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·23. September 2026

Weidenfeller-Klartext: Klopp muss „Ego-Gedanken“ aus DFB-Team kriegen

Artikelbild:Weidenfeller-Klartext: Klopp muss „Ego-Gedanken“ aus DFB-Team kriegen

Zahlreiche Neulinge und über 40 Namen im ersten Aufgebot: Jürgen Klopps DFB-Auftakt fällt radikal aus. Roman Weidenfeller hält den Weg für richtig, knüpft daran aber eine Bedingung.

Weidenfeller, der Ex-Keeper des BVB, kennt Klopp so gut wie kaum ein anderer. Sieben Jahre stand er unter dem heutigen jetzigen Bundestrainer zwischen den Pfosten und erlebte dessen Arbeit von der ersten Minute an mit. Genau dieser Erfahrung liegt seine Prognose zugrunde, dass Klopp bei der DFB-Elf einen anderen Weg einschlägt als seine Vorgänger.


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Im Interview mit DAZN benennt Weidenfeller den entscheidenden Punkt, an dem sich der Erfolg entscheiden soll. „Dass der Teamgedanke immer im Vordergrund steht und nicht der Ego-Gedanke. Mir kam es in den letzten Turnieren und oftmals auch zuvor bei der Nationalmannschaft so vor, als wäre häufig das eigene Ego in den Vordergrund gestellt worden“, sagt der Ex-Keeper.

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Foto: IMAGO

Klopp werde alles daransetzen, jeden Spieler wieder füreinander einstehen zu lassen und einen neuen Zusammenhalt zu formen. Dass der Bundestrainer gleich so viele Profis für die erste Länderspielphase berief, wertet Weidenfeller als bewusstes Zeichen: Jeder bekomme so die Chance, sich zu beweisen. Klopp stehe für Emotionen und Glaubwürdigkeit, „man glaubt ihm jedes einzelne Wort. Jedes einzelne Wort hat Gewicht, bis hin zur Politik.“

Klopps Umbruch trifft auch bekannte Namen

Dass selbst starke Form keine Berufung garantiert, zeigt sich am Beispiel eines früheren BVB-Profis. Julian Brandt spielt inzwischen bei Ajax Amsterdam auf hohem Niveau, traf beim 2:2 gegen Excelsior erneut und steht bei sechs Toren in elf Pflichtspielen. In Klopps Aufgebot fehlt er dennoch. Der 48-fache Nationalspieler hatte schon vor der Kaderbekanntgabe nicht mit einer Nominierung gerechnet, will sich aber weiter empfehlen und hofft weiter auf ein DFB-Comeback. Marc-André ter Stegen dagegen gehört zum Kader.

Weidenfeller beschreibt Klopps Führungsstil als Mischung aus Vertrauen und Druck. Namen zählten bei ihm nicht: „Du bist meine Nummer 1, aber du musst auch performen. Und wenn du nicht performst, dann schmeiße ich dich raus.“ Genau diese Haltung vermittle der Bundestrainer jedem Einzelnen.

Wie hart die neuen Maßstäbe sind, zeigt der Wandel im Tor. Oliver Baumann erhielt diesmal keine Einladung, nachdem er sich schon bei der WM hinter Rückkehrer Manuel Neuer hatte einreihen müssen. Weidenfeller sieht darin einen Generationenschnitt: Der 36-Jährige habe eine gute Karriere im DFB-Trikot hingelegt, die Zukunft aber gehöre eher ter Stegen, Nachwuchskeeper Urbig und den jüngeren Torhütern.

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