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·22. Februar 2026
"Unglaubliches Gefühl": Alemannia Aachen bricht den Heimfluch

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Er ist gebrochen, der Heimfluch von Alemannia Aachen. Mit dem 3:1 gegen den SC Verl feierten die Schwarz-Gelben den ersten Sieg vor eigener Kulisse seit Anfang November und setzen sich damit weiter von den Abstiegsplätzen ab. Die Erleichterung darüber war riesengroß.
Eine Nachspielzeit von acht Minuten musste die Alemannia noch überstehen, dann riss Trainer Mersad Selimbegovic die Arme nach oben und jubelte über die drei Punkte. Für den 43-Jährigen war es im fünften Anlauf der erste Heimsieg, insgesamt waren die Aachener genau seit 111 Tagen ohne Erfolg vor heimischer Kulisse geblieben. Zuletzt war am 2. November gegen den 1. FC Saarbrücken (2:0) ein Sieg am Tivoli gelungen. "Nach dem Schlusspfiff war die Freude natürlich riesig", sagte Selimbegovic im Anschluss an die Partie, der aber nicht von einer Last sprechen wollte, die abgefallen sei.
"Wenn man die Jungs und das Stadion so sieht, erfüllt einen das einfach mit großer Freude. Wir haben viel zu lange auf diesen Sieg gewartet und uns in der Vergangenheit zu oft selbst bestraft. Viel zu häufig waren die entscheidenden Momente gegen uns. Umso schöner ist es, das Stadion so zu erleben." Durch einen Doppelschlag von Gindorf (13.) und Loune (19.) lag Aachen bereits früh mit 2:0 vorne, kassierte aber noch vor der Pause durch den neunten Standard-Gegentreffer in den letzten neun Partien den Anschluss (38.) und hatte Glück, dass Verl kurz nach der Pause nur die Latte traf.
"Da hatten wir auch mal das nötige Quäntchen auf unserer Seite, um diese Situation zu überstehen", ordnete Selimbegovic ein. "Gleichzeitig waren wir im weiteren Spielverlauf immer wieder gefährlich. Das 3:1 war dann ein ganz wichtiger Moment." Auch die rote Karte gegen Otto für eine vermeintliche Notbremse nach 73 Minuten trug ihren Teil dazu bei. Auch hier waren die Aachener durchaus im Glück, da mit Lehmann noch ein weiterer Verler mitgelaufen war.
Nachdem Aachen gegen Essen eine 3:1-Führung spät noch aus der Hand gegeben hatte, hielten die Schwarz-Gelben trotz der Minuskulisse von "nur" 19.562 Zuschauern (weniger Fans kamen zuletzt im Dezember 2023) dieses Mal stand. "Aus der jüngeren Vergangenheit wissen wir aber, dass wir bis zum Schluss wachsam bleiben müssen, um einen sicher geglaubten Sieg nicht noch aus der Hand zu geben. Gott sei Dank ist es diesmal nicht mehr brenzlig geworden", sagte Aachens Coach und freute sich "riesig für die Jungs und für alle, die mit der Alemannia mitfiebern. Wir haben lange auf ein Erfolgserlebnis zuhause gewartet – das tut richtig gut".
Matchwinner Loune, der an allen drei Toren beteiligt war und dafür ein Sonderlob des Trainers erhielt ("Er ist so wertvoll für die Mannschaft"), sprach ebenfalls von einem "unglaublichen Gefühl. Es ist schön, auch mal wieder zuhause zu gewinnen, auswärts sind wir ja stark". Nun habe die Alemannia "das Ruder gedreht" und werde jetzt auch mehr Heimspiele gewinnen, zeigte sich der 21-Jährige überzeugt. "Das tut uns gut, alle haben Energie." Der Mittelfeldspieler sprach von einem "sehr großen Schritt Richtung Klassenerhalt", schließlich beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone nach dem dritten Sieg aus den letzten fünf Partien nun vorerst acht Punkte.
Dennoch betonte Loune: "Wir denken nicht, dass wir die Größten sind. Wir müssen weiter Spiele gewinnen." Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am kommenden Sonntag in Mannheim. Dann allerdings ohne Faton Ademi, der zum fünften Mal Gelb gesehen hat. Zudem ist Stammkeeper Fotios Pseftis noch fraglich, nachdem er zur 83. Minute mit Problemen am Sprunggelenk raus musste. "Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist", sagte Selimbegovic.









































