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·20. August 2026
Thilo Kehrer zu Eintracht Frankfurt? Transfer könnte neue DFB-Chance eröffnen

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Eintracht Frankfurt beschäftigt sich offenbar mit einer Verpflichtung von Thilo Kehrer. Für den 28-maligen Nationalspieler könnte eine Rückkehr in die Bundesliga nicht nur auf Vereinsebene interessant werden. Gerade auf der rechten Abwehrseite sucht das DFB-Team seit längerem nach überzeugenden Alternativen. Unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp werden die Karten zudem neu gemischt.
Deutschlands Verteidiger Thilo Kehrer (R) gegen Italiens Stürmer Matteo Politano während des Hinspiels der UEFA Nations League – Liga A, Gruppe 3 zwischen Italien und Deutschland am 4. Juni 2022 im Stadion Renato Dall’Ara in Bologna. (Foto: MIGUEL MEDINA / AFP)
Nach Informationen der „Bild“ gehört Kehrer zu den Kandidaten, mit denen sich Eintracht Frankfurt bei der Suche nach Verstärkung für die Defensive beschäftigt. Trainer Adi Hütter kennt den 29-Jährigen bestens: Anfang 2024 holte er ihn zunächst auf Leihbasis von West Ham United zur AS Monaco, die den Verteidiger anschließend fest verpflichtete.
Kehrer steht im Fürstentum noch bis 2028 unter Vertrag und gehörte dort zuletzt zum Stammpersonal. Ein günstiger Transfer wäre damit kaum zu erwarten. Medienberichten zufolge ist Monaco dennoch grundsätzlich gesprächsbereit. Neben der Ablöse dürfte vor allem das Gehalt darüber entscheiden, ob der ehemalige Schalker für Frankfurt tatsächlich erreichbar ist.
Sportlich wäre die Verbindung nachvollziehbar. Die Eintracht sucht nach einem erfahrenen Innenverteidiger, Kehrer kann jedoch deutlich mehr als nur im Abwehrzentrum aushelfen. Er hat während seiner Karriere regelmäßig rechts verteidigt und kann bei Bedarf auch auf der linken Seite eingesetzt werden.
Genau diese Flexibilität brachte Kehrer einst auch in der deutschen Nationalmannschaft viele Einsätze ein. Zwischen 2018 und 2025 absolvierte er 28 Länderspiele. Unter Hansi Flick gehörte er zeitweise zum festen Personal und stand phasenweise in zehn Partien nacheinander in der Startelf.
Auch zur WM 2022 in Katar gehörte Kehrer zum deutschen Aufgebot. Beim 1:1 gegen Spanien kam er als Rechtsverteidiger zum Einsatz. Seine damalige Rolle verdeutlicht, weshalb sein Name mit Blick auf das heutige DFB-Team zumindest wieder interessant werden könnte.
Nach einer längeren Pause kehrte Kehrer im Juni 2025 noch einmal in den Kreis der Nationalmannschaft zurück. Sein bislang letzter Einsatz datiert vom 8. Juni 2025. Für die WM 2026 reichte es anschließend nicht mehr zur Nominierung.
Deutschlands Verteidiger Thilo Kehrer (L) kämpft mit Englands Mittelfeldspieler Raheem Sterling während des Fußballspiels der UEFA Nations League Gruppe A3 zwischen England und Deutschland im Wembley-Stadion im Norden Londons am 26. September 2022. (Foto von Ben Stansall / AFP)
Ausgerechnet auf Kehrers möglicher Position blieb die personelle Situation während der WM ein Thema. Joshua Kimmich war unter Julian Nagelsmann als Rechtsverteidiger gesetzt. Einen klassischen Backup für den Kapitän nahm der damalige Bundestrainer jedoch nicht mit zum Turnier.
Kimmichs Rolle wurde im Verlauf der WM erneut diskutiert. Einerseits bringt er im Aufbau und mit dem Ball Qualitäten mit, die auf dieser Position nur wenige deutsche Spieler bieten. Andererseits wäre der Bayern-Profi auch im zentralen Mittelfeld eine wichtige Option. Die Frage, wer rechts verteidigt, falls Kimmich ins Zentrum rückt oder ausfällt, ist deshalb weiterhin relevant.
Mit Ridle Baku, Josha Vagnoman und Benjamin Henrichs gab es zuletzt mehrere Kandidaten, dauerhaft festspielen konnte sich jedoch keiner. Auch andere Lösungen wurden ausprobiert. Einen Rechtsverteidiger, der seinen Platz unabhängig von Kimmich dauerhaft für sich beansprucht, hat Deutschland derzeit nicht.
Für Kehrer könnte genau darin eine Chance liegen. Er ist kein klassischer offensiver Außenverteidiger, bringt dafür defensive Stabilität, Erfahrung und die Möglichkeit mit, innerhalb einer Partie zwischen Vierer- und Dreierkette zu wechseln. Gerade für einen Kaderplatz kann ein solches Profil wertvoll sein.
Hinzu kommt der Trainerwechsel nach der WM. Jürgen Klopp hat im August die Nationalmannschaft übernommen und bereitet das DFB-Team nun auf die Nations League sowie langfristig auf die EM 2028 vor. Für Spieler, die unter Nagelsmann zuletzt nicht mehr zum engeren Kreis gehörten, beginnt damit eine neue Bewerbungsphase.
Kehrer wäre bei einem Wechsel nach Frankfurt zudem wieder Woche für Woche unmittelbar im Blickfeld. Die Bundesliga allein wäre selbstverständlich noch kein Argument für eine Nominierung. Entscheidend wären seine Leistungen, seine Rolle bei der Eintracht und die Frage, auf welcher Position ihn Hütter hauptsächlich einsetzen würde.
Sollte Kehrer in Frankfurt allerdings regelmäßig als rechter Verteidiger oder in einer flexiblen Defensivrolle überzeugen, wäre eine erneute DFB-Nominierung keineswegs abwegig. Mit 29 Jahren verfügt er über internationale Erfahrung aus Bundesliga, Premier League, Ligue 1, Champions League und Nationalmannschaft, ohne bereits am Ende seiner Karriere angekommen zu sein.
Thilo Kehrer in der DFB Pressekonferenz
Noch handelt es sich lediglich um ein Transfer-Thema. Kehrer besitzt in Monaco einen langfristigen Vertrag, war dort Stammspieler und dürfte für die Eintracht finanziell kein einfacher Kandidat sein. Frankfurt prüft zudem weitere Optionen für das Abwehrzentrum.
Sollte eine Rückkehr nach Deutschland zustande kommen, hätte der Transfer trotzdem eine zusätzliche DFB-Komponente. Die Nationalmannschaft sucht nach dem WM-Aus unter einem neuen Bundestrainer nach einer neuen Ordnung. Gleichzeitig gehört die rechte Abwehrseite weiterhin zu den Positionen, auf denen die Hierarchie nicht abschließend geklärt ist.
Kehrer kennt das DFB-Team, kennt die Rolle rechts hinten und bringt ein Profil mit, das im aktuellen Kandidatenkreis nicht im Überfluss vorhanden ist. Eine Bundesliga-Rückkehr wäre deshalb mehr als nur die nächste Station seiner Vereinskarriere. Sie könnte ihm auch die Gelegenheit geben, sich noch einmal für Deutschland zu empfehlen.







































