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·24. September 2026
Paris Brunner gesperrt: LFP reagiert auf umstrittene Jubelgeste

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Der französische Fußball-Ligaverband LFP hat Paris Brunner nach dessen umstrittener Jubelgeste beim Auswärtsspiel der AS Monaco bei Racing Straßburg für zwei Ligaspiele gesperrt. Zwei weitere Partien wurden zur Bewährung ausgesetzt. Die Disziplinarkommission verkündete das Urteil am Mittwochabend, wie mehrere französische Medien übereinstimmend berichteten.
OLIVA, SPANIEN – 14. November 2025: Paris Brunner von der deutschen U20-Nationalmannschaft vor dem U20-Länderspiel gegen Rumänien im Oliva Nova Sports Center. (Foto: Mateo Villalba Sanchez/Getty Images for DFB)
Auslöser war die Partie am 4. Spieltag der Ligue 1 am 12. September 2026. Beim Stand von 1:1 – Sadibou Sané hatte per Eigentor in der 52. Minute für die Führung der Gastgeber gesorgt, Brunner glich in der 71. Minute mit einem sehenswerten Treffer aus – deutete der 20-jährige Stürmer in Richtung des Heimfanblocks eine Bewegung an, die als Schnitt durch die Kehle interpretiert wurde. Die Anhänger von Racing Straßburg reagierten mit einem Pfeifkonzert. Schiedsrichter Éric Wattellier ahndete die Geste auf dem Platz nicht; nach Informationen von »L’Équipe« gab er in seinem Spielbericht an, die Szene nicht gesehen zu haben. Der Ethikrat der LFP brachte den Fall daraufhin vor die Disziplinarkommission.
Die Kommission entschied auf eine Sperre von insgesamt vier Spielen, wobei zwei Partien zur Bewährung ausgesetzt wurden. Die Sanktion tritt mit dem nächsten Ligaspiel in Kraft. Damit fehlt Brunner der AS Monaco in den kommenden Begegnungen gegen den FC Toulouse am 10. Oktober sowie acht Tage später beim FC Lorient. Sollte sich der Angreifer in der Bewährungszeit nichts mehr zuschulden kommen lassen, bleiben die zwei zusätzlichen Spiele ausgesetzt.
LIVERPOOL, ENGLAND – 09. August 2026: Paris Brunner von der AS Monaco im Zweikampf mit Liverpools Luke Chambers während des Testspiels zwischen dem FC Liverpool und Monaco an der Anfield Road. (Foto: Naomi Baker/Getty Images)
Der deutsche U21-Nationalspieler äußerte sich bereits unmittelbar nach der Partie gegenüber »L’Équipe« zu den Hintergründen. Er gab an, sich von den Straßburger Anhängern provoziert gefühlt zu haben: »Sie haben über meine Familie, meine Mutter und meinen Vater gesprochen. Ich konnte diejenigen sehen, die mich beleidigt haben.« Nach dem Tor seien viele Emotionen im Spiel gewesen. »Ich wollte nicht respektlos sein«, so Brunner. »Es wurde falsch verstanden. Was ich sagen wollte, war: Was für ein Tor, das war’s.« Auf die Frage, ob er die Geste bereue, antwortete er: »Ich würde nicht sagen, dass ich es bereue, aber das war nicht die Botschaft, die ich vermitteln wollte.«
Monacos Cheftrainer Filipe Luís stellte sich schützend vor seinen Stürmer, ohne den Vorfall zu verharmlosen: »Paris ist ein sehr leidenschaftlicher, intensiver Junge. Er hat einen Fehler gemacht. Das hat er sofort erkannt. Er hat sich entschuldigt. Der Verein nimmt diese Angelegenheit sehr ernst. Wir hoffen, dass sich so etwas nicht wiederholt.« Der Klub ließ verlauten, den Beschluss der Disziplinarkommission »voll und ganz respektieren« zu wollen.
Sportlich befindet sich Brunner in bestechender Frühform. Nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zur AS Monaco 2024 und einer Leihsaison bei Cercle Brügge hatte sich der Angreifer in Monaco lange nicht durchsetzen können. Unter Neu-Trainer Filipe Luís, der seit dieser Saison an der Seitenlinie steht, nutzt Brunner seine Chance: In den ersten sieben Pflichtspielen erzielte er sechs Treffer. Diese Form brachte ihm auch die erste Nominierung in die deutsche U21-Nationalmannschaft ein. Antonio Di Salvo berief ihn für die anstehenden Länderspiele; ein Debüt gegen Lettland war für den Samstag nach der Sperrentscheidung vorgesehen.
Brunner galt in Dortmund als außergewöhnliches, aber auch als kompliziertes Talent. Der BVB hatte ihn zeitweise aus »disziplinarischen Gründen« suspendiert, ohne Details zu nennen. Der Wechsel nach Monaco sollte dem damals 18-Jährigen einen Neuanfang ermöglichen. Nach der Leihe nach Brügge und einer Phase ohne Einsatzzeiten in Monaco deutete in dieser Saison alles auf den endgültigen Durchbruch hin – bis zur Kopf-ab-Geste in Straßburg die Disziplinarkommission einschritt.























