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·5. September 2026
Überraschungs-Einsatz von Imad Rondic: Mehr Zeichen als Comeback-Geschichte, aber ein seltsames – für die Mitspieler

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Simon Bartsch
5 September, 2026
Sicherlich war der Bundesliga-Auftritt von Imad Rondic auch den Ausfällen im Kader der Geißböcke geschuldet. Für den Bosnier sicherlich ein positives Zeichen, aber wie sieht es beim Rest der Mannschaft aus? Welche Wirkung erzeugt die Entscheidung von René Wagner und welche Botschaft sendet er damit?

Imad Rondic bleibt das Sorgenkind des 1. FC Köln
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Der Fußball schreibt bekanntlich kuriose Geschichten. Nicht oft, aber ab und an. Von daher lassen sie sich auch eher selten herausbeschwören. Nach den Worten von René Wagner haben die Geißböcke eine solche Geschichte zu schreiben versucht. „Nach dem 3:1 war die Marschroute, auf das 3:2 zu gehen. Im Fußball sind schon die verrücktesten Dinge passiert, deshalb haben wir uns für Imad entschieden“, sagte der Kölner Coach am späten Freitagabend in den Katakomben der Stuttgarter Arena. Dass Imad Rondic das 3:2 an diesem Abend erzielen würde, war für die Fans vor nicht einmal einer Woche undenkbar und bei seiner Einwechslung in der 90. Minute (!) ebenfalls äußerst unwahrscheinlich. Zum einen, weil nur noch wenige Sekunden zu spielen waren (die aber offensichtlich für ein weiteres Tor reichten), weil der FC eigentlich seit der 60. Minute nicht mehr zurück ins Spiel gefunden hatte (und trotzdem noch traf), vor allem aber, weil der Spieler in den vergangenen anderthalb Jahren ziemlich viel Torgefahr vermissen ließ.
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Doch Wagner wurde noch präziser bei seiner Erklärung, sagte, man habe seine Geschichte belohnen wollen. „Imad hat sich acht Wochen den Arsch aufgerissen. Spieler, die ihr Herz auf dem Platz lassen, im Individualtraining sind und nie aufgeben, immer versuchen, jeden Tag das Beste herauszuholen, die haben es verdient, bei uns im Bundesligakader stattzufinden“, sagte der Coach weiter. So weit so gut, doch darf man sich schon fragen, was denn die Geschichte von Rondic ist. Der Stürmer wurde bekanntlich noch vor der Saisonvorbereitung ausgemustert. Nicht nur das, dem Spieler wurde mitgeteilt, er könne sich einen neuen Verein suchen. Die „Geschichte“ war also schon ein wenig vom Verein vorgeschrieben. Das war allerdings auch kein Wunder. Schließlich glänzte Rondic weder beim FC noch bei seinen Leihvereinen Preußen Münster und zuvor Raków Częstochowa. Der Stürmer glänzte seit seinem Wechsel nach Köln im Februar 2025 grundsätzlich eher nicht. Dem Vernehmen nach hat es auch in diesem Sommer kein passendes Angebot gegeben.
Dass sich der Angreifer über sein Individualtraining – das vor allem dem Umstand geschuldet war, keinen Abnehmer gefunden zu haben – empfohlen hat, sollte im Leistungssport keine ganz große Überraschung sein. Im Fall von Rondic ist es das aus genannten Gründen dann schon. Natürlich ist es auch ehrenwert, dass der Spieler alles gibt. Nur ist davon auszugehen, dass sich auch die anderen Spieler, auch jene, die eben dann nicht zum Einsatz kamen, den „Arsch“ aufgerissen haben. Zumindest sollte das in einem Job, in dem das Leistungsprinzip so bedeutend ist, eine Voraussetzung sein. Das vermeintlich gut gemeinte Zeichen, könnte also von dem ein oder anderen Bankdrücker dann auch anders ausgelegt werden. Es wäre schon spannend zu wissen, ob Rondic auch im Kader gestanden hätte, wenn mit Said El Mala und Thijs Dallinga nicht zwei potenzielle Startkandidaten ausgefallen wären. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass Wagner aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen keinen Spieler zu Hause ließ.
Rondic setzte in seinen Minuten dann wiederum eher kein Zeichen. Der Stürmer klärte vor dem 1:4 den Ball Richtung Josha Vagnoman, der aus 18 Metern volley in den Winkel traf. „Ob es für weitere Einsätze reichen wird, weiß ich nicht. Aber für heute war es mir wichtig, auch der Mannschaft das Zeichen zu geben: Wer sich bei uns den Arsch aufreißt, wird Fußball spielen.“ Ob das auch weiterhin für Rondic gilt, ist mehr als fraglich. Schon kommende Woche dürfte sich die Kadersituation weiter entspannt haben, Luca Waldschmidt, Said El Mala, Thijs Dallinga, aber auch Defensivspieler Sebastian Sebulonsen eine Option werden. Rondic dürfte dann wieder außen vor sein. Das wird er wissen, das wird Wagner und das wird erst recht Thomas Kessler wissen. Dem Vernehmen nach wird auch weiterhin nach einer Lösung gesucht. Denn Fakt ist, Rondic gehört beim FC zu den Besserverdienern, der Vertrag läuft noch bis 2029. Also möglicherweise wollte der FC auch ein Zeichen an mögliche Interessenten schicken. Ob das aufgeht, ist die nächste Frage.
Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.
Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.
Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.







































