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·16. August 2026

Was der BVB-Rückzug bei Said El Mala für den 1. FC Köln bedeutet

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Simon Bartsch

16 August, 2026

Der BVB ist also aus dem Poker um den Kölner Shootingstar ausgestiegen, die Borussia hat die Forderungen der Geißböcke nicht erfüllt. Der sportliche Verlust wäre ein großer gewesen, der Verkauf aber auch ein Geldsegen für den 1. FC Köln: Was der BVB-Rückzug bei Said El Mala bedeutet.

Sportlich dürfte der Verbleib des Kölner Shootingstars dem FC mal so richtig in den Kram passen. Immerhin werden die Geißböcke den FC-Topscorer der vergangenen Saison und eins der größten Zukunftsversprechen Deutschlands – zumindest Stand jetzt – behalten. Auf der anderen Seite hätten die Geißböcke mit dem Erlös für den Spieler noch einmal heftig auf dem Transfermarkt investieren können.

Thomas Kessler vom 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm / Getty Images)

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Gefühlt endete der Transferpoker um Said El Mala mit einem Knall. Tatsächlich war es das natürliche Ende der großen Zockerei. Auf Angebot folgte Absage, darauf das nächste Angebot und die nächste Absage. Dass es irgendwann eine Entscheidung würde geben müssen, war klar. Dennoch: Während vor drei Wochen noch niemand einen Transfer des Kölner Youngsters zum BVB als wirklich realistisch angesehen hatte, standen die Vorzeichen zuletzt eindeutig auf Wechsel des Spielers. El Mala wollte nach Dortmund, Dortmund wollte El Mala und der FC aus seiner Sicht angemessen bezahlt werden. So weit so gut. Nur, dass der BVB also eine andere Vorstellung von „angemessen“ hatte. Jetzt bleibt alles beim alten, wenn man so will. Zumindest beim gleichen Stand von vor einigen Wochen. Thomas Kessler und René Wagner haben immer wieder betont, dass sie zum jeweiligen „Stand jetzt“ davon ausgehen würden, dass El Mala auch in der kommenden Spielzeit in Köln auf dem Feld steht.

Moore weiterhin ein Kandidat

Das tut er auch – Stand jetzt. Auswirkungen hat der Verbleib des Spielers an mehreren Fronten. In erster Linie behalten die Geißböcke eins der größten Talente des Landes. Sportlich ist der Verbleib also in gewisser Weise ein Gewinn. Auch, wenn der Spieler ja nicht wirklich weg war, also eigentlich der Status quo geblieben ist. Dennoch haben sich die Kölner in der Offensive zusätzlich verstärkt. Mit Reigan Heskey haben die Kölner eine spannende Alternative für die linke Außenbahn. Mikey Moore ist nach wie vor ein Thema, unabhängig des Verbleibs des Kölner Shootingstars. Zum einen soll der junge Engländer eher hinter den Spitzen eingesetzt werden, zum anderen werden sich die Geißböcke die Chance auf diesen Spieler sicherlich nicht mehr entgehen lassen. Tottenham sucht noch nach einer Alternative für Moore, der jedoch im Test gegen die TSG Hoffenheim auch Argumente für einen Verbleib bei den Spurs sammeln konnte. Trotzdem: Wenn der Deal durchgeht, ist der FC ist in der Offensive breit aufgestellt. Der Verlust von Jakub Kaminski ist allerdings nicht kompensiert. Ob Moore in die Rolle wächst, bleibt abzuwarten.

Eine Alternative war Marcel Regula. Das Interesse ist hinterlegt. Ob die Kölner aber eine Verpflichtung nun vorantreiben, darf zumindest hinterfragt werden. Regula soll dem Vernehmen nach mehr als acht Millionen Euro kosten. Die El-Mala-Millionen hätten gut getan. Das gilt auch für eine Verpflichtung eines hochwertigen Sechsers. Der FC hätte sicherlich ein hohes Regalfach für die Sechs gewählt, aktuell sind Rani Khedira und Ellyes Skhiri mögliche Kandidaten. Möglicherweise hätten die Geißböcke auch an anderen Stellen deutlicher nachgebessert. Allerdings hätte der FC auch ganz sicher nicht die 50 Millionen Euro auf einen Streich bekommen. Denn in der Regel sind Zahlungen in Raten normal. Zudem sind 50 Millionen Euro Transfer-Einnahmen nicht 50 Millionen mögliche Ausgaben. Sollte der Deal mit Thijs Dallinga erwartungsgemäß in den kommenden Tagen über die Bühne gehen und auch Moore zum FC wechseln, wären erst einmal nur die Positionen des Sechsers und eines weiteren Linksverteidigers dringend zu schließen.

Wirtschaftliche Wert enorm

Möglicherweise wird sich die Konkurrenzsituation auf den Flügeln für den ein oder anderen Spieler verschärfen. Spieler wie Linton Maina haben es ohnehin schwer, der Verbleib von El Mala sorgt sicher nicht dafür, dass jene Akteure mit mehr Spielzeit rechnen dürfen. Allerdings behalten die Kölner auch einen Akteur, der in der Mannschaft ein hohes Ansehen genießt, sich für das Team zerreißt, alles gibt und laut René Wagner das Team mitzieht. Zudem verfügen die Kölner weiterhin über ein Gesicht, das innerhalb von nur einer Saison zum absoluten Idol, zum Publikumsliebling avancierte. Für die Fans ist El Mala bereits ein Gesicht der aktuellen Mannschaft. Das wird sich sicherlich noch einmal steigern, wenn der 19-Jährige wie erwartet in die DFB-Elf berufen wird. Dann steigt automatisch auch der Marktwert einmal mehr. Sollte El Mala an die Leistungen der Vorsaison anschließen, wird der wirtschaftliche Wert des Spielers für den Club noch größer. Spätestens im kommenden Sommer beginnt der Transferpoker sicher auf ein Neues.


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