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·15. Februar 2026
Vom Glücklosen zum Entscheidungsfaktor - Lob von allen Seiten für HSV-Sorgenkind

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·15. Februar 2026

Mit Ransford Königsdörffer hatte der Hamburger SV in dieser Saison lange einen unauffälligen Stürmer im Team, der die großen Hoffnungen in ihn selten erfüllen konnte. Trotz zahlreicher Startelfeinsätze und dem Vertrauen von Trainer Merlin Polzin kam der Angreifer in den ersten 19 Spielen lediglich auf einen Treffer - deutlich zu wenig für einen Mittelstürmer in der Bundesliga.
Dabei war Königsdörffer in der Vorsaison noch ein zentraler Faktor für den Aufstieg. 14 Tore und drei Vorlagen standen damals zu Buche. Damit wuchs in Hamburg die Sorge, ob der 24-Jährige den Schritt auf Erstliga-Niveau wirklich noch gehen kann.
Doch inzwischen scheint sich Königsdörffer an Tempo und Intensität der Bundesliga gewöhnt zu haben. In den vergangenen beiden Partien erzielte er drei wichtige Treffer gegen Union Berlin und den 1. FC Heidenheim. Im Sky-Interview sagte er selbst: "Ich bin froh darüber, das kann so weitergehen."
Trainer Merlin Polzin wurde noch deutlicher: "Es ist schon ein deutlicher Unterschied zwischen der 2. Liga und der Bundesliga in der Qualität der Abwehrspieler und der gegnerischen Mannschaften. Mit seiner Spielweise, seinem Freilaufverhalten und dem Herstellen von Überzahl-Situationen war er in dieser Saison schon bisher extrem wertvoll. Natürlich hat er diesen Drang nach Toren. Es freut mich, dass er sich jetzt für eine gute und harte Arbeit belohnt. Es ist ein Ergebnis des Prozesses."
Auch Stürmerkollege Robert Glatzel betonte die Entwicklung seines Teamkameraden: "Er hat sich total entwickelt. Wenn ich an seine Anfänge bei uns zurückdenke … Und jetzt ist er Matchwinner in der Bundesliga. Typisch Stürmer. Letzte Woche hat er getroffen und nun läuft es halt. Ich freue mich persönlich für ihn. Es waren auch nicht so einfache Wochen."
Mit Blick auf die Tabelle kommt der Umschwung genau zur richtigen Zeit. Durch den Sieg über Union Berlin steht der HSV inzwischen im einstelligen Tabellenbereich. Dennoch bleibt Vorsicht geboten. Während Rang acht nur fünf Punkte entfernt ist, beträgt der Abstand zum Relegationsplatz lediglich sechs Zähler.
Ein Stürmer, der nun auch auf Bundesliga-Niveau liefert, ist für Hamburg daher mehr als nur ein Hoffnungsschimmer, er könnte zum entscheidenden Faktor im Saisonendspurt werden.
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