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·28. Februar 2026
Wie man Bayern im Gipfeltreffen knacken kann: Drei To-Dos für den BVB

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Am Samstagabend (18:30 Uhr, live bei Sky) steht der Klassiker in der Bundesliga auf dem Programm. Der BVB empfängt den FC Bayern, hat nach den Ergebnissen vom letzten Wochenende acht Punkte Rückstand auf den Branchenprimus.
Jeder weiß also, dass es nur dann eine Chance auf ein halbwegs enges Titelrennen gibt, wenn die Schwarzgelben das Heimspiel gegen Bayern gewinnen. Dabei findet dieses Duell auf dem Papier zu einer alles andere als optimalen Zeit für den BVB statt.
Gerade flog man mit 1:4 bei Atalanta aus der Champions League, man hat zwei intensive englische Wochen hinter sich, jetzt sechs Gegentore in zwei Spielen kassiert und Julian Ryerson fällt auch noch gelbgesperrt aus.
Doch die Dortmunder schafften es in den letzten Spielen gegen Bayern (1:2-Niederlage im Hinspiel, davor zwei Remis und ein Sieg) den Rekordmeister vor Probleme zu stellen. Und das stets unabhängig der eigenen Verfassung. Ist das ein Mutmacher? Ja, ein wenig. Aber es müssen einige Dinge umgesetzt werden, um daraus auch wirklich Mut schöpfen und eine realistische Chance haben zu können. Hier sind drei To-Dos für den BVB!
Alle sind sich einig: Der BVB spielte in dieser Saison nicht die Sterne vom Himmel, in den vielen Phasen, in denen die Elf von Niko Kovac aber sehr konstant gepunktet hat, waren es die Basics, die funktionierten. Das heißt, dass der Wille gezeigt wurde, Lücken zuzulaufen. Dass man es schaffte, schnell umzuschalten und mit intensiven Läufen wieder hinter den Ball zu kommen. Dass man den Mitspieler unterstützt hat und alles investierte, um es dem Gegner so unangenehm wie möglich zu machen.
Gerade in Leipzig und in Bergamo waren diese Basics nur lückenhaft vorhanden. Dem BVB fehlte die Grundkompaktheit, eine Struktur, die in sich geschlossen ist. Und so fehlten zwei, drei, vielleicht vier Prozent, die am Ende aber für eine Kettenreaktion sorgten. Spieler waren teilweise im Kopf zu langsam, trafen falsche Entscheidung und eine solche führt dann zur nächsten falschen Entscheidung. Julian Ryerson, gegen Bayern gelbgesperrt, war gegen Atalanta ein absolutes Sicherheitsrisiko, Ramy Bensebaini allerdings auch und Daniel Svensson auf der anderen Seite ließ sich ebenfalls anstecken.

Foto: IMAGO
Für Dortmund heißt es: Back to the basics! Es muss Niko Kovac gelingen, das Team im Vorfeld des Spiels so heiß zu machen, dass die Mannschaft von alleine wieder den Schalter umlegt und die Dinge, die sie eigentlich verinnerlicht und wie automatisch abgerufen hatte diesmal wieder auf den Platz bringt. Dann sind die Voraussetzungen erfüllt, um zumindest wieder für ein enges Duell mit dem Rekordmeister zu sorgen.
Ja, Julian Ryerson ist nicht mit dabei, was bei den Flanken und den ruhenden Bällen natürlich nicht ideal ist. Aber die Dortmunder haben einige Spieler, denen zuzutrauen ist, gefährliche Standards zu treten. Und da man bei den Schwarzgelben auch über einige großgewachsene Spieler verfügt, die eine gute Kopfballstärke mitbringen, sind ruhende Bälle ein wichtiges Element, um den FC Bayern vor Probleme zu stellen. Zumal die Dortmunder ganz grundsätzlich hier Fortschritte machten, die nicht von der Hand zu weisen sind. Es hat eine Entwicklung stattgefunden.
Um die Wichtigkeit zu unterstreichen muss man sich auch die Bilanz des FC Bayern beim Verteidigen von ruhenden Bällen anschauen. Nach defensiv generell sehr guten Monaten zu Saisonbeginn lässt sich hier nämlich feststellen, dass es mittlerweile einige Probleme gibt. Mal zögert der Torhüter zu lange, mal stimmt die Abstimmung nicht perfekt. Bayern ist nun nicht desaströs anfällig, aber agiert hier auch nicht nahe an der Perfektion. In diesem Bereich geht für Dortmund also eine Tür auf.
Beim FC Bayern stehen zahlreiche Spieler im Kader, die eine Partie entscheiden können. Lässt man Luis Diaz auf links zu oft durchbrechen, wird es problematisch. Genau, wenn man Lennart Karl, Jamal Musiala oder Michael Olise zu viel Raum gibt. Aber ein Spieler, der im Hinspiel schon überragend war, steht natürlich besonders im Fokus: Harry Kane. Ihn muss man ausschalten, was über 90 Minuten eigentlich gar nicht möglich ist. Aber man kann seine Kreise natürlich stören.
Damit das gelingt, muss man taktisch klug vorgehen. Einerseits muss Kane auch in tieferen Räumen, in denen er seine Spielmacherqualitäten auf den Platz bringen will, immer ein Bewacher auf den Füßen stehen, andererseits darf man dafür keinen defensiven Spieler aus der Grundordnung herausziehen, der dadurch genau die Räume öffnet, in die Kane dann spielen will. Denn jeden Pass kann man nicht verhindern. Hier müssen Kovac und sein Trainerteam einiges austüfteln, um die ideale Mischung zu finden.
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