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·30. August 2026
Von wegen Druck oder Rucksack – Mr. Cool macht den Freeze!

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Simon Bartsch
30 August, 2026
Mit seinem ersten Pflichtspieltor in der neuen Saison zeigt Said El Mala, dass er dem Druck in der neuen Rolle klarkommen kann. Dazu gab es dann noch einen besonderen Gruß an Basketballer Dennis Schröder.
Said El Mala nach seinem Tor gegen Hoffenheim
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Die PR-Maschinerie lief erstaunlich schnell an. Dem Vernehmen nach soll das entscheidende Gespräch mittwochs stattgefunden haben, donnerstags – vor genau zehn Tagen – gab es die Unterschrift und nur wenige Stunden später prangte Said El Mala von gefühlt jeder LED-Anzeige der Innenstadt. Er bleibt, sogar mit Vertragsverlängerung und nun alle auf die 10 – so der Tenor. Tatsächlich war die Nachfrage nach dem neuen Jersey mit Flock so groß, dass vor allem die „Null“ nicht mehr zur Verfügung stand. El Mala soll nicht nur das Gesicht des 1. FC Köln werden, er ist es schon. El Mala wurde seitdem wiederum nicht müde zu betonen, mit welcher Ehre und welchem Stolz die „10“ doch verbunden sei. Ehre, Stolz und eben auch einer Bürde. „Da ist schon viel Last auf dem Rücken. Ich bin gerade 20 geworden“, sagte der Offensivspieler. „Wenn ich spiele, versuche ich das zur Seite zu legen, aber man bekommt das natürlich nicht komplett weg.
Mehr zum Thema:>> Stimmen zum Spiel>> Das ändert sich jetzt für Said El Mala
Muss man vielleicht aber auch gar nicht. Sportpsychologen erklären zumindest, dass es eben Leistungssportler auszeichnet, gerade unter eben jenem Druck zu performen – und das auf höchstem Niveau. Und El Mala scheint zu den Sportlern zu gehören, die besonders gut mit Druck, Wirbel oder eben einem gewissen Hype umgehen können. Schon in der vergangenen Spielzeit wuchs der Druck bekanntlich, nachdem der Spieler sein Debüt in der Liga gegeben hatte. Beim FC war man darauf bedacht, den Wirbel damals klein zu halten. Unmöglich, wenn der Spieler mit seinen Aktionen diesen aber immer wieder entfacht hat. Die Umstände sind nun andere. El Mala ist nach dem Transferpoker im Sommer der Bestverdiener im Kölner Kader. Er ist der Spieler, der den höchsten Marktwert hat, steht wohl vor seinem Debüt in der Nationalmannschaft, er ist das Thema bei den Geißböcken, um ihn wird die Mannschaft gebaut.
Und nicht nur der Fokus der Medien liegt auf dem Spieler. Die Fans haben den 20-Jährigen im Fokus, genauso wie die Gegner, die nun mit dem Spieler anders umgehen, ihn anders angehen. Nicht umsonst betonte auch René Wagner zuletzt sinngemäß, dass es für ihn nun eine andere Saison werden könnte. Vielleicht sahen sich die ersten Sorgenträger mit dem Würzburg-Spiel schon bestätigt. El Mala wurde ständig gedoppelt, fand kein Mittel gegen die Kickers, tat sich schwer. Die Antwort gab er dann aber gegen die TSG. Natürlich wollte nicht alles gelingen. Aber das braucht es bekanntlich auch nicht. Der wichtige Ausgleich durch den Youngster beruhigte Kritiker und den Spieler auch selbst. „Dieses Tor war dann auch ein kleiner Löser. Mir ist da ein Stein vom Herzen gefallen, da ich schon in den letzten Spielen ein bisschen Pech hatte“, sagte El Mala. „Es fühlt sich gut an, wieder getroffen zu haben und die ersten Punkte vor den Fans geholt zu haben. So kann es weiter gehen.“
Und das eben beim FC. Zwar gab es in den Sozialen Medien bereits wieder die ersten Anmerkungen (nicht von FC-Fans und vielleicht auch nicht immer ernst gemeint), der BVB könne nun doch noch mit El Mala auf die Verletzung Giannis Konstantelias reagieren. Der Neuzugang der Dortmunder zog sich eine Knieverletzung zu, befürchtet wird ein Kreuzbandriss. Doch für El Mala wird das kein Thema mehr sein. „Ich genieße jetzt die Zeit beim FC. Es macht unglaublich Spaß mit den Jungs hier zu kicken, in diesem Stadion vor den Fans zu kicken“, sagte der Angreifer und lieferte gleichzeitig die Begründung für seinen Verbleib: „Guck die dir alle hier an. Das war schon ein großer Punkt, warum man hier bleiben sollte. Es gab gute Gespräche mit den Verantwortlichen und dem Trainer. Ich fühle mich extrem wohl hier in Köln, das war nie ein Geheimnis. Mir war dann relativ schnell klar, dass ich das so machen will.“
Machen wollte El Mala auch einen besonderen Gruß nach seinem Treffer. Das hatte er zumindest Basketball-Weltmeister Dennis Schröder am vergangenen Donnerstag bei einem Spiel der deutschen Basketball-Nationalmannschaft versprochen. „Das ist eine kleine witzige Story. Ich habe ihn beobachtet, wie er das macht, wenn er einen Dreier wirft. Wir haben am Donnerstag nach dem Spiel zusammengesessen und waren etwas essen“, so El Mala. „Da habe ich ihm gesagt, dass ich das auch machen werde, wenn ich treffe. Ich finde den ganz gut.“ Den dazugehörigen Insta-Post kommentierte Schröder dann auch prompt. „Er hat mir gesagt, dass er den „Freeze“ machen würde. Und genau das hat er getan!!! Anders.“ Am Samstag hat der Kölner Topspieler jedenfalls seine komplette Coolness bewiesen. Und wie er schon sagt, so kann es weitergehen.
Der Offensivspieler hat im August seinen Vertrag beim FC verlängert. In diesem Rahmen änderte er auch seine Nummer von der 13 auf die 10.
Vertrag hat der Kölner Spieler noch bis 2031. Der Kontrakt wurde im Sommer verlängert und enthält keine Ausstiegsklausel. Insofern können die Kölner entschieden, wie lange der Spieler beim FC bleibt. Allerdings gilt es als wahrscheinlich, dass El Mala im kommenden Sommer gehen wird.
Es gibt keine Ausstiegsklausel im Vertrag von Said El Mala. Das bestätigte Thomas Kessler bereits mehrfach. Es gibt auch kein besonderes Agreement zwischen Spieler und Verein – zumindest nicht offiziell.




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