Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung? | OneFootball

Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung? | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: come-on-fc.com

come-on-fc.com

·20. September 2026

Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung?

Artikelbild:Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung?
Artikelbild:Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung?

OneFootball Videos


Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung?

Artikelbild:Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung?

Simon Bartsch

20 September, 2026

Die Pfiffe im Stadion waren am Samstag kaum zu überhören. Die Kritik am Trainer ist unter einigen Fans schon länger ein Thema. Dabei haben sich die FC-Verantwortlichen für einen Weg entschieden der Zeit und auch Geduld benötigt beim 1. FC Köln: Der eingeschlagene Weg braucht Geduld.

René Wagner ist nicht gerade unbelastet in die neue Spielzeit gestartet. Am Samstag gab es das erste Mal Pfiffe gegen die Leistung seiner Mannschaft. Doch der Weg, den Die Kölner gehen wollen, erfordert Geduld.

René Wagner und Thomas Kessler tauschen sich während einer Einheit aus

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Artikelbild:Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung?

Teil’ diesen Beitrag mit deinen Freunden:

Artikelbild:Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung?
Artikelbild:Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung?
Artikelbild:Pfiffe im Stadion: Überholt die kippende Stimmung Wagner und das Team auf dem Weg der Entwicklung?

Die Pfiffe waren im Volksparkstadion eigentlich kaum zu überhören. Die Mannschaft wurde mit den Unmutsbekundungen der mitgereisten Fans vom Platz geschickt. Die Enttäuschung war natürlich mehr als verständlich. Der FC hatte ordentliche Ansätze gezeigt, gegen das bis dahin tor- und punktlose Team aus Hamburg aber dennoch eine 1:2-Pleite hinnehmen müssen. Eine schmerzhafte – denn mal abgesehen von der Leistung und der Niederlage kommen die Geißböcke ohne Punkte zurück. Nach dem vierten Spieltag stehen vier Zähler auf dem Konto, doch von einer Ebene höher betrachtet hat der FC gegen die direkte Konkurrenz eben auch nur einen Punkt eingefahren. Damit kann man in Köln nicht zufrieden sein. Aber Thomas Kessler betonte schon in der vergangenen Woche im Tenor, dass nun nicht alles infrage gestellt werde. Zumal der FC im Sommer eine Mannschaft formiert hat, bei der Entwicklung nicht mehr nur ein Schlagwort ist. Es ist der kommende Weg.



Appell vom Geschäftsführer

Kessler hatte den Unmut nicht so wahrgenommen. „Ich glaube, wir haben es geschafft, das hier nach drei sehr schlechten Spielen eine Stimmung erzeugt wird, wo man sehr wohlwollend damit umgegangen ist, dass der HSV sich gegen den 1. FC Köln mit einem tiefen Block in einem 5-4-1 hinten reingestellt hat“, sagte Kessler. Hamburg war mit drei Niederlagen und einem Torverhältnis von 0:12 in die Partie gegangen und wurde dennoch von den eigenen Fans bei der konzentrierten Defensivarbeit unterstützt. Zwischen den Zeilen ließ sich daraus sicherlich eine Botschaft lesen: So wie beim HSV wird auch beim FC Geduld gefragt sein. „Deswegen kann ich nur appellieren. Es hat niemand gesagt, dass es eine superleichte Saison wird und wir da einfach durchgleiten. Wir wissen um unsere Themen und dass wir daran arbeiten müssen“, sagte der Geschäftsführer Sport. Doch gerade der Geduldsfaden scheint bei einigen Fans in Bezug auf den Trainer zu reißen.

Die Pfiffe im Stadion, Kritik in den Sozialen Medien. Wagner ist ohnehin nicht mit den großen Vorschusslorbeeren in die neue Spielzeit gestartet. Nach den eher mäßigen Auftritten zum Ende der vergangenen Spielzeit hatten sich nicht wenige Anhänger einen Wechsel auf der Kommandobrücke gewünscht. Die Punkteausbeute und die Auftritte der vergangenen Spielzeit waren nicht unbedingt ein Bewerbungsschreiben für eine weitere Zusammenarbeit. Die Verantwortlichen entschieden sich dennoch ganz bewusst für die Kommunikation des Trainers, das akribische Arbeit und die Fähigkeit, Spieler zu entwickeln. Diese Entscheidung muss nun auch im Stadion Gegenwind aushalten. Dass sich Unzufriedenheit ausgerechnet am Trainer entlädt, gehört im Fußball zu den wenig überraschenden Mechanismen. Der Coach stellt auf, der Coach wechselt, der Coach gibt die Richtung vor – und am Ende wird ein Trainer zwangsläufig an Ergebnissen gemessen.

„Jeder Fan hat generell das Recht, seine Meinung zu äußern“

Fakt ist: Es sind gerade einmal vier Spieltage gespielt, die Kölner haben bislang vier Punkte eingefahren und in Köln kann die Stimmung bekanntlich schnell kippen. Thomas Kessler hat im Sommer den nächsten Umbruch vollzogen, es wurden zahlreiche Spieler erst spät integriert, manche nachdem das erste Pflichtspiel gespielt war. Es kann noch nicht alles klappen. Und genau das werden die FC-Verantwortlichen sicherlich auch im Hinterkopf bei ihrem Weg als Entwicklungsclub haben. Natürlich wird der Trainer am Ende an seinen Ergebnissen gemessen werden, doch sicherlich nicht nach dem vierten Spieltag. „Jeder Fan hat generell das Recht, seine Meinung zu äußern. Aber es gehört zu unserem Weg dazu, dass wir hart arbeiten müssen“, sagte Wagner. „Dann werden die Spiele auch in unsere Richtung kippen. Wir werden leider nicht jedes Bundesligaspiel gewinnen. Enttäuschung gehört dazu. Aber wir müssen aus den Spielen gemeinsam lernen und in den entscheidenden Momenten zusammenzustehen.“

Die Kritik im Stadion und in den Sozialen Medien wird Wagner erst einmal aushalten. Er weiß auch, wie schnell die Stimmung in Köln kippt. Das hat der Coach als Assistenztrainer oft genug mitbekommen. Die ersten Pfiffe zeigen aber, dass Wagner für diese Entwicklung möglicherweise weniger Ruhe bekommen wird, als man sich beim FC wünschen dürfte.

Impressum des Publishers ansehen