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·4. Oktober 2026
Oliver Bierhoff warnt vor Kimmich-Debatte

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Die Diskussion um Joshua Kimmichs Rolle im DFB-Team nimmt weiter Fahrt auf. Oliver Bierhoff stellt sich klar hinter den Kapitän, Jürgen Klopps Kaderplanung und den neu entstandenen Konkurrenzkampf im Mittelfeld.

MÜNCHEN, DEUTSCHLAND – 01. Dezember 2025: Oliver Bierhoff nimmt an einem Live-Talk auf der Sportmesse ISPO Munich 2025 auf dem Messegelände München teil. (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
Der frühere DFB-Boss hält es für verfrüht, nach dem überzeugenden Sieg gegen Serbien eine grundsätzliche Stammplatzdebatte über Kimmich zu eröffnen.
Joshua Kimmich (31) steht im Mittelpunkt einer intensiv geführten öffentlichen Debatte. Nachdem der DFB-Kapitän in der laufenden Nations-League-Phase zwei Einsätze absolviert hatte, darunter das 0:1 gegen Griechenland, schickte ihn Jürgen Klopp wie vorgesehen zurück nach Hause. Kimmich hätte allerdings lieber weiter bei der Mannschaft bleiben wollen und soll sich um einen Verbleib bemüht haben.
Hintergrund ist Klopps außergewöhnlich großer 44-Mann-Kader, den der Bundestrainer für die Nations-League-Phase in zwei Gruppen aufgeteilt hatte. Oliver Bierhoff (58) verteidigte diesen Ansatz in der BILD-Sendung „Die Lage der Liga“ ausdrücklich: „Jürgen Klopp hat mit dem 44-Mann-Kader eine bewusste Entscheidung getroffen, um in dieser Phase vielen Spielern eine Chance zu geben“.
Dass Kimmich mit seiner Abreise nicht zufrieden war, bewertet Bierhoff keineswegs negativ. „Dass Joshua am liebsten geblieben wäre, zeigt doch nur seinen Ehrgeiz. Das wollen wir ja sehen.“ Für den ehemaligen DFB-Manager ist der Konkurrenzgedanke damit kein Problem, sondern ein wichtiger Impuls für die Nationalmannschaft.
Besonders nach dem 2:0 der deutschen Auswahl gegen Serbien ohne ihren Kapitän gewann die Diskussion an Dynamik. Im Mittelfeld überzeugte eine junge Achse mit Florian Wirtz, Tom Bischof und Aleksandar Pavlovic, die auf dem Platz sichtbar harmonierte.
Bierhoff mahnt dennoch zur Zurückhaltung: „Der Sieg hat die öffentliche Debatte natürlich befeuert. Es ist absolut positiv, dass eine junge Achse so befreit aufspielt. Aber daraus eine generelle Stammplatz-Frage abzuleiten, ist voreilig.“ Den Status des Kapitäns infrage zu stellen, hält er folglich für den falschen Schluss. Dabei verweist Bierhoff auch auf Experten wie Stefan Effenberg, die eine vergleichbare Einschätzung vertreten.
In einer BILD-Live-Show wurde die Frage aufgeworfen, ob Joshua Kimmich die Kapitänsbinde abgeben sollte. Das 51 Sekunden lange Video wurde am 4. Oktober 2026 veröffentlicht.
Auch Klopps gereizte Reaktion auf der Pressekonferenz wertet Bierhoff als eindeutige Unterstützung für Kimmich. Der Bundestrainer hatte mit den Worten „Ich gebe auf. Macht, was ihr wollt“ auf die Debatte reagiert. Für Bierhoff steckt darin eine klare Botschaft: „Jürgen Klopps Reaktion sagt doch alles. Er hat sich an dieser von außen herbeigeredeten Krise nicht beteiligt und im selben Atemzug betont, dass Joshua für ihn ein absoluter Schlüsselspieler ist. Intern gibt es da keine zwei Meinungen.“
Bierhoff sieht deshalb keine offene Frage über Kimmichs Einsatzzeit, sondern vor allem eine Chance für das gesamte Team: „Für uns stellt sich die Frage also nicht, ob Kimmich spielt, sondern wie wir den gesunden Konkurrenzkampf, den wir jetzt offensichtlich haben, am besten für die Mannschaft nutzen. Und darüber kann jeder Trainer nur froh sein.“







































