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·1. Oktober 2026
Wie hat Deutschland gegen Serbien gespielt? Klopp feiert beim 2:0 seinen ersten Sieg

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Im dritten Anlauf hat es geklappt: Jürgen Klopp hat seinen ersten Sieg als Bundestrainer. Die deutsche Nationalmannschaft schlug Serbien in der Nations League vor 68.121 Zuschauern in München verdient mit 2:0 (1:0). Tom Bischof und Florian Wirtz trafen, Mika Baur wurde nach seiner Einwechslung zum 1000. Nationalspieler. Klopp riss die Faust hoch und fiel Sportdirektor Rudi Völler in die Arme.

Tom Bischof (2. von links) bejubelt mit seinen Teamkollegen sein Tor zum 1:0 im Nations-League-Spiel Deutschland gegen Serbien am 1. Oktober 2026 in der Allianz Arena in München. (Copyright AFP/Karl-Josef Hildenbrand)
Aus den Lautsprechern der Allianz Arena lief nach dem Abpfiff „Völlig losgelöst“, und genau so wirkte der Bundestrainer. Nach dem 1:1 in Amsterdam und dem 0:1 gegen Griechenland war der Druck vor dem Heimspiel groß. Klopps komplett ausgetauschte Startelf beantwortete die Frage, wie seine Mannschaft künftig spielen soll, mit viel Tempo, direkten Pässen und Chancen fast im Minutentakt.
Klopp hatte nicht nur ein paar Positionen getauscht, sondern alle elf. Im Tor stand Debütant Jonas Urbig, auf dem Flügel begann mit Derry Scherhant ein zweiter Neuling, die Kapitänsbinde trug Serge Gnabry. Schon in der 8. Minute zeigte Aleksandar Pavlović, wohin die Reise gehen sollte. Gnabry hatte zwei gute Gelegenheiten (18., 30.), Wirtz scheiterte an Serbiens Torhüter Đorđe Petrović. Nur einmal wurde es gefährlich: Kosta Nedeljković fehlten in der 33. Minute Zentimeter zum Führungstreffer der Gäste.
Dann belohnte sich die Mannschaft. Wirtz tanzte sich durch den Strafraum und traf den Pfosten, Bischof reagierte am schnellsten und erzielte in der 39. Minute sein erstes Länderspieltor. „Das ist unbeschreiblich“, sagte der Bayern-Profi danach. „Das Stadion hat gebrannt. Ich habe alles rausgelassen und mich riesig gefreut.“ Einziger Wermutstropfen: „Leider tun die Knie vom Knierutscher ein bisschen weh. Aber das ist egal.“
Zur Pause kam Said El Mala für Gnabry, der Kölner war damit Nationalspieler Nummer 999, die Binde übernahm Wirtz. Deutschland blieb am Drücker: Bischof spielte Pavlović frei, El Mala schlenzte knapp vorbei, Nick Woltemade schoss in der 58. Minute aus kürzester Distanz über das Tor. Klopp applaudierte trotzdem, und kurz darauf war die Szene vergessen. Nach einem Pass von Maximilian Mittelstädt traf Wirtz in der 61. Minute sehenswert zum 2:0. Serbien gab erst in der 78. Minute den ersten Torschuss ab.
In der 76. Minute schrieb Klopp mit einem Wechsel Geschichte: Mika Baur kam für Bischof und ist damit der 1000. Nationalspieler des DFB. Klopp küsste ihm zur Begrüßung die Schläfe. Kurz vor Schluss debütierte auch noch Vitaly Janelt. Allein in diesem Spiel kamen damit fünf neue Nationalspieler hinzu.
Klopp ordnete den Sieg nüchtern ein. „Wir sind nicht das Bayern München des europäischen Fußballs“, sagte er, „wir sind eine Mannschaft, die sich finden muss. Wir müssen die letzte Linie stressen, es ist nicht so kompliziert.“ Dass diese Elf so nie wieder zusammen auflaufen wird, gehört zu seinem Plan: Er wollte sehen, wie sich junge Spieler ohne die Etablierten entwickeln. Kapitän Joshua Kimmich hatte er nach den ersten beiden Spielen nach Hause geschickt.
Die Bilanz des Abends:
Wie die Medien das Spiel sehen, steht in unseren Pressestimmen zum 2:0 gegen Serbien.
Mit vier Punkten aus drei Spielen fährt Deutschland zur Revanche nach Thessaloniki. Am Sonntag, 4. Oktober, geht es um 20.45 Uhr gegen Tabellenführer Griechenland, RTL überträgt, mehr unter RTL Fußball live. Im November, wenn die Spiele in Serbien und gegen die Niederlande anstehen, will Klopp seine Aufgebote zu einem festen Kader zusammenführen. Die zweigeteilte Nominierung bleibt damit eine Ausnahme.
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