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·22. Januar 2026
Nicht perfekt, aber effektiv: Kimmich spricht über Bayerns neue Art zu gewinnen

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·22. Januar 2026

Der FC Bayern hat sich mit dem 2:0-Erfolg gegen Royale Union Saint-Gilloise das direkte Weiterkommen in der Champions League gesichert, doch der Auftritt der Münchner war erneut kein Selbstläufer. Vor allem in der ersten Halbzeit tat sich der deutsche Rekordmeister schwer. Joshua Kimmich ordnete die Leistung nach dem Spiel dennoch gelassen ein – und lieferte dabei einen interessanten Einblick in die aktuelle Entwicklung der Mannschaft.
Der 30-Jährige machte deutlich, dass es zwar weiterhin ein klares Ziel sei, Spiele früh zu kontrollieren und möglichst schnell in eine komfortable Position zu bringen, sich die Bayern aber längst darauf eingestellt haben, andere Wege zum Erfolg zu finden. Gerade diese Fähigkeit zeichnet den FCB in dieser Saison immer häufiger aus.

Foto: IMAGO
„Es ist natürlich einfacher, wenn man die Spiele in den ersten 30 Minuten entscheidet“, erklärte Kimmich offen. Gleichzeitig verwies der Mittelfeldchef auf einen entscheidenden Faktor: die körperliche Verfassung der Mannschaft. Der FC Bayern sei aktuell in der Lage, Spiele auch in der Schlussphase zu dominieren und zu entscheiden.
Diese Aussage ist bemerkenswert, denn sie widerspricht dem lange gepflegten Selbstverständnis der Münchner, Begegnungen möglichst früh zu entscheiden. Kimmich betonte jedoch, dass gerade die Fitness ein großer Vorteil sei. Die Bayern hätten „kein Problem, die Spiele ab der 60. Minute zu entscheiden“, was sich bereits mehrfach in dieser Saison gezeigt habe.
Als Beispiele nannte er nicht nur das jüngste Duell gegen Leipzig, sondern auch Partien gegen den VfB Stuttgart, in denen der FCB erst spät für klare Verhältnisse sorgte. Für Kimmich ist deshalb klar: Auch wenn ein früher 3:0-Vorsprung vieles erleichtert, ist es kein zwingendes Muss mehr, um erfolgreich zu sein.
Noch deutlicher wurde Kimmich beim Blick auf die Gesamtform der Mannschaft. Kritik an schwächeren Spielphasen ordnete er als „Haar in der Suppe suchen“ ein. Zwar räumte er ein, dass nicht alles perfekt laufe, doch genau darin liege aktuell eine der größten Stärken des Teams.
Der Nationalspieler verwies darauf, dass selbst in Spielen, die „auf Messers Schneide“ standen, der FC Bayern am Ende häufig die Oberhand behielt. Gerade das Spiel gegen Leipzig sei ein anschauliches Beispiel gewesen, da auch dort der Gegner hochkarätige Chancen hatte und Manuel Neuer mehrfach entscheidend eingreifen musste.
Für Kimmich ist entscheidend, dass die Mannschaft solche 50:50-Spiele immer häufiger auf ihre Seite zieht. Ausschlaggebend seien dabei mehrere Faktoren: ein starker Teamspirit, individuelle Qualität und Spieler, die seit Wochen und Monaten in herausragender Form sind. Diese Mischung sorge dafür, dass der FC Bayern auch dann gewinnt, wenn der Spielverlauf nicht klar dominiert wird.
Diese neue Reife könnte mit Blick auf die kommenden Aufgaben in der Champions League von enormer Bedeutung sein. Denn gerade in der K.o.-Phase entscheiden oft nicht perfekte Leistungen, sondern mentale Stärke, Geduld und Effizienz. Eigenschaften, die der FC Bayern laut Kimmich derzeit mehr denn je verkörpert.







































