OneFootball
Selina Eckstein·18. September 2026
In partnership with
Yahoo sportsOneFootball
Selina Eckstein·18. September 2026
"Ich freue mich riesig, dass ich die Chance hier bekomme, beim größten Klub der Welt spielen zu dürfen. Ich möchte diese Chance auf jeden Fall nutzen und bin unglaublich glücklich. Jetzt will ich in jedem Training Vollgas geben", hatte Arijon Ibrahimović im Juli noch gesagt. Damals träumte er davon, sich bei den Bayern durchsetzen zu können.
Auch Christoph Freund machte ihm Hoffnung: "Jetzt geht es für ihn nicht mehr allein ums Lernen – jetzt geht es ums Angreifen, hier beim FC Bayern." Der Rekordmeister gab zu diesem Zeitpunkt eine Pressemitteilung heraus, in der es hieß, dass die Münchner fest mit dem 20-Jährigen planen würden. Vor allem bei seiner Leihe in Heidenheim habe er viel gelernt, freute sich der Sportdirektor, "um jetzt bereit für den FC Bayern zu sein." Als Backup für Luis Díaz soll er eingeplant gewesen sein.
Doch wer sich den Spieltagskader der Bundesligisten nach den ersten drei Spieltagen anschaut, stellt fest, Ibrahimović taucht gar nicht bei den Bayern auf. Stattdessen findet man ihn beim FC Augsburg. So viel also zum Thema "Angreifen".
Doch warum der plötzliche Kurswechsel nach nicht mal zwei Monaten? "Er ist ein junger Spieler mit großartigen Anlagen und er braucht in dieser Phase regelmäßig Spielpraxis. Die wird er beim FC Augsburg bekommen, und wir werden ihn auf diesem Weg weiter eng begleiten", erklärte Freund, warum es dann eben doch nicht für die Bayern reichte. Man habe sich deshalb mit dem Offensivspieler zusammen gesetzt und sei "übereingekommen", dass eine erneute Leihe die beste Option sei.
Ob Ibrahimović davon wirklich so überzeugt war, ist fraglich. Laut einem Bericht von 'Sport1' soll er "maximal irritiert" gewesen sein. Auch dessen Berater Roman Rummenigge habe sich "vor den Kopf gestoßen" gefühlt, als Max Eberl auf einer Pressekonferenz öffentlich verkündete, dass man nun doch offen für eine Leihe sei: "Wenn etwas passiert, das spruchreif ist und interessant sein kann für beide Beteiligten, wäre man offen."
Atalanta Bergamo und Werder Bremen sollen sich ebenfalls um ihn bemüht haben, letztendlich erhielt der FCA den Zuschlag. Laut Medienberichten haben sie sich auch eine Kaufoption in Höhe von acht Millionen Euro gesichert. Die Augsburg-Bosse hatten nach Bild-Infos schon länger ein Auge auf den Offensivmann geworfen.
Seinen Einstand feierte Ibrahimović dann auch direkt mal mit einem Tor gegen Eintracht Frankfurt (4:1-Sieg). Auch gegen Leverkusen (2:2) stand er in der Startelf und schaffte mit dem FCA einen erfolgreichen Saisonstart.
Zu seiner Leihe äußerte er sich lediglich in der Pressemitteilung der Augsburger mit den üblichen Phrasen, die man bei Neuzugängen häufiger liest. Er sprach von einer reizvollen Aufgabe bei einem ambitionierten Bundesligisten. "Auch ich möchte mich weiterentwickeln und viel Spielpraxis sammeln. Daher möchte ich mich möglichst schnell in die Mannschaft einfügen und meinen Beitrag zu einer erfolgreichen Saison leisten", wird er von den Augsburgern außerdem zitiert. Den Rest wird er sich gedacht haben.
Aus dem Traum, sich sofort beim "größten Klub der Welt" durchzusetzen, ist vorerst ein Umweg über die Augsburger geworden. Doch wenn der Alltag dort weiterhin aus Startelfeinsätzen und Toren besteht, dürfte Arijon Ibrahimović das recht sein. Ganz ohne schöne Worte aus der Führungsetage. An der Säbener Straße wird man sich dann fragen müssen, ob die Zusage zum "Angreifen" nicht doch etwas zu voreilig verworfen wurde.
📸 Adam Pretty - 2026 Getty Images


Live


Live


Live


Live































