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·20. August 2026
"Wir können frei aufspielen": Hirsch sieht Vorteil gegen Elversberg

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Nach sechs Jahren Absenz feiert der MSV Duisburg am Samstag seine Rückkehr in den DFB-Pokal. Event-Charakter sieht MSV-Trainer Dietmar Hirsch deshalb nicht, sondern wittert gegen die SV Elversberg eine Chance. Helfen sollen die Fans und vielleicht der Vorteil der Wettkampf-Praxis.
2011 im Finale, 2019 im Achtelfinale – dazwischen und danach meist in der ersten oder zweiten Runde ausgeschieden. Seit 2020/21 war der MSV Duisburg dann nicht mehr im DFB-Pokal vertreten. Am Samstag folgt nun die Rückkehr. Zur besten Bundesliga-Zeit um 15:30 empfängt der MSV die SV Elversberg. Für Dietmar Hirsch ist es ohnehin eine besondere Partie: Zum einen bestreitet er sein erstes DFB-Pokalspiel als Trainer, zum anderen trifft er auf seinen Ex-Klub. Acht Monate lang war er zwischen 2013 und 2014 bei der SVE tätig.
Zur heutigen Mannschaft hat Hirsch noch guten Kontakt zu Torwarttrainer Tobias Tröß, der bereits damals im Verein war. "Wir sind gut miteinander befreundet", erzählte der MSV-Coach im Mediengespräch vor der Partie und lobte zugleich die Entwicklung des Klubs: "Ich finde es extrem gut, dass Horst Steffen damals viel Ruhe und Zeit bekommen hat. Dass der Verein aus den eigenen Fehlern und denen anderer Klubs gelernt hat, war wichtig. Es war daher nicht überraschend, dass der Klub mit dieser Kontinuität es in die Bundesliga geschafft hat." Dazu gehöre auch, den Weg mit "offensivem Ballbesitzfußball" beizubehalten.
Trotz all dieser Label sieht Hirsch die Erstrundenpartie logischerweise "nicht als Event, sondern als Wettbewerb. Alles andere wäre unglaubwürdig gegenüber den Spielern". Dabei hofft der Trainer auf einen kleinen Vorteil: Der MSV ist bereits in die Liga gestartet und hat die beiden Partien zum Auftakt gewonnen. "Wir können frei aufspielen. Das Stadion wird voll sein, 25.000 Fans werden da sein." Für die SVE dagegen ist es ein Kaltstart, wenngleich sie "namhafte Gegner in der Vorbereitung und gute Ergebnisse" gehabt habe. "Aber in den Wettbewerb einzusteigen, ist noch mal etwas Anderes. Wir haben es selbst am ersten Spieltag der 3. Liga erfahren."
In Prognosen und Foren wird dem MSV einiges zugetraut. Überraschung oder gar Sensation als Schlagwort? "Das interessiert mich nicht. Natürlich rechnen wir uns Chancen aus, aber wir brauchen 100 Prozent. Ob uns dann eine Überraschung oder Sensation gelingt, ist mir egal. Wir wollen einfach weiterkommen." Dafür müsse Duisburg "gut verteidigen und unsere Umschaltmomente sowie die Ballbesitzphasen gut nutzen. Wenn wir den Ball nur herausschlagen und hinterherrennen, wird uns die Qualität der Elversberger irgendwann erdrücken." Wichtig insbesondere immer wieder kleinere Zweikämpfe, "um Selbstvertrauen zu tanken und das Publikum mitzunehmen".
Wenig überraschend sieht Hirsch gerade im Ballbesitz eine große Stärke des Bundesligisten. Auch die Transferperiode der SVE habe ihm imponiert: "Sie haben sich gut verstärkt – mit jungen und hungrigen Spielern. Ich nehme mal Noah Darvich, der schon an der Bundesliga geschnuppert hatte, es aber beim VfB Stuttgart zum Profi-Debüt geschafft hat." Sportlich muss Hirsch auf Frederik Christensen und Dennis Borkowski verzichten. Christensen absolvierte zuletzt Individualtraining, Borkowski ist zwar bereits wieder im Mannschaftstraining, für einen Kaderplatz kommt die Partie aber noch zu früh.
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