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·11. September 2026
Sorgenkind, schwere Vorwürfe und Bankplatz: Von Edson Álvarez bis Chibo Obi – Was wurde aus den Transfergerüchten des 1. FC Köln?

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Luca Kaiser
11 September, 2026
Zehn neue Spieler haben die Geißböcke im Sommer verpflichtet und damit den Wunsch des Trainers entsprochen – auch wenn nicht alle Spieler für die Profis vorgesehen sind. Doch was wurde eigentlich aus den weiteren gehandelten Kandidaten?
Unter anderem sollte im Sommer Chido Obi das Kölner Interesse geweckt haben
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Als der Name des Mexikaners rund um das Geißbockheim aufkam, war die Euphorie bei den meisten FC-Fans groß. Álvarez galt als möglicher Nachfolger von Eric Martel und damit als Wunschlösung für die Sechserposition. Zum Wechsel nach Köln kam es bekanntlich nicht – der Mittelfeldspieler blieb bei West Ham United. Dort ist seine Situation allerdings alles andere als optimal. In der Championship stand Álvarez in dieser Saison bislang noch kein einziges Mal im Kader. Sein einziger Pflichtspieleinsatz erfolgte im EFL Cup. Beim 3:0 gegen Portsmouth, dem ersten Pflichtspiel der Hammers in dieser Saison, stand der Mexikaner in der Startelf und spielte 75 Minuten. In der zweiten Runde gegen Southampton stand er erneut nicht im Kader. Zuletzt wehrte sich der 28-Jährige gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Entführungsfall via Instagram.
Auch Rani Khedira wurde beim FC als mögliche Lösung für das defensive Mittelfeld betrachtet. Der 32-Jährige bringt reichlich Bundesliga-Erfahrung mit und hätte dem Kölner Zentrum mindestens Führungsqualität geben können. Khedira blieb allerdings bei Union Berlin – und ist dort weiterhin eine wichtige Figur. Der Mittelfeldspieler führte die Eisernen sowohl in der ersten Runde des DFB-Pokals als auch in den ersten beiden Bundesliga-Spielen als Kapitän aufs Feld. Dabei absolvierte er alle drei Partien über die kompletten 90 Minuten.
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David Martínez war vor allem aufgrund seines Potenzials interessant. Der Venezolaner spielte bei Los Angeles FC und wurde als offensiver Kandidat für die Kölner Außenbahn gehandelt. Bereits früh im Sommer hieß es in südamerikanischen Medien, dass ein Wechsel kurz bevorstünde. Anfang September machte Martínez tatsächlich aber einen anderen Schritt – eben nicht nach Köln. Der 20-Jährige wechselte für rund 8,5 Millionen Dollar von LAFC zum dänischen Club FC Midtjylland. Für seinen neuen Verein hat Martínez bislang noch kein Spiel bestritten.
Chido Obi galt als eines der spannendsten Nachwuchstalente auf dem Kölner Radar. Der 18-jährige Stürmer steht bei Manchester United unter Vertrag und wurde im Sommer als mögliche Leihoption für den FC gehandelt. Letztlich wurde daraus nichts. Obi entschied sich nach dem Ende des englischen Transferfensters für eine Leihe zu Willem II in die Niederlande. Sein Debüt in der Eredivisie ließ anschließend nicht lange auf sich warten: Bei der 0:3-Niederlage von Willem II gegen Excelsior Rotterdam wurde der Angreifer eingewechselt und kam damit zu seinen ersten Minuten für den neuen Klub.
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Eric-Junior Bocat wurde als mögliche Verstärkung für die linke Abwehrseite ins Spiel gebracht. Der Franzose stand bei Stoke City unter Vertrag und hätte beim FC die offene Position auf der linken Defensivseite neben Gideon Mensah schließen können. Am Ende blieb der Wechsel aus, Bocat ist bei Stoke aber weiterhin eine feste Größe. In den ersten Wochen der neuen Championship-Saison stand der 27-Jährige jeweils in der Startelf und gehört damit weiter zum gesetzten Personal der Engländer.
Bei Sedi Kinteh spielte eine andere Personalie offensichtlich eine entscheidende Rolle. Der FC beschäftigte sich mit dem jungen Innenverteidiger von Tromsø IL, soll sogar Gespräche geführt haben, gleichzeitig entwickelte sich der Transfer von Jahmai Simpson-Pusey in eine andere Richtung. Köln holte Simpson-Pusey fest – damit wurde die Spur zu Kinteh zunehmend kälter. Kinteh wechselte schließlich für rund 6,5 Millionen Euro zu Al-Ahli nach Saudi-Arabien. Für seinen neuen Verein kam der 19-Jährige bislang allerdings noch nicht zum Einsatz.
