Neue Ausländerregelung: TFF-Boss Haciosmanoglu verhindert Montella-Abgang zur AS Rom und kündigt eine gnadenlose Schiedsrichter-Revolution an! | OneFootball

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·14. Mai 2026

Neue Ausländerregelung: TFF-Boss Haciosmanoglu verhindert Montella-Abgang zur AS Rom und kündigt eine gnadenlose Schiedsrichter-Revolution an!

Artikelbild:Neue Ausländerregelung: TFF-Boss Haciosmanoglu verhindert Montella-Abgang zur AS Rom und kündigt eine gnadenlose Schiedsrichter-Revolution an!

Machtwort vom TFF-Präsidenten: Ibrahim Haciosmanoglu über Montella, Schiedsrichter-Revolution und Ausländer-Limit

In einer umfassenden Stellungnahme zur aktuellen Lage des türkischen Fußballs hat TFF-Präsident Ibrahim Haciosmanoglu klare Kante gezeigt. Besonders die Personalie des Nationaltrainers Vincenzo Montella stand dabei im Fokus. Haciosmanoglu stellte unmissverständlich klar, dass es kein Angebot für den Italiener gebe und man ihn selbst bei einer Anfrage nicht ziehen lassen würde. Der Präsident verriet dabei ein interessantes Detail aus einem Gespräch vor den Spielen in der Nations League. Laut Aussagen gegenüber der türkischen Presseagentur Anadolu Ajansi sei Montella auf ihn zugekommen und habe von einer Möglichkeit bei der AS Rom berichtet. Er habe dem Trainer jedoch klargemacht, dass man langfristig mit ihm plane und die Kapitäne der Mannschaft hinter ihm stünden. „Der Trainer, der nicht nach Rom geht, geht nirgendwo hin. Wir werden weitermachen, solange wir hier sind“, betonte der Verbandschef deutlich.

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Strikte Umsetzung der Ausländerregelung und finanzielle Disziplin

Ein weiteres zentrales Thema war die Ausländerregelung für die kommende Spielzeit. Hier wird es keine kurzfristigen Änderungen geben, da der TFF den bereits im Vorjahr angekündigten Kurs beibehält. Während aktuell noch 12+2 ausländische Spieler gemeldet werden dürfen, wird sich diese Quote zur neuen Saison auf 10+4 reduzieren. Ibrahim Haciosmanoglu unterstrich zudem die Notwendigkeit einer strengen Ausgabenbegrenzung für die Vereine. Er kritisierte die mangelnde Institutionalisierung in der Türkei und verwies auf europäische Top-Vereine wie Real Madrid oder FC Barcelona, wo das Personal der Klubs und nicht das des jeweiligen Trainers im Vordergrund stehe. Um Doppeldeals und finanzielle Intransparenz zu unterbinden, setze der Verband nun konsequent auf einen Einheitsvertrag, der sowohl für Spieler als auch für Vereine schwere Sanktionen bei Verstößen vorsieht.

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Foto: IHA

Revolution im Schiedsrichterwesen: Fokus auf Verjüngung

Harte Kritik übte der Präsident an der Qualität des Schiedsrichterwesens, räumte jedoch ein, dass man bei der Fehlerquote im Vergleich zu Europa weit zurückliege. Haciosmanoglu bezeichnete es als Schande, dass derzeit kein türkischer Schiedsrichter bei der Weltmeisterschaft vertreten sei, wehrte sich jedoch dagegen, persönlich dafür verantwortlich gemacht zu werden. Er kündigte eine radikale Verjüngungsoperation an: „Wir werden eine Revolution durchführen. Diese jungen Referees werden an der nächsten Europameisterschaft und der nächsten Weltmeisterschaft teilnehmen. Wenn sie nicht gehen können, stellen Sie mir das als Verantwortung in Rechnung.“ Ziel sei es, durch internationale Kooperationen früher als geplant wieder Elite-Schiedsrichter zu stellen und die traumatisierten Unparteiischen durch Vertrauen und Transparenz zu stärken.

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Kampf gegen Wett-Manipulationen und Korruption

Besonders emotional wurde der Verbandspräsident beim Thema Wetten und Manipulation. Er bezeichnete einen sauberen Fußball als Verpflichtung gegenüber der nächsten Generation. Haciosmanoglu berichtete von konkreten Operationen gegen verdächtige Spiele, wie etwa die Begegnung zwischen Ankara und Nazilli, bei der Spieler und Verantwortliche in Verdacht gerieten. „Ich kenne die Umweltverschmutzung im Fußball. Wer den Sport beschmutzen möchte, wird zur Rechenschaft gezogen“, warnte er. In Zusammenarbeit mit den Ministerien und Wettanbietern werden derzeit Daten von über 7.000 Vorstandsmitgliedern der letzten fünf Jahre ausgewertet. Nächste Woche sollen erste Ergebnisse zu belasteten Führungskräften vorliegen. Trotz seiner persönlichen Sympathien bleibe er in seinem Amt absolut neutral: „Man kann nicht verlangen, dass Trabzonspor Meister wird, wenn man neutral sein muss. In unserem Herzen gibt es keinen Fleck.“

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