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·7. April 2026

Shubitidze vor Aue-Debüt: "Haben keine zu großen Erwartungen"

Artikelbild:Shubitidze vor Aue-Debüt: "Haben keine zu großen Erwartungen"

Nach dem Aus von Christoph Dabrowski beim FC Erzgebirge Aue sollen nun Nachwuchsleiter Khvicha Shubitidze und Jugendcoach Enrico Kern die Saison zu Ende bringen – mit Würde. Große Erwartungen hat das Trainerduo nicht.

"Wenn wir absteigen, dann mit Würde"

Schon mit der 3:5-Niederlage gegen Hoffenheim II gingen die Lichter beim FC Erzgebirge Aue am Samstag endgültig aus, mit dem Sieg des 1. FC Saarbrücken am Tag danach wurde der Abstieg nahezu besiegelt. Schließlich liegt der FCE vor den letzten sieben Spieltagen satte zwölf Punkte hinter dem rettenden Ufer und hat damit keine realistische Chance mehr auf den Klassenerhalt. "Die Situation ist für jeden klar", sagt Trainer Khvicha Shubitidze in der "Freien Presse". Einen Tag nach dem Dabrowski-Aus leitete der 51-Jährige am Montag zusammen mit Enrico Kern erstmals das Training.


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Im Endspurt gehe es nun nicht darum, die letzten sieben Spiele alle zu gewinnen. "Selbstverständlich würde ich das sofort unterschreiben. Aber wir müssen unser Gesicht wiederfinden. Wenn wir absteigen, dann mit Würde." Ziel sei, "schnell wieder auf die Beine zu kommen" und die Grundtugenden wiederzufinden. "Zu große Erwartungen" habe das Trainerduo vor dem Auswärtsspiel in Regensburg (Dienstag, 19 Uhr) nicht, will aber "Mut und Eier" sehen. "Wenn ein Spieler den Ball nicht haben will, spielen wir ihn nicht an. Wenn ein Spieler den Ball nicht haben will, sitzt er im nächsten Spiel draußen!", macht Shubitidze klar.

Fans starten Petition

Druck habe das Trainerduo der Mannschaft nicht gemacht, "das würde ich auch nicht tun. Sondern jedem muss für sich klar sein, warum er hier ist und Fußball spielt. Das ist unsere einzige Aufgabe". Für die beiden Ex-Profis der Veilchen ist es eine Herzensangelegenheit, "dass wir unserem Lieblings- und Heimatverein in dieser Situation helfen dürfen". Während der Zug für den Klassenerhalt abgefahren ist, steht am 22. April noch das wichtige Landespokal-Halbfinale gegen den Chemnitzer FC an. Nicht nur aus Prestigegründen, sondern auch mit Blick auf die Qualifikation für den DFB-Pokal wäre ein Erfolg äußerst wichtig. Allein deshalb muss die Spannung weiter hochgehalten werden.

Derweil hat eine Anhängerin eine Petition zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gestartet. Über 750 Fans haben diese bis Dienstagvormittag unterschrieben. Damit es aber tatsächlich zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung kommt, bräuchte es laut der Vereinssatzung die Unterschrift von mindestens 25 Prozent der rund 9.600 Mitglieder – also 2.400 Personen. "Eine solche Versammlung würde uns die Gelegenheit bieten, dringende Angelegenheiten zu besprechen, Transparenz zu schaffen und gemeinsam Schritte zu erarbeiten, die eine positive Wende für unseren geliebten Verein herbeiführen können", heißt es im Aufruf der Petition.

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