Borussia Dortmund
·21. September 2026
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Weltmeister Lothar Matthäus hatte „eine reife Leistung“ der in Schwarz und Gelb angetretenen Borussen gesehen, „kompakt verteidigt, alles zugemacht in der zweiten Halbzeit, super gestanden, die Chance genutzt.“ Und BVB-Geschäftsführer Lars Ricken atmete nach dem Erfolg am Neckar tief durch: „Stresstest bestanden! Letzte Saison saßen wir hier in der Kabine, hatten 2:0 gewonnen und wussten gar nicht so richtig, warum. Heute wissen wir es. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die sich gewehrt hat, nicht nur kämpferisch.“ Ricken imponierte nicht nur, „wie sie den Sieg über die Zeit gebracht hat, sondern wie sie mutig nach vorne verteidigt hat, insbesondere in der ersten Halbzeit, als sie versucht hat, auch spielerisch dominant zu sein“.
Der ehemalige Profi und Ur-Dortmunder ist begeistert von der Arbeit, die Niko Kovac seit März 2025 leistet: „Unter Niko haben wir uns eine gewisse Widerstandsfähigkeit erarbeitet. Die Mannschaft hat ganz viel Lust darauf, ihr eigenes Tor zu verteidigen.“ Sie lief zwei Kilometer mehr als der Gegner (120,5 Kilometer), sie setzte auch in der Offensive Akzente. 13:11 Torschüsse und damit ein leichtes Plus für den Gewinner standen nach intensiven 90 Minuten zu Buche.
„In der ersten Halbzeit hatten wir viel Kontrolle, in der zweiten war es dann ein bisschen umgekehrt“, meinte Niko Kovac: „Da hatte der VfB etwas mehr den Ball, wobei ich sagen muss: Wir haben in 90 Minuten so gut wie gar nichts zugelassen.“ Im dritten von bisher vier Ligaspielen der noch jungen Saison stand die Null. „Was die drei da wegräumen, ist schon extrem bemerkenswert“, sagte Ricken über die Dreierkette mit Joane Gadou, Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck. „Man merkt überhaupt nicht, dass er monatelang gefehlt hat mit seiner Verletzung“, so Ricken über Schlotterbeck.
Borussia Dortmund ist das einzige Team, das im Jahr 2026 beim so heimstarken VfB Stuttgart gewinnen konnte. Und das sogar zweimal, im April und nun im September. „Wenn man ein Auswärtsspiel in Stuttgart gewinnt, gegen eine wirklich sehr starke Mannschaft, dann ist das ein Ausrufezeichen“, attestierte Niko Kovac nach seinem 52. Ligaspiel als BVB-Coach. 35 Siege, acht Unentschieden und neun Niederlagen lautet die Bilanz. Mit im Schnitt 2,17 Punkten pro Partie liegt Kovac in der Rangliste des Vereins vor Thomas Tuchel (2,09), Lucien Favre (2,08), Marco Rose (2,03), Jürgen Klopp (1,91) und Ottmar Hitzfeld (1,86).
Und so darf auch Lars Ricken zufrieden in die 20-tägige Länderspielpause gehen. „Es ist schön, dass wir bis jetzt alle Spiele in allen Wettbewerben – Bundesliga, DFB-Pokal, Champions League – gewonnen haben. Wir haben gesagt, wir wollen herausfordernd sein.“
In 20 Tagen geht es weiter. Am 09. Oktober eröffnet Schwarzgelb mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen eine Serie von 09 Begegnungen innerhalb von nur 30 Tagen. Der BVB wird sie in dem Wissen, was ihn stark gemacht hat, angehen.Boris Rupert















