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·20. September 2026

Neuer Gladbach-Trainer: Alexander Blessin wird zum Topfavoriten

Artikelbild:Neuer Gladbach-Trainer: Alexander Blessin wird zum Topfavoriten

Borussia Mönchengladbach steckt nach vier Niederlagen und 16 Gegentoren tief in der Krise. Als möglicher Nachfolger auf der Trainerbank kristallisiert sich Alexander Blessin heraus, eine mündliche Einigung mit dem neuen Chefcoach soll bereits stehen.

Alexander Blessin, Cheftrainer des FC St. Pauli, gibt am 14. Februar 2026 in der BayArena in Leverkusen vor dem Bundesliga-Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC St. Pauli ein Interview. Foto: Christof Koepsel / Getty Images


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Nach dem 3:4 gegen den FSV Mainz 05 verschwand Rouven Schröder zunächst enttäuscht in der Kabine. Erst danach stellte sich der Gladbacher Sportchef den Fragen. Die Bilanz des Tabellenletzten ist verheerend: vier Spiele, kein Punkt, die anfälligste Abwehr der Liga.

Blessin rückt als Lösung für die Gladbach-Krise in den Fokus

„Vier Spiele, null Punkte, das ist der denkbar schlechteste Start“, sagte Schröder geknickt. „Das einzig Positive ist, dass die Saison noch nicht vorbei ist.“

Die Lage am Niederrhein ist dennoch schon nach vier Spieltagen alarmierend. Die Borussia braucht schnell einen neuen Impulsgeber, und vieles spricht derzeit für Alexander Blessin. Der frühere St.-Pauli-Coach, der den FC von 2024 bis 2026 trainierte, wird in mehreren Medien als Favorit auf den vakanten Posten geführt.

Auch in den sozialen Netzwerken liefern sich die Spekulationen neue Nahrung. Blessin folgt Borussia Mönchengladbach inzwischen bei Instagram und markierte am Samstagabend den Beitrag zum Mainz-Spiel mit einem Like. Ob diese Aktivitäten tatsächlich Rückschlüsse auf die Personalentscheidung zulassen, bleibt offen.

Schröder kündigte jedenfalls eine schnelle Verkündung an. Der neue Übungsleiter werde „zeitnah“ vorgestellt, erklärte der Sportchef. Mit dem Kandidaten gebe es bereits eine „mündliche Einigung“. Der künftige Mann müsse vor allem „eine gewisse Erfahrung“ im Umgang mit schwierigen Situationen besitzen. Das sei „ein elementar wichtiger Punkt.“

Defensive bricht auch gegen Mainz auseinander

Auf den neuen Chefcoach wartet eine Mammutaufgabe. Gladbach kassierte an den ersten vier Spieltagen bereits 16 Treffer. In 64 Bundesliga-Jahren hätte diese Zahl einen Negativrekord bedeutet, hätte Union Berlin diesen nicht bereits am Freitag mit 17 Gegentoren übertroffen.

Gegen Mainz offenbarte die VfL-Defensive erneut eklatante Räume und Abstimmungsprobleme. Phillip Tietz brachte die Gäste in der 18. Minute zum Ausgleich, Sheraldo Becker traf kurz vor der Pause in der Nachspielzeit zum 2:1. Nach dem Seitenwechsel erhöhten Eric Martel in der 78. Minute und Danny da Costa in der 89. Minute.

Für Gladbach traf Florian Neuhaus schon in der elften Minute. Der Rückkehrer, der zuvor eigentlich auf dem Abstellgleis stand, war von Interimstrainer Jan-Moritz Lichte überraschend in die Startformation beordert worden und überzeugte. Isac Lidberg verkürzte in der 59. Minute, ehe Shuto Machino in der fünften Minute der Nachspielzeit per Handelfmeter noch einmal traf.

Selbst ein Unentschieden wäre für Schröder bereits ein wichtiger Schritt gewesen. „Das ist einfach der Treibstoff in jedem Auto. Du brauchst etwas Zählbares in deiner Hand“, sagte er. Nach den Treffern von Tietz, Becker, Martel und da Costa blieb der Gladbacher Tank jedoch weiter leer.

Dabei bewies die Mannschaft zumindest Moral. Nachdem Kevin Diks einen Handelfmeter vergeben hatte, steckte sie nicht auf und erzielte nur zwei Minuten später den Treffer zum 2:2. Der neue Trainer erhält nun fast drei Wochen Zeit, um das verunsicherte Team auf das Derby beim 1. FC Köln vorzubereiten. Gesucht wird laut Schröder ein Mann, der „von außen kommt und die Dinge ganz nüchtern und klar analysiert“.

Blick zurück auf 2015: Gladbach schöpft Hoffnung aus der Vergangenheit

Ein Blick in die Vergangenheit liefert zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer. Nur einmal zuvor hatte Gladbach die ersten vier Bundesligapartien verloren, 2015. Damals führte der fünfte Spieltag ebenfalls nach Köln, wo die Borussia zunächst erneut verlor. Danach startete allerdings eine beeindruckende Aufholjagd, die am Ende in die Champions League führte. Von einem solchen Szenario ist der aktuelle Tabellenletzte derzeit allerdings Lichtjahre entfernt.

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