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·28. August 2026
René Wagner mahnt vor der Spielidee des kommenden Gegners, die des 1. FC Köln ist noch nicht erkennbar

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Matthias Wilhelm
28 August, 2026
René Wagner absolvierte in diesem Sommer seine erste vollständige Vorbereitung als Cheftrainer des 1. FC Köln. Das erste Pflichtspiel der Saison ist ebenfalls schon Geschichte. In einem mühsamen Duell setzten sich die Geißböcke am Ende in Würzburg mit 2:1 durch und zogen in die zweite Pokalrunde ein. Von einem dominanten und überzeugenden Auftritt kann allerdings nicht die Rede sein. Eine eindeutige Spielidee war ebenfalls nicht erkennbar. Kurz vor dem Bundesligastart gegen Hoffenheim stellt sich die Frage, welche Idee der FC überhaupt hat, um erfolgreich zu sein.
René Wagner vom 1. FC Köln (Neil Baynes / Getty Images)
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„Viel Intensität, viel Tiefe, viel Leidenschaft – auch gegen den Ball“, beschrieb Wagner den kommenden Gegner. Einige klare Eigenschaften der Sinsheimer. Über die Herangehensweise seines eigenen Teams sprach der Trainer da schon deutlich weniger. Lediglich zu den Startelfeinsätzen von Marius Bülter und Jan Thielmann in Würzburg teilte Wagner seine Gedanken im Vorfeld. „Generell ist die Idee, wenn beide auf dem Feld stehen, dass sie natürlich über Intensität und auch über das Spiel mit dem Ball ihre Momente finden sollen“, erklärte der 38-Jährige. Theoretisch ein interessanter Ansatz, der in Würzburg allerdings nicht aufging. Beide Offensivspieler blieben blass und konnten am Montag nicht überzeugen. Auch die gewünschte Intensität fehlte.
Während Thielmann als Aushilfszehner aufgelaufen ist, blieb Bülters genaue Rolle dagegen unklar. Auch die gewünschte Strafraumbesetzung mit Ex-Hoffenheimer, der „ein Spieler ist, der auch gerne mal in der Box ankommen kann“, kam selten zustande. Nun ist ein Pokal-Erstrundenspiel immer etwas Besonderes und sollte nicht überbewertet werden, aber klar ist: Gegen Hoffenheim muss eine Leistungssteigerung folgen.
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Nach einigen Veränderungen des Kaders im Sommer läuft beim FC sichtlich noch nicht alles rund. In Würzburg wirkte das Kölner Spiel wenig kreativ. Viele Bälle wurden auf Said El Mala gespielt, in der Hoffnung, dass daraus ein Tor – zumindest Chancen entstehen könnte. Diese Chancen blieben allerdings Mangelware. In der Rückschau auf Würzburg spricht Wagner von „ein bis zwei Themen, die wir uns nochmal genauer angesehen haben.“ Dazu gehört das Herausspielen von Torchancen, insbesondere gegen tiefstehende Gegner. Ein Problem, das am Geißbockheim bereits bekannt ist. In der Bundesliga ist die Ausgangslage jedoch, wie der Cheftrainer ebenfalls betont, häufig eine andere. Gegen viele Gegner ist der FC zunächst in der Außenseiterrolle und kann deutlich abwartender agieren.
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Im Test gegen Real Sociedad wurde beispielsweise viel mit langen Bällen gearbeitet. Mit Ragnar Ache hat der FC einen körperlich robusten Spieler, der Bälle gut abschirmen und weiterleiten kann. Gerade im schnellen Umschaltspiel hat der FC einige Waffen in den eigenen Reihen, die jede Abwehr vor Probleme stellen können. Said El Mala, Linton Maina und Reigan Heskey bringen das entsprechende Tempo mit, um blitzschnell in die Tiefe zu starten. Außerdem stehen mit Alessio Castro-Montes, Jahmai Simpson-Pusey und Isak Johannesson gleich mehrere Spieler im Kader, denen solche Zuspiele zuzutrauen sind.
Die Rückkehr von Ellyes Skhiri eröffnet dem FC neue Möglichkeiten. Während Tom Krauß insbesondere durch seine harte Zweikampfführung und seinen Kampfgeist glänzt, kann der Tunesier dem Spiel wesentlich mehr Struktur verleihen. Skhiri ist oft anspielbar und in der Lage, das Tempo zu regulieren. Darüber hinaus fängt er häufig Pässe ab und kann anschließend den direkten Gegenangriff einleiten.
Seit Wochen warten die FC-Fans auf die Verpflichtung von Mikey Moore. Der talentierte Engländer soll die Qualität in der Offensive weiter erhöhen und gemeinsam mit El Mala zum neuen gefürchteten Kölner Offensiv-Duo avancieren.
Wie die Geißböcke unter Wagner in der Bundesliga auftreten werden, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Nach der Vorbereitung und dem holprigen Weiterkommen im DFB-Pokal gibt es kurz vor dem Bundesligaauftakt noch viele Fragezeichen rund um den 1. FC Köln.
Der 1. FC Köln hat die Saison 2025/26 mit 32 Punkten auf Platz 14 beendet.
Das Standardsystem unter René Wagner ist gerade offensiv flexibel. Vor einer Viererkette spielen zwei Sechser, zwei Außenspieler und zwei zentrale die häufig in verschiedenen Räumen auftauchen.
Im aktuellen Kader des 1. FC Köln ist der dienstälteste Spieler Jan Thielmann. Er debütierte im Dezember 2019 bei einem 2:0-Heimsieg gegen Bayer Leverkusen für die Profis.







































