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·24. September 2026

Sperre und Bewährung für Brunner nach Kopf-ab-Geste in Straßburg

Artikelbild:Sperre und Bewährung für Brunner nach Kopf-ab-Geste in Straßburg

Paris Brunner ist von der Disziplinarkommission des französischen Ligaverbands LFP nachträglich bestraft worden. Grund ist eine Provokation beim 1:1 der AS Monaco bei Racing Straßburg am vierten Ligue-1-Spieltag. Der deutsche U21-Nationalspieler muss für die kommenden zwei Partien pausieren, zwei weitere Spiele Sperre wurden zur Bewährung ausgesetzt. Damit fehlt Brunner den Spielen gegen den FC Toulouse am 10. Oktober und beim FC Lorient acht Tage später.

Was in Straßburg passierte

Brunner hatte in der 71. Minute den Ausgleich für Monaco erzielt und seinen Torjubel in Richtung des gegnerischen Fanblocks mit einer angedeuteten Kehlenschnitt-Geste begleitet. Die Straßburg-Anhänger reagierten mit lautstarken Pfiffen.


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Auf dem Platz blieb die Geste zunächst folgenlos. Schiedsrichter Éric Wattellier erklärte laut „L’Équipe“, er habe die Aktion nicht gesehen. In seinem Bericht hielt er demnach fest, dass er Brunner vom Platz gestellt hätte, wenn er die Geste wahrgenommen hätte.

Der französische Conseil national de l’éthique (CNE) griff den Vorfall anschließend von sich aus auf und leitete ihn an die Disziplinarkommission der LFP weiter. Die entschied nun auf vier Spiele Sperre, davon zwei unbedingt und zwei auf Bewährung. Die Sanktion tritt am 29. September in Kraft.

Brunners eigene Version

Brunner erklärte nach der Partie gegenüber „L’Équipe“, er habe sich von Beleidigungen aus dem Straßburger Fanblock provoziert gefühlt. Über ihn und seine Eltern sei gesprochen worden, und er habe die entsprechenden Personen ausmachen können.

Zur Geste selbst sagte er, nach seinem Treffer seien sehr viele Emotionen im Spiel gewesen. Respektlos habe er niemanden behandeln wollen. Bereuen wolle er die Aktion zwar nicht vollständig, sie sei aber falsch verstanden worden. Seine eigentliche Botschaft habe lediglich gelautet: „Was für ein Tor, das war’s.“

Später entschuldigte sich Brunner zudem für die Aktion. Die Erklärung änderte allerdings nichts daran, dass die LFP den Jubel als sanktionswürdiges Verhalten einstufte.

Reaktion des Klubs

Trainer Filipe Luís stellte sich nach dem Spiel grundsätzlich hinter seinen Angreifer, ordnete den Vorfall aber klar als Fehler ein.

Brunner sei ein leidenschaftlicher, intensiver Spieler, habe einen Fehler gemacht, diesen sofort erkannt und sich entschuldigt. Der Klub nehme die Angelegenheit sehr ernst und hoffe, dass sich so etwas nicht wiederhole, erklärte der Monaco-Trainer.

Damit ist die Sache für Brunner sportlich allerdings noch nicht erledigt. Die beiden unbedingt verhängten Spiele kosten ihn zwei Ligue-1-Partien, während die beiden Bewährungsstrafen zunächst folgenlos bleiben.

Sportlicher Aufschwung trotz Sperre

Sportlich durchlebt Brunner derzeit die beste Phase seiner noch jungen Karriere. Der frühere U17-Welt- und Europameister wechselte 2024 von Borussia Dortmund nach Monaco und wurde anschließend für eine Saison an den belgischen Erstligisten Cercle Brügge verliehen.

Nach seiner Rückkehr fand Brunner zunächst kaum Einsatzzeiten. Unter Neu-Trainer Filipe Luís hat sich das geändert: Der 20-Jährige ist mittlerweile eine feste Größe und kommt nach sieben Pflichtspielen auf sechs Tore. Vier davon erzielte er in der Ligue 1. Damit gehört Brunner aktuell zu den besten Torschützen Monacos und ist in der französischen Liga ganz oben dabei.

Seine starke Form blieb auch beim DFB nicht unbemerkt. U21-Bundestrainer Antonio Di Salvo berief Brunner erstmals in seinen Kader für die abschließenden EM-Qualifikationsspiele.

Sein mögliches Debüt könnte bereits am Samstag erfolgen. Dann trifft die deutsche U21 in Riga auf Lettland. Anschließend stehen noch die Partien gegen Malta am 30. September und Georgien am 6. Oktober auf dem Programm.

Brunner steht damit gerade exemplarisch für zwei völlig unterschiedliche Entwicklungen: Auf dem Platz hat er bei Monaco den nächsten Schritt gemacht, daneben sorgt ausgerechnet eine unnötige Geste für die erste größere Negativschlagzeile seiner Saison.

Jetzt muss er zeigen, dass er aus beidem die richtigen Schlüsse zieht.

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