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·3. Februar 2026
Pokalfight gegen St. Pauli: Die Bayer-Angst vor dem Außenseiter

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Die aufwühlende Albtraumnacht auf der Bielefelder Alm verfolgt Robert Andrich noch immer. Jenes Halbfinale, in dem sich Bayer Leverkusen im Vorjahr gegen den damaligen Drittligisten bis auf die Knochen blamierte, sei „schon eine bittere, aber verdiente Nummer“ gewesen, betont der Kapitän auch zehn Monate später noch.
Der peinliche K.o. liefert dazu den eindrücklichsten Beleg für einen unrühmlichen Trend der vergangenen Jahre: Im DFB-Pokal wird die Werkself allzu oft von einer unerklärlichen Angst vor Außenseitern heimgesucht. Auch deshalb warnte Andrich vor dem Viertelfinale gegen den FC St. Pauli, dass auf die Rheinländer „kein einfaches Spiel“ zukomme.
Regelmäßig versagten Bayer als klarer Favorit zuletzt die Nerven – ob gegen Rot-Weiss Essen, den Karlsruher SC, die SV Elversberg oder Bielefeld. 2024 gewann Leverkusen zwar den Pokal, in fünf Jahren ließ sich die Werkself aber ansonsten viermal von einem Underdog überrumpeln.
„Nichtsdestotrotz sind wir selbstbewusst und wollen das Ding zu Hause ziehen, sodass wir zumindest schonmal ins Halbfinale kommen“, sagte Andrich vor dem Duell mit dem abstiegsbedrohten Ligakonkurrenten am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF und Sky). Der aufblühende Rekordtransfer Malik Tillman sprach bereits von einem „Finale“: Nur der Gewinner komme weiter, „das sollte Motivation genug sein“.
Zumal St. Pauli in der Liga von den vergangenen 17 Spielen nur eines gewonnen hat. Vielleicht, meinte aber Trainer Alexander Blessin, sei der Pokal daher eine „willkommene Ablenkung“ zum Abstiegskampf. „Wir haben Gladbach rausgeschmissen, Hoffenheim rausgeschmissen – und warum soll es nicht auch in Leverkusen gelingen“, fragte er.
Eine Warnung an den Favoriten, der nach einem Fehlstart ins neue Jahr zurück in die Spur gefunden hat? Bayers kleine Erfolgsserie mit drei Siegen nacheinander wollte Andrich nicht überbewerten. Er sei „nun mal so gepolt, ich kann das nicht überspielen, wenn ich das Gefühl habe, dass das noch nicht ausreichend ist“, sagte er.
Denn allzu gefestigt wirkt das Gerüst von Trainer Kasper Hjulmand trotz der guten Ergebnisse nicht. „Zwiegespalten“ sei er, sagte Andrich, nachdem sein Team gegen die kriselnden Frankfurter in Überzahl noch einmal in Bedrängnis geraten war (3:1): „Wir können schon noch mal langsam einen Step nach vorne machen, wenn es brenzlig wird im Spiel.“
Am besten schon im Pokalfight gegen St. Pauli, um zum dritten Mal in Serie das Halbfinale zu erreichen. Dann jedenfalls wäre das Endspiel im Berliner Olympiastadion zum Greifen nahe. „Der Ansporn ist immer da, wieder dahin zu kommen, wenn man es mal erlebt hat“, sagte Andrich.










































