurt hohe Ziele. Im DFB.de-Interview spricht die 25 Jahre alte Außenverteidigerin mit Mitarbeiter Ralf Debat über ihren Wechsel und ihre Rolle.

DFB.de: Die Eintracht befindet sich in der dritten Trainingswoche der Saisonvorbereitung. Wie haben Sie sich in Frankfurt eingelebt, Frau Krumbiegel?


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Paulina Krumbiegel: Sehr gut. Ich hatte schon die zwei Wochen vor dem Trainingsstart genutzt, um den Umzug zu erledigen. Daher konnte ich mich direkt voll auf den Fußball fokussieren. Alle im Team sind sehr offen und nett, haben mir den Einstieg leichtgemacht.

DFB.de: Was hat Sie bei Ihrem neuen Verein überrascht?

Krumbiegel: Große Überraschungen gab es nicht. Ich wusste schließlich schon ziemlich genau, was auf mich zukommt. Schon nach kurzer Zeit fühle ich mich rundum wohl.

DFB.de: Wie würden Sie die ersten Eindrücke von Ihrem neuen Team beschreiben?

Krumbiegel: Die Bedingungen sind super, die Zusammenarbeit mit den Mitspielerinnen, dem Trainerteam und dem Staff macht sehr viel Spaß. Mit Ereleta Memeti hatte ich schon in Hoffenheim zusammengespielt, kannte aber noch einige weitere Teamkolleginnen von der Nationalmannschaft.

DFB.de: Nach zwei Spielzeiten beim italienischen Topklub Juventus Turin haben Sie sich für eine Rückkehr in die Google Pixel Frauen-Bundesliga entschieden. Was hat den Ausschlag für die Eintracht gegeben?

Krumbiegel: Grundsätzlich hatte ich das Gefühl, dass mir eine Veränderung guttun würde. Die Eintracht hatte dann schon sehr früh großes Interesse gezeigt und sich intensiv um mich bemüht. Der Verein will international spielen, das deckt sich mit meinen Ambitionen. Hinzu kommt die Nähe zu meiner badischen Heimat. Das Gesamtpaket passt einfach.

DFB.de: Sie waren vor Ihrem Italien-Engagement zwölf Jahre lang für die TSG Hoffenheim am Ball. Was haben Sie von Ihrer ersten Auslandsstation vor allem mitgenommen?

Krumbiegel: Vor allem persönlich hat mich die Zeit weitergebracht. Es war eine Herausforderung, das Land kennenzulernen, offen für die Kultur zu sein und eine neue Sprache zu lernen. Ich denke, ich bin jetzt ein wenig entspannter als früher. (lacht) Hinzu kam auch ein anderer Fußball, noch körperlicher und eher defensiv ausgerichtet. Ich denke, ich konnte mich dort gut behaupten.

DFB.de: Sind Sie eine noch bessere Spielerin geworden?

Krumbiegel: Das würde ich auf jeden Fall unterschreiben. Ich konnte weitere internationale Erfahrungen sammeln, schon das Trainingsniveau war sehr hoch. Aus Hoffenheim war ich über viele Jahre an Ballbesitzfußball gewöhnt, bei Juve ging es deutlich direkter nach vorne. Mich in beiden Spielweisen wiederzufinden, ist sicherlich kein Nachteil.

DFB.de: Mit welcher Zielsetzung starten Sie mit der Eintracht in die neue Saison?

Krumbiegel: Ganz einfach: Wir wollen von Beginn an so viele Spiele wie möglich gewinnen und oben angreifen. Über allem steht die erneute Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb. Nach vier dritten Rängen in Serie wollen wir uns möglichst verbessern. Platz zwei ist meiner Meinung nach nicht weit weg.

DFB.de: Welchen Stellenwert hat vor diesem Hintergrund die Qualifikation für die UEFA Women's Champions League, die schon am 5. August gegen AC Omonia Nikosia aus Zypern beginnt?

Krumbiegel: Das ist sehr wichtig für uns. Wir alle haben das Ziel, uns international zu beweisen - am besten natürlich in der Champions League.

DFB.de: Ist es auch Ihr persönlicher Anspruch, in der "Königsklasse" zu spielen?

Krumbiegel: Ja, definitiv. Allerdings muss uns auch klar sein, dass wir die Basis dafür zuerst immer in der Liga legen müssen.

DFB.de: Ist es Ihnen ganz recht, dass die Eintracht schon so früh in den Pflichtspielbetrieb startet oder hätten Sie schon mehr Zeit zur Vorbereitung gewünscht?

Krumbiegel: Jede Spielerin ist froh, wenn die Vorbereitung nicht lange dauert und wenn man schnell in den Spielbetrieb kommt. Wir alle haben Bock darauf.

DFB.de: Mehrere Leistungsträgerinnen haben den Verein verlassen. Wie macht sich dieser Umbruch bemerkbar?

Krumbiegel: Da ich keinen Vergleich zu vorher ziehen kann, ist diese Frage für mich schwierig zu beantworten. Ich kann nur sagen, dass ich bisher sehr zufrieden bin und ein gutes Gefühl habe. Wir finden uns immer besser und zeigen bereits positive Ansätze.

DFB.de: Wie würden Sie Ihre Rolle im Team beschreiben?

Krumbiegel: Ich möchte durch Leistung überzeugen, Verantwortung übernehmen und als Führungsspielerin vorangehen.

DFB.de: Sie sind flexibel einsetzbar. Auf welcher Position fühlen Sie sich am wohlsten?

Krumbiegel: Ich gehe davon aus, dass ich in erster Linie als Außenverteidigerin eingeplant bin, allerdings in einer offensiv interpretierten Rolle.

DFB.de: Soll die Eintracht für Sie auch nach einem Jahr Pause zum Sprungbrett zurück in die Nationalmannschaft werden?

Krumbiegel: Das ist aktuell nicht mein Fokus. Es geht jetzt erst einmal darum, mich im Team möglichst zu etablieren und meinen Rhythmus zu finden. Wenn es im Verein gut läuft und ich meine Leistung bringe, dann wird man sehen, was passiert. Dass ich sehr gerne für Deutschland spiele, ist sicherlich kein Geheimnis.

DFB.de: Obwohl Sie schon seit 2020 regelmäßig für die DFB-Frauen nominiert wurden, gehörten Sie noch bei keinem großen Turnier zum Aufgebot. Wie groß ist die Hoffnung, dass sich das bei der Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien ändert?

Krumbiegel: Wer für die Nationalmannschaft spielt, möchte sein Land auch bei einem großen Turnier vertreten. Das ist auch mein Traum und mein Ziel. Noch bin ich ja erst 25 Jahre. (lacht) Aber wie gesagt: Erst einmal konzentriere ich mich voll auf meine neue Aufgabe bei der Eintracht und werde alles geben, das Bestmögliche herauszuholen.

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