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·13. Mai 2026

Trainer, Kader, Stadion: So plant Preußen Münster für die 3. Liga

Artikelbild:Trainer, Kader, Stadion: So plant Preußen Münster für die 3. Liga

Nur zwei Jahre nach dem sensationellen Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga ist der SC Preußen Münster zurück in der 3. Liga. liga3-online.de zeigt, wie die Adlerträger planen.

Schwartz wohl ohne Zukunft

Trainer: Mitte März übernahm Alois Schwartz von Alexander Ende, konnte den Abstieg aber nicht mehr verhindern. Stattdessen blieben die Adlerträger unter dem 59-Jährigen in sechs Spielen sieglos (vier Unentschieden, zwei Niederlagen). Sein Vertrag läuft zum 30. Juni aus und wird aller Voraussicht nach auch nicht verlängert. Laut der "Bild" soll die einvernehmliche Trennung noch vor dem Auswärtsspiel in Elversberg (Sonntag, 15:30 Uhr) beschlossen und verkündet werden. Die Gespräche sollen demnach "kurz vorm Abschluss" stehen. Als möglicher Nachfolger wird unter anderem Thomas Wörle gehandelt, der den SSV Ulm vor zwei Jahren von der Regionalliga in die 2. Liga geführt hatte.


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Kader: Trotz des Abstiegs ist kein großer Umbruch geplant, dennoch wird sich das Gesicht der Mannschaft verändern. Laut dem "Kicker" stehen derzeit 15 Spieler für die kommende Saison unter Vertrag, darunter Joshua Mees und Simon Scherder. Bleiben sollen demnach Rico Preißinger, Niko Koulis und Yassine Bouchama, für den sich auch Rot-Weiss Essen interessiert.

Ungewiss ist die Zukunft unter anderem bei Stammkeeper Johannes Schenk, Jano ter Horst, Oliver Batista Meier, Lars Lokotsch und Kapitän Jorrit Hendrix. Gehen wird Etienne Amenyido, zudem kehren die ausgeliehenen Imad Rondic (1. FC Köln), Jannis Heuer (1. FC Kaiserslautern) und Shin Yamada (Celtic Glasgow) zu ihren Stammvereinen zurück. Aus Leihen zurückkehren werden Marvin Schulz (SV Sandhausen), Jakob Korte (FC Gütersloh) und Leon Tasov (SV Meppen), zudem rückt Niklas Varelmann aus der U23 auf.

"Sehr gute" Perspektive trotz Abstieg

Stadion: Seit 2022 läuft der Umbau des alt-ehrwürdigen Preußenstadions in eine moderne Arena. Die neue Westtribüne ist bereits seit August 2025 in Betrieb, in diesem Sommer soll dann die neue Osttribüne eröffnet werden. Zunächst wird diese rund 7.000 Fans eine neue Heimat geben, nach kompletter Fertigstellung sogar noch fast zweitausend Menschen mehr. Die Kapazität von aktuell unter 11.000 wird schrittweise auf fast 15.000 Plätze (2026/27) und im Endausbau zur Saison 2027/28 auf 19.165 Plätze steigen. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund 88 Millionen Euro.

Ziele & Perspektive: So bitter der Abstieg auch ist, "er stellt die grundsätzliche Weiterentwicklung des Klubs nicht infrage", betont Sport-Geschäftsführer Ole Kittner auf der Vereins-Homepage und bescheinigt den Preußen eine "sehr gute" Perspektive. Der Klub stehe "wirtschaftlich solide und quasi schuldenfrei" da. Allein in der Saison 2024/25 verbuchten die Preußen einen Gewinn von 3,5 Millionen Euro. Die erhöhten Einnahmen der letzten zwei Jahre seien "sehr bewusst" eingesetzt worden, um damit eine wirtschaftlich und sportlich tragfähige Grundlage zu schaffen.

Dennoch sei Preußen Münster "noch nicht in einem stabilen Zustand als Klub", macht Kittner klar. "Wir werden diese Aufgabe mit Realismus, Klarheit und Respekt angehen. Diese Haltung passt zu uns. Wir wissen, wo wir herkommen, wo wir aktuell stehen und wo wir langfristig hinwollen." Das ist die 2. Bundesliga. Als Ziel dürfte die direkte Rückkehr aber eher nicht ausgerufen werden, oben mitspielen wollen die Preußen aber dennoch.

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