LIGABlatt
·8. Januar 2026
Verpasste Chance: Galatasaray-Vereinsführung unglücklich wegen Hakan Çalhanoğlu

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·8. Januar 2026

Während Fenerbahçe mit Neuzugängen wie Anthony Musaba und vor allem Matteo Guendouzi auf dem Transfermarkt bereits ziemlich fleißig war, kann Erzrivale bis hierhin noch nichts entsprechendes vorweisen. Dieser Umstand soll nun bei den Bossen für Frust sorgen, da der Poker, Hakan Çalhanoğlu in diesem Winter womöglich verpflichten zu können, nicht aufgegangen ist und es im Gegenteil noch einige Jahre dauern könnte, bis der Kapitän der türkischen Nationalmannschaft in die Süper Lig wechselt.
Mit der Verpflichtung von Matteo Guendouzu von Lazio Rom hat Fenerbahçe in diesem Winter unter den türkischen Top-Klubs den ersten Statement getätigt. Wie es heißt, erwarten nun die Galatasaray-Fans durch einen Transfer auf vergleichbarem Niveau als Reaktion. Die Klub-Führung wollte demnach vor allem die Verpflichtung von Hakan Çalhanoğlu festmachen, jedoch sei diese Möglichkeit derzeit wieder vom Tisch, was nun bei den Verantwortlichen für Frust sorgt, da man den 31-Jährigen im vergangenen Sommer offenbar hätte haben können, aber nicht mit der letzten Konsequenz in die Verhandlungen mit Inter Mailand ging.
Fenerbahçe legt auf dem Transfermarkt kräftig vor
Die Fenerbahçe-Führung hatte in den vergangenen Wochen angekündigt, dass man in diesem Winter groß investieren würde und hat dieser Ankündigung nun Taten folgen lassen. Während man zunächst Anthony Musaba für fünf Millionen Euro dank einer Ausstiegsklausel von Ligakonkurrent Samsunspor holen konnte – Musaba hat in seinem ersten Spiel für seinen neuen Arbeitgeber ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub beim 2:0 im Halbfinale des Supercups gleich zwei Assists beigesteuert – hat man nun mit der Verpflichtung von Matteo Guendouzi, der von Lazio Rom zu den "Kanarienvögeln" wechseln wird, noch einmal ordentlich einen draufgelegt. Mit einer Ablösesumme von 26+2 Millionen Euro ist der Franzose der teuerste Zugang in der Vereinsgeschichte des 19-maligen türkischen Meisters.
Çalhanoğlu-Transfer wäre letzten Sommer offenbar möglich gewesen
Galatasaray auf der anderen Seite kann noch keine entsprechend großen Namen präsentieren und das offenbar unter anderem deshalb, weil man im vergangenen Sommer Möglichkeiten, die sich damals geboten hätten, nicht wahrgenommen hatte. Damals hatte man unter anderem mit Inter Mailand wegen einer Verpflichtung von Hakan Çalhanoğlu verhandelt und tatsächlich sollen die "Nerazzurri" laut einem Bericht der "Tuttosport" einen Transfer zumindest nicht kategorisch abgelehnt haben, da der türkische Rekordmeister aber mit Namen wie Leroy Sané, Victor Osimhen oder Wilfried Singo finanziell bereits sehr gestreckt hatte, war man nicht bereit, für Çalhanoğlu an die wirtschaftliche Schmerzgrenze zu gehen. Die Folge ist nun, dass der Spielmacher seinen Vertrag bei Inter nun angeblich höchstwahrscheinlich verlängern wird und dass die Hoffnung, dass man den 31-Jährigen im Winter für eine etwas schmalere Münze bekommen könnte, sich nicht erfüllen dürfte.
Galatasaray weiterhin an Inter Mailands Davide Frattesi dran
Dies alles seien nun Faktoren, weshalb Galatasaray angeblich ein Ablösepaket in Höhe eines Gesamtvolumens von bis zu 35 Millionen Euro für Inter Mailands Davide Frattesi bieten soll. Der 26-Jährige möchte den 20-maligen italienischen Meister offenbar gerne verlassen, um bei einem anderen Verein mehr Spielzeit zu sammeln, um sich so gegebenenfalls für eine etwaige WM-Teilnahme mit Italien empfehlen würde. Neben Galatasaray soll auch Juventus Turin am Mittelfeldmann interessiert sein, was aber nicht im Interesse der Inter-Führung liegen dürfte, die wohl kaum einen direkten Konkurrenten und erst recht nicht einen der größten Rivalen mit neuen Spielern unterstützen will. Wie es heißt, sieht der von Galatasaray vorgeschlagene Deal so aus, dass man Frattesi zunächst gegen eine Leihgebühr von etwa fünf Millionen Euro bis zum Sommer ausleiht, woraufhin man den Spieler gegen eine Kaufoption über 30 Millionen Euro direkt festverpflichten könnte. Inter Mailand möchte aber offenbar lieber das Geld jetzt schon haben, was zu Spannungen führt.
Hakan Çalhanoğlu noch immer eine entscheidende Personalie
Die Causa Hakan Çalhanoğlu könnte beim Frattesi-Poker laut dem "Tuttosport"-Bericht zufolge zum berühmten "Zünglein an der Waage" werden, da die Gelb-Roten den 102-maligen Nationalmannschaft der Türkei noch immer möglichst bald verpflichten möchte, spätestens im kommenden Sommer. Würde Çalhanoğlu seinen Vertrag in Mailand, der noch bis Sommer 2027 geht, nicht verlängern, würde man diesen offenbar lieber verkaufen, als ihn ein Jahr später ablösefrei ziehen zu lassen. Derzeit sollen aber sowohl der Verein als auch der Spieler dazu tendieren, noch mindestens ein weiteres Jahr aufs gegenwärtige Arbeitspapier draufzupacken. Sollte die Galatasaray-Führung bei Hakan Çalhanoğlu zu beharrlich sein, so heißt es, könnte Inter Mailand sogar den sich langsam anbahnenden Frattesi-Transfer blockieren.
Foto: Marco Luzzani / Getty Images
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