Otto Rosengren war eine interessante Alternative für das zentrale Mittelfeld. Der Schwede von Malmö FF wurde vom FC beobachtet und passte mit seinem Profil durchaus ins gesuchte Beuteschema. Zu einem Wechsel kam es jedoch nicht. Rosengren gehört bei Malmö weiterhin zum Stammpersonal und ist aus der Mannschaft kaum wegzudenken. Der Mittelfeldspieler sammelt regelmäßig Spielpraxis und bleibt damit eine feste Größe in seinem Team.
Martin Adeline besaß ein Profil, an dem der FC interessiert gewesen sein soll. Der Mittelfeldspieler hatte bei Troyes auf sich aufmerksam gemacht und fand letztlich tatsächlich den Weg in die Bundesliga – allerdings nicht nach Köln. Adeline schloss sich dem Hamburger SV an und gehört unter Trainer Merlin Polzin in allen drei Pflichtspielen zur Startelf.

Marcel Regula stand angeblich auf dem Zettel der Geißböcke
Auch Giovani Versini wurde in Köln gehandelt. Der Offensivspieler kam vom französischen Zweitligisten Pau FC und galt als interessantes Talent für die Offensive. Anfang September machte Versini den nächsten Schritt und wechselte für rund zwei Millionen Euro zu Stade Brest in die Ligue 1. Der 22-Jährige feierte dort am vergangenen Wochenende nach seiner Einwechslung direkt sein Debüt und sammelte damit seine ersten Minuten in der französischen Beletage.
Der Name Ethan Nwaneri sorgte ähnlich wie Edson Álvarez für viel positive Stimmung rund um den FC. Aus den Gerüchten um einen Wechsel nach Köln wurde jedoch schnell die Luft herausgenommen. Dennoch fand der junge Engländer den Weg nach Deutschland: Am Deadline Day holte ihn Borussia Dortmund als Ersatz für den verletzten Giannis Konstantelias in die Bundesliga. Dort feierte der 19-Jährige am vergangenen Wochenende direkt sein Debüt. Nach der Verletzung von Filippo Mané wurde Nwaneri bereits in der ersten Halbzeit eingewechselt und zeigte einen guten Auftritt. Besonders auffällig war seine Beteiligung am späten Dortmunder Sieg: Seine Hereingabe führte zum 3:2-Siegtreffer.
Marcel Regula war im Sommer ein sehr heißes Thema am Geißbockheim. Der 19-jährige Offensivspieler von Zagłębie Lubin galt beim 1. FC Köln als möglicher Ersatz, sollte Said El Mala den Verein verlassen. Der Transfer kam letztlich nicht zustande. Später wurde Regula auch beim BVB zum Thema, nachdem sich Neuzugang Giannis Konstantelias am ersten Bundesliga-Spieltag einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Dortmund suchte kurzfristig Ersatz und beschäftigte sich neben Regula auch mit Ethan Nwaneri. Am Ende entschieden sich die Dortmunder für den Engländer, womit Regula in Lubin blieb.
Amario Cozier-Duberry hatte eine starke Saison bei Bolton Wanderers hinter sich und feierte dort den Aufstieg in die Championship. Anschließend kehrte der Flügelspieler zunächst zu Brighton & Hove Albion zurück. Beim Team von Trainer Fabian Hürzeler kam Cozier-Duberry noch zu einem Kurzeinsatz in der Conference-League-Qualifikation gegen Tromsø IL. Anfang September folgte dann der nächste Schritt: Brighton verlieh den 21-Jährigen für die Saison an Middlesbrough in die zweite englische Liga. Dort stand Cozier-Duberry am vergangenen Spieltag erstmals im Kader, wartet aber noch auf sein Debüt.
Obi entschied sich nach dem Ende des englischen Transferfensters für eine Leihe zu Willem II in die Niederlande. Sein Debüt in der Eredivisie ließ anschließend nicht lange auf sich warten
Álvarez galt als möglicher Nachfolger von Eric Martel und damit als Wunschlösung für die Sechserposition. Zum Wechsel nach Köln kam es bekanntlich nicht – der Mittelfeldspieler blieb bei West Ham United.
Adeline schloss sich dem Hamburger SV an und gehört unter Trainer Merlin Polzin in allen drei Pflichtspielen zur Startelf.
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