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·1. Mai 2026
Startelf beim 1. FC Köln: Was nun für Luca Waldschmidt spricht? „Ein bisschen mehr“ – Und für die Zukunft?

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Simon Bartsch
1 Mai, 2026
Zwei Tore in zwei Spielen – Luca Waldschmidt scheint immer besser in Form zu kommen. Für einen Einsatz von Beginn an reichte es noch nicht. Das könnte sich aber gegen Union ändern. Oder?
Luca Waldschmidt jubelt nach seinem Elfmetertor gegen St. Pauli (Foto: Stuart Franklin Getty/Images)
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So richtig wusste Luca Waldschmidt auch nicht, wie er erklären sollte, dass er wieder nicht von Anfang an gespielt hatte. Der Offensivspieler suchte nach dem Duell gegen Leverkusen nach den passenden Worten: „Mir fällt es schwer, darüber zu sprechen. Ich habe schon alles irgendwann mal dazu gesagt. Für mich geht es ja nicht darum, mal wieder oder so… Am Ende ist es eine Sache von Vertrauen“, sagte der Edeljoker. Gegen Leverkusen hatte der ehemalige Nationalspieler wie schon gegen St. Pauli kurz nach seiner Einwechslung getroffen. Der 29-Jährige schraubte sein Torkonto damit auf fünf Treffer in die Höhe. Seit der Spielzeit 2019/20 hat Waldschmidt in der Bundesliga nicht öfter getroffen. Damals waren es für Freiburg sieben Tore. Und doch bleibt dem Offensivspieler meist nur die Rolle des Jokers. Gegen Leverkusen hatten viele Fans mit einem Einsatz von Beginn gerechnet, da Waldschmidt vom Trainer im Vorfeld über den grünen Klee gelobt worden war.
Doch der Coach hatte schon zwischen den Zeilen durchklingen lassen, dass der Offensivspieler vielleicht nicht der richtige Mann für die Begegnung gegen Leverkusen in der Anfangself sei. Aber, so betonte der Coach ebenfalls, habe sich Waldschmidt mit der Rolle gut arrangiert. Dabei hören sich die Worte des Spielers schon so an, als wolle er mehr. „Ich glaube, dass es Spiele gibt, die später aufgehen. Und es gibt Spiele, die laufen von Anfang an. Ich bin einfach ein Spielertyp, der manchmal weniger im Spiel ist, manchmal mehr und trotzdem aber über 90 Minuten – und die Geduld habe ich einfach – in Aktionen kommt“, sagte Waldschmidt. „Dieses Vertrauen habe ich für mich. Ich glaube, das habe ich auch schon häufiger gezeigt. Darum geht es am Ende. Mal wieder von Anfang an zu spielen ist nicht mein Ziel. Da gehört Vertrauen dazu und auch zu wissen, welche Qualität ist da und dass die auch da sein soll.“
Waldschmidt betonte allerdings auch, dass es ihm gar nicht so sehr darum gehe, von Anfang an zu spielen. Doch wird das nur ein Teil seiner Wahrheit sein. Immerhin betonte der ehrgeizige Siegener bereits im vergangenen Sommer, wie auch im Winter, dass er sich mehr Einsatzzeit erhoffe. Und die könnte es gegen Union Berlin geben. Auf die Frage, was dafür spreche, dass der 29-Jährige gegen Union beginnen würde, antwortete Wagner am Donnerstag auf der Pressekonferenz mit einem Lächeln im Gesicht: „Ein bisschen mehr als letzte Woche.“ Das ist wahrlich keine Einsatzgarantie, aber die Begegnung gegen Union könnte Waldschmidt deutlich mehr liegen als Leverkusen. Dort hatte der Trainer noch erklärt, dass man schon den Ball bräuchte um der Offensivspieler öfter in gefährliche Situationen zu bringen. Den verspricht sich Wagner im Spiel gegen Union, erklärte, dass man das Spielgerät wohl öfter als zuletzt haben werde.
Das Spiel und die ansteigende Form sprechen also für einen Einsatz von Beginn an. Doch es gibt auch gute Argumente, die eben gegen die Startelf sprechen. Waldschmidt fehlt auch in dieser Saison die nötige Konstanz. Auch in den Spielen, in denen er von Beginn an ran durfte, gab es eben nicht immer den erhofften Waldschmidt-Moment, auf den er selbst wartet. Zudem ist das Kölner Spiel eigentlich nicht auf den technisch versierten Spieler hinter den Spitzen ausgelegt. Der FC erzeugt die meiste Gefahr durch die tiefen Vertikalpässe. Zudem erzielte der Offensivspieler vier seiner fünf Tore als Einwechselspieler – die Rolle des Jokers scheint Waldschmidt jedenfalls zu liegen. Ob der 29-Jährige von der Bank oder von Beginn an trifft, dürfte den Fans am Ende egal sein. Nicht egal ist Waldschmidt dagegen die Zukunft. Der Vertrag läuft noch bis 2027. Ob die Kölner an dem ehemaligen Nationalspieler festhalten, wird auch an den weiteren Leistungen hängen. Viel Zeit bleibt Waldschmidt nicht mehr.







































