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·24. September 2026
Wagners Anspruch, andere Statistik: Dem 1. FC Köln fehlt ausgerechnet das, was ihn letzte Saison auszeichnete

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Simon Hense
24 September, 2026
Gerade im Kampf gegen den Abstieg sind Grundlagen wie die Laufbereitschaft einer Mannschaft sehr wichtig. Nicht umsonst äußerte der Trainer unlängst den Wunsch, die fitteste Mannschaft der Liga zu stellen. In einiger dieser Statistiken hinkt der FC aber zum Saisonstart noch hinterher.
Mikey Moore im Zweikampf um den Ball
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Wenn man bei Trainern nachfragt, für was für einen Spielstil ihre Mannschaft stehen soll, ist dieses Wort wohl eines der am häufigsten genannten: Intensität. Auch FC-Coach René Wagner hat den Begriff bereits benutzt. „Und generell geht es um Intensität. Wir waren letztes Jahr eine der intensivsten Mannschaften und das werden wir beibehalten“ meinte der Coach schon zu Beginn der Vorbereitung auf die Frage, worauf bei Neuzugängen geachtet werde. Und an diesem Anspruch an sein Team hat sich seitdem nichts geändert. Allerdings zeigt die Statistik, dass es seiner Mannschaft noch schwer fällt, dem auch gerecht zu werden.
Denn gerade die läuferischen Daten, die die Bundesliga veröffentlicht, belegen, dass der FC noch deutlichen Nachholbedarf hat. So liegen die Geißböcke mit Blick auf die Laufdistanz gerade mal auf Platz 14 mit 464 Kilometern. Im Schnitt liefen sie damit pro Spiel knapp acht Kilometer weniger als Bayern München, die in dieser Statistik Spitzenreiter sind. In Sachen Sprints sind die Kölner mit Rang zwölf immerhin im unteren Mittelfeld. Aber damit immer noch deutlich entfernt von Wagners Ziel, eine der intensivsten Mannschaften der Liga zu sein.
Noch extremer wird es, wenn man auf die Anzahl der intensiven Läufe schaut: Dort belegen die Geißböcke den vorletzten Platz. Nur Mainz 05 hat in dieser Saison noch weniger intensive Läufe. Damit zeigt sich ein deutliches Missmatch zwischen dem Anspruch, den Wagner an sein Team hat, und der Realität. Statt eine der intensivsten Mannschaften zu sein, bewegen sich die Kölner statistisch in dafür wichtigen Bereichen maximal im unteren Mittelfeld. Und das zeigt sich nicht nur läuferisch.
So schneiden die Domstädter beim Portal „Fotmob“ in einigen Bereichen gegen den Ball schwach ab. Sie stehen zum Beispiel nur auf Rang 14 bei den Ballgewinnen im letzten Drittel pro Spiel. Auch bei den abgefangenen Pässen pro Partie sowie den Tacklings pro Spiel haben die Geißböcke noch eine Menge Nachholbedarf. Nur Platz 16 beziehungsweise 17 sind in diesen Kategorien für den FC drin. Dabei verlangt Wagner eigentlich von seiner Mannschaft, aggressiv und mutig nicht nur mit, sondern auch gegen den Ball zu sein. Ein Musterbeispiel dafür dürften vor allem die ersten circa 20 Minuten gegen Werder Bremen gewesen sein. Diese Art von Spiel jedoch wirklich umzusetzen, gelingt den Kölnern bisher höchstens phasenweise, wie die Statistik belegt.
Damit zeigen sich klare Baustellen, an denen der FC arbeiten muss, um zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Wobei die Werte natürlich noch mit Vorsicht genossen werden müssen, da die Grundlage mit vier Spielen noch sehr gering ist. Trotzdem lässt sich eine erste Tendenz nach dem Saisonstart schon festhalten. Und diese überrascht schon angesichts der eigentlichen Ankündigungen und Ziele des Trainers. Wagner muss nun schnell die Ursache finden, warum die Mannschaft seine Vorstellungen noch nicht ausreichend umsetzen kann. Denn gerade im nächsten Spiel gegen Borussia Mönchengladbach ist angesichts der Derby-Atmosphäre eine hohe Intensität noch mehr als sonst gefordert.























