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·13. August 2026

Stagnation oder Führungsanspruch: Jan Thielmann muss sich beweisen

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Stagnation oder Führungsanspruch: Jan Thielmann muss sich beweisen

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Simon Hense

13 August, 2026

Die Konkurrenz ist groß auf den Außen bei den Geißböcken. Das könnte auch Jan Thielmann zu spüren bekommen. War er vergangene Saison noch lange Stammspieler, könnte es jetzt eng werden für ihn beim 1. FC Köln: Jan Thielmann muss sich beweisen.

Mit gerade mal 24 Jahren ist Jan Thielmann hinter Ron-Robert Zieler, Luca Waldschmidt und Marius Bülter bereits der Spieler mit den viertmeisten Bundesligaspielen im FC-Kader. Damit einher geht, dass der Rechtsaußen eine Führungsrolle übernehmen könnte. Dafür muss er sich jedoch in der kommenden Saison erstmal sportlich beweisen.

Jan Thielmann muss um einen Stammplatz beim FC kämpfen

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Die vergangene Saison war für Jan Thielmann eine mit zwei Seiten. Auf der einen war der Rechtsaußen unter Ex-Trainer Lukas Kwasniok lange unumstrittener Stammspieler, insgesamt 26 Ligaeinsätze stehen über die gesamte Spielzeit zu Buche. Dabei kam der Angreifer in fast jeder Partie, für die er verfügbar, zum Einsatz. Nur einmal stand der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler im Kader, ohne eingesetzt zu werden. Das gibt jedoch schon einen Hinweis auf die andere Seite. Denn Thielmann verlor unter dem neuen Trainer René Wagner seinen Stammplatz, war in den letzten Partien 2025/26 nur noch Joker. Auch gelangen ihm über die gesamte Saison gerade mal drei Tore und eine Vorlage – für einen Offensivspieler doch ziemlich wenig.

Sonderlob des Trainers

Daher war schon zu Beginn der Vorbereitung klar, dass der 24-Jährige sich steigern muss, um wieder eine wichtige Rolle zu spielen. Und so hängte sich der Angreifer von Anfang an mit dem für ihn üblichen Elan rein und bekam dafür vom Trainer am Ende des Trainingslagers auch ein Sonderlob. „Jan Thielmann ist ein super Beispiel, um da mal einen herauszuheben, der von Tag eins an Gas gegeben hat, der auch mit mir gesprochen hat. Letztes Jahr war er nicht so zufrieden mit seiner Saison und jetzt ist er mit vollem Tatendrang dabei“, hob ihn sein Coach hervor. Diese Eindrücke seines Coaches unterstrich Thielmann im Test gegen Hertha BSC vor knapp zwei Wochen mit seiner Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:0 für Ragnar Ache.

Dabei kann Thielmann für die Kölner auch mit seiner Erfahrung sehr wichtig sein. Denn obwohl er nur 24 Jahre alt ist, hat der Rechtsaußen schon die viertmeisten Bundesligaspiele im FC-Kader absolviert. Außerdem kennt der Offensivspieler den Verein als Eigengewächs, das den Sprung zu den Profis geschafft hat, wie vielleicht niemand anderes in der Mannschaft. Daher kommt es nicht überraschend, dass der Rechtsaußen mehr vorangehen möchte, wie sein Trainer verraten hat. „Jan versucht gerade alles dafür, dass er mehr Führung übernehmen kann. Und da stehen wir ihm nicht im Weg, ganz im Gegenteil. Wenn sich Spieler in Positionen reindrängen, dann sollen sie es tun“, so Wagner.

Wenig Ertrag, dafür viel Konkurrenz

Um diese Rolle voll ausfüllen zu können, wäre es jedoch wichtig, dass das Eigengewächs sportlich wieder mehr überzeugt und nicht, wie es in der vergangenen Saison den Eindruck machte, stagniert. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass die Vorlage gegen Berlin bisher die einzige Torbeteiligung des Angreifers war. Viel Zählbares sprang für den 24-Jährigen damit noch nicht heraus. Anders sieht es bei der direkten Konkurrenz aus. Linton Maina zum Beispiel präsentierte sich am vergangenen Samstag gegen Real Sociedad gut, traf zum zwischenzeitlichen 1:0 und machte auch sonst einen besseren Eindruck als in der Vorsaison. Auch Youssoupha Niang betrieb mit unter anderem bereits drei Testspieltoren Eigenwerbung. Und beispielsweise ein Marius Bülter oder, wenn seine Leihe klappt, Mikey Moore können ebenfalls auf der rechten Seite auflaufen.

Zwar ist Thielmann gerade mit seiner großen Einsatzbereitschaft und seinem Willen ein Spieler, der dem FC-Spiel mit diesen Tugenden gut tun kann. Um sich gegen die große Konkurrenz durchzusetzen braucht es jedoch mehr – vor allem mehr Zählbares. Der Angreifer muss aus der Stagnation ausbrechen. Ansonsten wird ihm wohl wie zum Ende der vergangenen Saison unter Wagner nur die Jokerrolle bleiben.


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