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·6. Juli 2026

Ronaldo gegen Yamal: Das Achtelfinale der zwei Epochen

Artikelbild:Ronaldo gegen Yamal: Das Achtelfinale der zwei Epochen

Als Cristiano Ronaldo 2004 sein erstes großes Turnier spielte, war Lamine Yamal noch nicht geboren. Heute Abend stehen beide auf demselben Rasen in Dallas – und nur einer von ihnen fährt ins Viertelfinale.

23 Jahre Altersunterschied, ein Stadion mit 80.000 Plätzen, ein Nachbarschaftsduell mit Titelambitionen auf beiden Seiten: Das Achtelfinale zwischen Portugal und Spanien ist der Kracher dieser K.-o.-Runde. Der Sieger trifft im Viertelfinale auf den Gewinner der Partie USA gegen Belgien.


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Die Ausgangslage: makellos gegen mühsam

Spanien hat die stillste Machtdemonstration dieses Turniers geliefert. Nach dem zähen 0:0 gegen Kap Verde folgten drei Siege ohne Gegentor – 4:0 gegen Saudi-Arabien, 1:0 gegen Uruguay, 3:0 gegen Österreich. Acht Tore, null Gegentore. Beim Sechzehntelfinale gegen die ÖFB-Elf ließ La Roja als erste Mannschaft seit 2014 in einem WM-K.-o.-Spiel keinen einzigen Torschuss zu. Rechnet man Elfmeterschießen heraus, ist der Europameister seit 35 Pflichtspielen ungeschlagen.

Portugal? Stolperte. Das 1:1 gegen die DR Kongo zum Auftakt brachte Ronaldo eine Grundsatzdebatte ein, das 0:0 gegen Kolumbien kostete den Gruppensieg. Dazwischen ein 5:0 gegen Usbekistan, danach das 2:1-Drama gegen Kroatien – mit Ronaldos Ausgleich per Foulelfmeter, Gonçalo Ramos‘ Kopfball in der Nachspielzeit und einem aberkannten kroatischen Treffer wegen hauchdünnen Abseits. Souverän geht anders. Weiter ist weiter.

41 gegen 18: zwei Karrieren, ein Abend

Ronaldo hat bei diesem Turnier dreimal getroffen und ist damit der erste Spieler der Geschichte, der bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat. Gegen Kroatien gelang ihm zudem sein erstes Tor in einer WM-K.-o.-Runde überhaupt. Laut seiner Schwester Katia Aveiro dürfte es seine letzte WM sein – er selbst will erst nach dem Turnier entscheiden. Yamal dagegen fängt gerade erst an: erstes WM-Turnier, erstes WM-Tor gegen Saudi-Arabien, und in einer Woche wird er 19.

Das eigentliche Duell heißt Rodri gegen Vitinha

So sehr die beiden Gesichter des Abends das Rampenlicht besetzen – entschieden wird diese Partie voraussichtlich im Zentrum. Weltfußballer Rodri dirigiert mit Pedri den spanischen Maschinenraum, Portugal hält mit dem PSG-Duo Vitinha und João Neves dagegen. Wer dort die Kontrolle gewinnt, bestimmt Tempo und Räume. Gelingt das Portugal, bekommen Leão und Neto Konterflächen gegen eine hoch stehende Abwehr. Gelingt es nicht, wird es ein langer Abend für die Viererkette um Rúben Dias.

  1. Anstoß: Montag, 6. Juli 2026, 21:00 Uhr MESZ (14:00 Uhr Ortszeit)
  2. Ort: Dallas Stadium (AT&T Stadium), Arlington/Texas
  3. Schiedsrichter: Anthony Taylor (England), Vierter Offizieller: Felix Zwayer
  4. TV: ZDF (ab 20:15 Uhr, Kommentator Oliver Schmidt) und MagentaTV (ab 20:00 Uhr)

Spaniens Muster – Portugals Trumpf

Bleibt ein Schönheitsfehler in der spanischen Bilanz, und der hat es in sich: Seit dem Titel 2010 hat Spanien bei keiner WM mehr ein Achtelfinale überstanden – 2018 und 2022 war jeweils in dieser Runde Schluss. Und Portugal weiß, wie man diesen Gegner schlägt: Das Nations-League-Finale 2025 gewann die Seleção gegen Spanien im Elfmeterschießen. Man kann das als Fußnote abtun. Man kann es auch als Muster lesen.

Die Papierform spricht für Spanien, die Geschichte dieser Paarung für ein enges Spiel – beim bislang einzigen WM-Achtelfinale beider Nachbarn siegte Spanien 2010 mit 1:0 und wurde anschließend Weltmeister. Eine Epoche verabschiedet sich, die nächste klopft an, und dazwischen liegen 90 Minuten, vielleicht mehr. Dieses Spiel gehört eingeschaltet.

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