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·8. August 2026
Neue England-Connection: Jahmai Simpson-Pusey avanciert vom Türsteher zum Türöffner

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Elias Schnaubelt
8 August, 2026
Der FC setzt auch in dieser Saison auf ein junges Talent von der Insel. Nach dem erfolgreichen Transfer von Jahmai Simpson-Pusey kommt nun ein Weggefährte des Engländers zum 1. FC Köln. Und das hängt wohl auch mit dem Erfolg von JSP zusammen.

Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey kennen sich schon aus Manchester
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Wenn man in Aktien investiert und innerhalb von wenigen Monaten eine Wertsteigerung von 50 Prozent erlangt, hat man einen absoluten Volltreffer gelandet. Genau das passierte dem 1. FC Köln mit der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey. Als Thomas Kessler den 20-Jährigen in der abgelaufenen Wintertransferphase an den Rhein lotste, kannte den Spieler noch kaum einer. Dank starker Eindrücke in der Rückrunde verpflichteten die Kölner „JSP“ für rund sechs Millionen Euro fest und der Marktwert beläuft sich inzwischen auf neun Millionen Euro. Der Engländer zeichnet sich durch eine starke Zweikampfquote sowie eine sehr gute Passqualität aus. Nicht zuletzt aufgrund des langfristigen Ausfalls von Timo Hübers wird Simpson-Pusey möglicherweise auch in der kommenden Spielzeit unverzichtbar im Defensivkonstrukt der Kölner sein. Sollte der 20-Jährige seine Leistungen weiter steigern können und von Verletzungen verschont bleiben, so ist ein gewinnbringender Weiterverkauf so gut wie sicher.
Ein lukratives Geschäft für den FC. Und die Kölner sind durch Simpson-Pusey offenbar auf den Geschmack gekommen. Denn mit Reigan Heskey wurde bereits der nächste vielversprechende Absolvent der Manchester-City-Ausbildung unter Vertrag genommen. Der Linksaußen legte in der U18 Premier League beeindruckende Zahlen auf, sammelte 27 Scorer in 26 Partien. „Wir sind brutal froh, dass sich Reigan für uns entschieden hat. Wir waren nicht die einzigen, die ihn gerne da gehabt hätten. Jetzt haben wir ihn.“, freut sich sein neuer Trainer René Wagner. „Ich glaube, er ist auf seiner Position europaweit eins der größten Talente.“ Um dieses Talent unter Vertrag zu nehmen, wurde ein kompliziertes Ablösekonstrukt ausgearbeitet. Wie der vereinsnahe Journalist Simon Bajkowski auf der Plattform X schreibt, beginne die Ablösesumme bei 2,4 Millionen Euro, könne aber bis auf acht Millionen ansteigen.
Des Weiteren soll City eine Weiterverkaufsbeteiligung besitzen, eine Rückkaufoption und ein Vorkaufsrecht. Alles in allem hat Manchester City also sehr viel Einfluss, was die Zukunft des 18-jährigen Top-Talents betrifft. Außerdem könnte der Transfer die Kölner bei entsprechend zu leistenden Zusatzzahlungen teuer zu stehen kommen. Doch dieser Teil des Deals beinhaltet nun einmal den anderen. Den, der eine Verpflichtung von Heskey überhaupt erst möglich gemacht hat. Denn der Transfer des Youngsters ist international wahrgenommen worden. Heskey stand in zahlreichen Notizbüchern. Genauso wie zuvor Simpson-Pusey, auch, wenn dieser eine schwierige Halbserie bei Celtic gespielt hatte. Es ist davon auszugehen, dass das Vertragskonstrukt, das der FC mit ManCity zum Kauf des Innenverteidigers abgeschlossen hat, eine ähnliche Tiefe hat. So könnte „JSP“ vielleicht sogar so etwas wie der Türöffner gewesen sein.
Möglicherweise eben über diesen Deal hinaus. Denn ein Talent des Kalibers Heskey ist für den 1. FC Köln nicht anders zu bekommen. Schließlich ist der Verein nicht der einzige in der Bundesliga, der vermehrt Spieler im englischen Nachwuchssystem unter die Lupe nimmt. Dadurch steigt der Wettbewerb und somit schlussendlich natürlich auch der Preis. Sind diese Talente erst einmal im Profibereich und auf den Radars der internationalen Schwergewichte angekommen, sehen die Aussichten für die Kölner schlecht aus. Daher muss man aus Vereinssicht ein entscheidendes Risiko eingehen: Der FC muss diese Talente unter Vertrag nehmen, noch bevor sie sich auf der größten Bühne beweisen konnten. Andernfalls sind die Spieler bereits zu teuer und nicht mehr zu bekommen. Damit steigt aber auch die Gefahr, dass ein Spieler floppt. Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Wenn es gut geht, winkt am Ende eine enorme Wertsteigerung, wie die Personalie Simpson-Pusey zeigt. Kann der Spieler aber nicht überzeugen und sinkt folgerichtig im Wert, wurden viele Millionen in den Sand gesetzt.
Der 1. FC Köln sollte sich keinesfalls ausschließlich auf den englischen Markt fokussieren. Dieser ist teuer und es mischen zu viele Vereine mit. Zudem ist es nahezu unmöglich, langfristig für Kontinuität im Kader zu sorgen, wenn die Talente den FC nur als Zwischenschritt sehen und sich nach ein bis zwei Saisons wieder verabschieden. Klar ist jedoch auch, dass die Verpflichtung eines Talents wie Reigan Heskey eine Art Statement-Transfer darstellt. Geht die Rechnung auf, winkt auch hier ein finanzieller Gewinn. Wichtig wird es nur sein, für Balance in den Transferentscheidungen zu sorgen und sich nicht abhängig vom englischen Markt zu machen. Denn dort bewegt man sich in finanziellen Gefilden, wo man als FC nicht mitspielen kann.


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