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·26. August 2026
Warum Ellyes Skhiri für den 1. FC Köln wichtig wird: „Ich werde mir 100 Prozent erarbeiten und für den Verein alles geben“

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Matthias Wilhelm
26 August, 2026
Nach seinem Abgang aus Köln im Sommer 2023 ist Ellyes Skhiri bei Eintracht Frankfurt nie richtig glücklich geworden. Immer wieder hieß es, dass die Frankfurter auf dem Transfermarkt nach Alternativen suchen. Das volle Vertrauen hat er nie gespürt. Dieses könnte ihm allerdings nun in Köln entgegengebracht werden. Trainer und Verantwortliche glauben an die Qualitäten des Rückkehrers.
Ellyes Skhiri könnte beim FC eine gute Rolle spielen
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Obwohl Skhiri in Frankfurt zuletzt nicht mehr mit der Mannschaft trainieren durfte, stand der Tunesier für den FC nach wenigen Trainingseinheiten im ersten Pflichtspiel der Saison sofort wieder auf dem Platz. In der Schlussphase deutete Skhiri bereits an, warum die Kölner ihn zurückgeholt haben. Gleichzeitig war ihm die längere Pause noch anzumerken. „Ich fand schon, dass man gemerkt hat, dass Ellyes noch seine Zeit braucht“, äußerte sich Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler im Nachgang der Partie. Zuletzt stand der Tunesier im Sommer bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika auf dem Platz. Das Turnier lief sowohl für sein Land, das er als Kapitän aufs Feld führte, als auch für ihn persönlich nicht wie erhofft. Nach drei deutlichen Niederlagen gegen die Niederlande, Japan und Schweden war schon nach der Gruppenphase Schluss.
Und auch in Frankfurt lief es nicht rund. „Die letzte Saison war nicht so einfach. Ich habe weniger gespielt. Die WM war auch nicht so gut“, sagte Skhiri am Mittwoch am Rande des Trainings. „Ich habe jetzt aber andere Ziele, werde mir 100 Prozent erarbeiten und für den Verein alles geben.“ Obwohl ihm die lange Pause noch anzumerken war, sieht Kessler auch das Positive und macht dem Neuzugang Hoffnung für die nächsten Wochen: „Die 15 Minuten taten ihm gut. Doch wer ihn kennt, der hat gemerkt, dass ihm schon noch ein wenig der Rhythmus fehlt. Er gibt der Mannschaft aber mit seinem Auftreten und seiner Präsenz ein gutes Gefühl und dann hoffen wir, dass er am Samstag ein bisschen mehr als 15 Minuten spielt.“
Während seiner ersten Zeit beim 1. FC Köln hatte Skhiri die wohl stärkste Phase seiner Karriere. Gerade unter Steffen Baumgart war der Sechser unumstritten im Mittelfeldzentrum. René Wagner war damals Co-Trainer von Baumgart und weiß genau, was er an dem 31-Jährigen hat. „Wir haben im Vorfeld viel gesprochen. Ich kenne René., weil wir schon zusammen gearbeitet haben. Das hilft für das Vertrauen“. Der Tunesier gilt als ruhiger Charakter, für den Vertrauen sehr wichtig ist. Es sind die leisen Töne, die er anschlägt. Doch seine Stärken will er einbringen. „Ich hoffe, ich kann der Mannschaft mit meiner Erfahrung helfen. Ich kenne den Verein. Ich kenne ja auch die Atmosphäre im Verein. Ich hoffe, dass ich mit meiner Erfahrung, meiner Arbeit, meiner Disziplin helfen kann. Das ist meine Rolle. Ich werde vielleicht nicht so laut reden“, so Skhiri.
Die Verantwortlichen in Köln haben über den Sommer mehrfach betont, dass sie für die Sechs nur einen Spieler verpflichten werden, der genau das Anforderungsprofil erfüllt. Mit Skhiri haben sie genau diesen Kandidaten gefunden: Ein laufstarker Mann vor der Abwehr, der Räume schließen kann, bevor sie richtig aufgehen und auch offensiv Akzente setzen kann. Gerade seine Torgefahr hat ihn beim FC immer ausgezeichnet. Insgesamt 17-mal traf er für die Geißböcke. Unvergessen sein Doppelpack beim Auswärtssieg in Dortmund in der Saison 2020/21.
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Bei der Eintracht war seine Rolle hingegen deutlich defensiver. Sturmläufe, wie sie ihn in Köln auszeichneten, waren nicht gewollt. Im Kölner System dürfte er nun wieder mehr Freiheiten haben und mit Tom Krauß hat er zudem einen Abräumer neben sich, der ihm den Rücken freihalten kann. Auch ein Zusammenspiel mit Isak Johannesson oder Paul Okon-Engstler wäre denkbar. Die Hoffnungen auf den Rückkehrer, der in Zukunft mit der Sechs aufläuft, sind groß. In Köln soll er dem Spiel Struktur verleihen und das Team aus der Zentrale anführen. Dafür muss er aber zunächst zu seiner alten Form zurückfinden und wo könnte ihm das besser gelingen als in Köln?
Denn das Pflaster kennt der Spieler, kennt ein „paar alte Gesichter“. Das helfe ihm, sagt Skhiri. Dabei haben sich die Verhandlungen gezogen. „Ich bin 31, da war das eine wichtige Entscheidung. Am Ende hatte ich Angebote, aus Spanien zum Beispiel, aber die beste Entscheidung war Köln“, sagt Skhiri. „Ich bin sehr glücklich, hier zu sein und nochmal für diesen Verein zu kämpfen.“
Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.
Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.
Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.
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