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·26. September 2026

"Sehr bitter" und "unnötig": TSV Havelse behält die Rote Laterne

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Wieder gut zurückgekämpft, aber wieder nicht belohnt: Am Freitagabend kassierte der TSV Havelse die nächste Niederlage im Nachholspiel gegen Fortuna Köln. Beim 1:3 in der HDI-Arena glichen die Niedersachsen zunächst einen Rückstand aus, ehe die Restverteidigung die Ferchichi-Elf in den Schlussminuten um den Lohn brachte. Ein bitterer Abend, wie die Beteiligten festhielten.

"Gegner hatte nicht mehr stattgefunden"

"Sehr bitter", betonte Kwasi Wriedt nach Abpfiff bei "Magenta Sport", war der Abend des TSV Havelse. "Wir haben uns auf jeden Fall mehr vorgenommen. Einen Dreier zu holen, aber zumindest nicht zu verlieren." Doch die ersten 45 Minuten und die letzten zehn Minuten machten den Niedersachsen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Dessen war sich auch Cheftrainer Samir Ferchichi bewusst. "Die erste Halbzeit war gar nicht gut. Da waren wir zu passiv, haben nicht gut gepresst, waren nicht gut in den Aktionen", fasste der 41-Jährige zusammen. Doch Havelse kämpfte sich, wie so oft, zurück.


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Wriedt glich einen Rückstand nach der Pause aus. "In der zweiten Halbzeit waren wir dann maximal spielbestimmend. Der Gegner hatte nicht mehr stattgefunden", so Ferchichi – mit einer Einschränkung: "Bis auf die beiden Tore." Denn in der Schlussphase genügte ein lange Abwurf der Kölner, um die Restverteidigung von Havelse auszuhebeln. Die Fortuna erzielte den späten Führungstreffer, der TSV machte daraufhin auf und kassierte das dritte Gegentor. "Nach dieser sehr guten Hälfte fährt man mit 1:3 nach Hause und fragt sich, warum das so passiert ist", erklärte Ferchichi. Und auch Wriedt war sich sicher: "Am Ende verliert man hier unnötig."

"Wir müssen uns stetig verbessern"

Die fünfte Niederlage im siebten Spiel, sie drückt den TSV Havelse weiterhin auf Platz 20 runter. "Die Jungs sind sehr stabil und sie wissen auch, was sie können", machte sich Ferchichi keine Sorgen um den psychologischen Faktor in seiner Mannschaft. "Wir müssen nur wissen, dass wir keine eigenen Ideen im Spiel haben, sondern unseren Plan durchziehen." Schlussendlich sei es die Szene nach dem Eckball gewesen, in der die Havelser Restverteidigung nicht geordnet war. Viel habe demnach nicht zum Punktgewinn gefehlt. "Wir waren am Ende nicht klar genug", fand Wriedt. "Wir verpassen es zu schießen und spielen ab oder verpassen das Abspiel und schießen stattdessen."

Es fehlen Kleinigkeiten, aber der Wille beim TSV stimmt nach wie vor. "Wir haben in jedem Spiel gemerkt, dass wir uns nicht aufgeben. Wir sind immer gut zurückgekommen, jetzt auch wieder. Aber wir belohnen uns noch nicht und daran müssen wir arbeiten", forderte der Torschütze, der Unterstützung von seinem Trainer bekam: "Wir müssen uns stetig verbessern. Jedes Mal, wenn wir zusammenkommen, müssen wir daraus ein Learning ziehen."

"Sensationelle Schiedsrichterleistung"

Viel Zeit bleibt Havelse nicht, denn nach der Länderspielpause wird der TSV auf Regensburg, Würzburg und Meppen treffen. Direkte Konkurrenten im Abstiegskampf nach aktuellem Stand. Dann wird sich Ferchichi wieder eine Schiedsrichterleistung wie die von Franziska Wildfeuer wünschen. "Das war heute sensationell", fand der 41-Jährige, der zuletzt mit Kritik an Unparteiischen aufgefallen war. "Sie hatte das Spiel jederzeit im Griff. Das war die beste Leistung, die ich in der Liga bisher gesehen hab." Nur zum Punktgewinn hatte es nicht verholfen.

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