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·14. Februar 2026

Neuer Trainer, neuer Schwung? Was der FC Bayern gegen Werder beachten muss

Artikelbild:Neuer Trainer, neuer Schwung? Was der FC Bayern gegen Werder beachten muss

Am Samstagnachmittag (15:30 Uhr, live bei Sky) trifft der FC Bayern München auswärts auf den SV Werder Bremen. Es ist ein echtes Traditionsduell in der Bundesliga, doch die Vorzeichen könnten kaum unterschiedlicher sein. 

Der Rekordmeister geht als Tabellenführer in diese Partie und spielt bis dato eine sehr zufriedenstellende Saison mit nur kleinen Wacklern. Der Gastgeber von der Weser ging mit einem guten Gefühl in die Spielzeit, hat kürzlich aber den Trainer gewechselt, weil man sich in einer Negativspirale befindet.


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Bremen ist seit elf Bundesliga-Spielen sieglos, was der längste Wert aller aktuellen Bundesligisten ist. Alleine diese Zahl verdeutlicht, warum beim Bayern-Gegner eine Veränderung notwendig war. Daniel Thioune folgte auf Horst Steffen, verlor sein erstes Spiel in Freiburg mit 0:1.

Werder Bremen: Neuer Schwung mit Thioune?

In Bremen hofft man nun klar auf einen Trainereffekt. Das Freiburg-Spiel in der Kennenlernphase zwischen Mannschaft und Trainer lässt bisher nicht viele Rückschlüsse zu. Die komplette Trainingswoche vor dem Bayern-Spiel musste aus Werder-Sicht jetzt genutzt werden, um auf der inhaltlichen Ebene zu arbeiten, die typischen Thioune-Tugenden zu implementieren.

Doch was sind die typischen Thioune-Tugenden überhaupt? Der zweitligaerfahrene Coach setzt auf flexible Formationen, im Kern bleibt das Spiel aber oftmals relativ identisch. Thioune ist kein Trainer, der permanent intensives Pressing fordert, sondern setzt eher auf eine gute Kompaktheit. Lücken sollen konsequent geschlossen werden, die Außenspieler müssen, egal ob als Wingback oder klassischer Flügelspieler, mit nach hinten arbeiten.

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Foto: IMAGO

Der Gegner wird nicht permanent aggressiv angelaufen, das Pressing konzentriert sich eher auf wenige, dafür aber erfolgsversprechende Gelegenheiten. Thioune ist auch kein klassischer Ballbesitztrainer, sondern versucht immer, seine Mannschaften so variabel wie möglich einzustellen. Aus dem flachen Aufbau sollen ebenso Chancen kreiert werden wie aus dem Umschaltverhalten. Kompaktheit, nicht die maximale Intensität, dafür eine gute Flexibilität: So lässt sich das Konzept Thioune zusammenfassen.

Was der FC Bayern gegen Bremen beachten muss

Das klingt in der Theorie natürlich interessant, in der Praxis funktionierte die Umsetzung vor allem bei Thiounes letzter Station in Düsseldorf nicht immer. Zu oft drifteten die Spiele ab, zu oft wurden sie zu einem offenen Schlagabtausch, weswegen trotz Kompaktheits-Maxime am Ende zu viele Gegentore die Folge waren. Für den FC Bayern gibt es gegen Werder Bremen einige Aufgaben, die zu erledigen sind, um einen Sieg einzufahren.

Ziel des Gegners aus Bremen wird es sein, zunächst einmal die Null zu halten und punktuell Nadelstiche nach vorn zu setzen. Ein frühes Tor würde die Verunsicherung in der Werder-Defensive sofort wieder triggern. Die Mannschaft von Vincent Kompany ist also gut beraten, direkt zu Beginn der Partie zu attackieren.

Der zweite Schlüssel in diesem Spiel wird eine gute Konterabsicherung sein. Einerseits, um Werder gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen, und andererseits, weil das ohnehin die größte Baustelle neben dem Verteidigen von ruhenden Bällen ist. In den letzten fünf Ligaspielen kassierte Bayern sieben Gegentore und hielt dabei nicht einmal das eigene Tor sauber.

Kurzum: Für den FC Bayern wird es darauf ankommen, vor allem an die zweite Halbzeit aus dem Leipzig-Spiel anzuknüpfen und sich darauf einzustellen, dass sich bei Werder Bremen auch im Verlauf des Spiels sowohl die Systematik als auch die Herangehensweise schlagartig ändern wird. Wenn das gelingt, dann steht auch einem weiteren Sieg in der Bundesliga nicht mehr viel im Weg, Trainereffekt hin oder her.

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