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·15. Mai 2026
SVE vor dem großen Aufstiegsfinale: "Man bekommt nichts geschenkt"

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Ein vermeintlicher Matchball im Aufstiegskampf wurde am vergangenen Wochenende von der SV Elversberg noch nicht genutzt. Jetzt geht es am letzten Spieltag wieder darum, dass die Saarländer mit einem Sieg alles perfekt machen können - zumindest mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Cheftrainer Vincent Wagner kann das Saarland nach 33 Jahren wieder in die Bundesliga führen.
Ein Sieg in Düsseldorf hätte die Vorzeichen der SV Elversberg wohl schon auf Aufstieg gestellt. So geht die SVE aber nach der 1:3-Niederlage am 34. Spieltag aber punktgleich mit Hannover und Paderborn in das große Saisonfinale. "Dieses Spiel haben wir uns erarbeitet, deswegen freuen wir uns darauf. Sonntag um 15:30 Uhr ist schon mal eine spannede Zeit für unser Endspiel", fand Cheftrainer Vincent Wagner, der im vergangenen Sommer noch den Aufstieg mit Hoffenheim II aus der Regionalliga Südwest feierte. Jetzt winkt die Bundesliga.
"Das ist schon etwas Besonderes. Alleine, wenn ich mich hier umgucke, dann ist ja schon was los", so der 40-Jährige in der Medienrunde vor dem ersten echten Endspiel der Saison. "Ich habe gestern Abend einen Ausschnitt von Dieter Hecking gesehen. Wenn jemand, der 30 Jahre lang Trainer auf Top-Niveau ist, sagt, dass er vor dem letzten Spiel eine gewisse Anspannung versprut, dann glaube ich, dass ich das auch verspüren darf." Das sei auch bei seinen Spielern sicherlich der Fall, das sei natürlich auch irgendwo normal. Denn: "Es ist eine Motivation, das Maximum zu erreichen. Etwas, das uns wahrscheinlich niemand zugetraut hätte."
Gerade nach der misslungenen Bundesliga-Relegation im Vorjahr und den Abschieden von Erfolgstrainer Horst Steffen und diversen Leistungsträgern war die SVE bei vielen Beobachtern eine Wundertüte vor der Saison - und vielerorts auch ein klarer Abstiegskandidat. Jetzt geht es für Wagner und sein Team, in dem es keine Verletzungssorgen vor dem letzten Auftritt gab, um den ganz großen Wurf. "Aber man bekommt nichts geschenkt. Man muss sein Spiel durchdrücken, und das haben wir dieses Jahr oft geschafft", so Wagner. "Ich weiß auch, dass Preußen Münster uns nichts schenken wird. Das sollen sie auch nicht. Wenn man in die Bundesliga aufsteigen möchte, dann darf man dafür auch gerne etwas leisten."
Elversberg kann der 59. Bundesligist der deutschen Fußball-Geschichte werden. Außerdem hätte das Saarland erstmals nach 33 Jahren wieder eine Mannschaft im Oberhaus. Bei einem Sieg dürfte Elversberg so gut wie sicher raufgehen, denn das bessere Torverhältnis gegenüber den Konkurrenten wirkt wie ein Bonuspunkt. "Das Erfolgsgeheimnis ist, dass wir einfach eine tolle Mannschaft sind, die relativ gut Fußball spielen kann", schmunzelte Wagner darüber, wie er an den Punkt gekommen sei. "Das haben wir uns akribisch erarbeitet und bekommen das auch meistens auf die Platte, was aber nicht so einfach ist." Ein Mal wäre noch wichtig, um die Sektkorken an der Kaiserlinde knallen zu lassen.







































