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·2. März 2026

Wück: "Wir wollen uns ohne Umwege qualifizieren"

Artikelbild: Wück: "Wir wollen uns ohne Umwege qualifizieren"

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft steht vor ihrem Auftakt in die WM-Qualifikation gegen Slowenien am Dienstag (ab 17.45 Uhr, live in der ARD). Bundestrainer Christian Wück und Sjoeke Nüsken sprechen vor der Partie in Dresden auf DFB.de über die Zielsetzung in der Gruppe und Ansprüche an sich und die Mannschaft. 

Christian Wück über...

... die Bedeutung der WM-Qualifikation: Der Stellenwert ist sehr hoch. Wir haben ein klares Ziel: Wir wollen uns ohne Umwege qualifizieren. Dafür sollten wir Erster in der Gruppe werden. Das hört sich leicht an, es müssen aber genügend Schritte gemacht werden, um dieses Ziel zu erreichen. Die WM-Qualifikation ist eine unheimlich wichtige Erfahrung für die Mannschaft. Eine WM ist noch mal größer als eine EM. In diesem Jahr werden wir keine Zeit für große Experimente haben.


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... den Ausfall von Klara Bühl: Klara ist natürlich ein wichtiger Faktor für uns. Dennoch werden wir morgen genug Qualität auf dem Platz haben, um Gefahr auszustrahlen. Ich habe vollstes Vertrauen in die Spielerinnen, die nachrücken werden. Wir werden uns taktisch nicht groß verändern müssen. Dennoch tut es natürlich weh, dass sie ausfällt.

... Beschwerden bei Giulia Gwinn: Giulia ist dabei. Es war gut, dass sie einige Einheiten nur eingeschränkt mitgemacht hat, das war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Sie hatte sich muskulär nicht ganz auf der Höhe gesehen, aber jetzt ist sie wieder voll da.

... den Zustand der Spielerinnen: Bei der Anreise war der Akku bei jeder Spielerin unterschiedlich voll. Wir haben Spielerinnen dabei, die aus englischen Wochen kommen, und Spielerinnen, die zuletzt nicht auf Einsatzzeiten kamen. Deswegen haben wir individuell trainiert und jeden Tag die Befindlichkeit abgefragt. Das war unser Hauptarbeitsthema, jede Spielerin mental und körperlich auf ein Level für das Spiel morgen zu bekommen. Das ist uns ganz gut gelungen. 

... Erwartungen an die Spielerinnen: Wir wollen alle in eine Richtung gehen und unsere Philosophie wieder ins Spiel bekommen. Wir haben das Nations-League-Finale genau analysiert und gesehen, wo wir noch mehr Potenzial haben und was die Grundlage für die WM-Quali ist. Wir müssen uns nicht mehr über die Grundlagen unterhalten, sondern wollen nun die nächsten Schritte gehen. Wir erwarten von den Spielerinnen, dass sie die Identität unserer Mannschaft und unsere Spielidee auf den Platz bringen.

... seinen Blick auf den Nachwuchs: Unser klarer Folus liegt auf der Quali und darauf, was dann bei der WM sein wird. Natürlich gehen unsere Planungen aber auch darüber hinaus, beispielsweise wenn wir in Richtung EM 2029 in Deutschland denken. Wir sind mit den Trainerteams der U 19 und U 23 im steten Austausch. Es läuft gut, aber ich hoffe auch, dass die Spielerinnen im Verein die richtigen Schritte gehen werden. Es liegt bei jeder Einzelnen, sich ins Blickfeld zu spielen. Jella Veit und Larissa Mühlhaus trainieren gut und haben bei uns keine Anpassungsprobleme. Sie sind Paradebeispiele dafür, dass sie schon in der U 23 Punkte mitbekommen haben, die uns wichtig sind. Dass sie körperlich in der Lage sind, das Tempo mitzugehen. Wir sind sehr zufrieden mit den beiden.

Sjoeke Nüsken über...

... die Partie in Dresden: Die Vorfreude ist riesig, es geht endlich wieder los. Und dann auch noch mit einem Heimspiel. Die Stimmung beim letzten Mal in Dresden (Anm. d. Red.: 2:1 gegen Frankreich am 7. Oktober 2022) war richtig gut. Wir hoffen wieder auf ein volles Haus. Viele Fans haben uns bereits bei der Ankunft empfangen.

... die Erwartungen an Gegner Slowenien: Spiele sind immer schwierig, wenn sich der Gegner komplett hinten reinstellt. Das erwarten wir aber nicht. Slowenien wird mitspielen wollen, wir kennen einige Spielerinnen aus der Bundesliga. Sie haben auch ihre Qualitäten. Wir müssen spielerisch kreativ sein und unsere Klasse auf den Platz bringen. Wir werden auf eine Lücke warten. Morgen ist auch Geduld gefragt.

... den Reifeprozess innerhalb der Mannschaft: Wir haben zuletzt einen enorm großen Schritt gemacht. Wir sind defensiv sehr stabil geworden, das war nicht immer so. Wir wollen in diesem Jahr daran anknüpfen und unsere spielerischen Qualitäten auf den Platz bringen. Wir haben gezeigt, dass wir gegen Spanien mithalten können. Wir wollen weiter Gas geben und die Chancen nutzen, die wir bekommen. Wir arbeiten an uns und nehmen das Spanien-Spiel als Ansatzpunkt, um weitere Schritte zu machen.

... Führungsqualitäten: Man spricht gerne von "Verantwortung übernehmen". Darauf kommt es an. Ich bin gut darin zu erkennen, woran es in schwierigen Situationen hapert. Wenn es im Anlaufverhalten nicht funktioniert, kann ich es im Mittelfeld früh erkennen. Das ist eine Führungsqualität, die ich mir erarbeitet habe und weiter auf den Platz bringen will.

... ein persönliches Tief bei Chelsea: Es war nicht immer einfach. Ich habe auch mit einem Sportpsychologen gearbeitet, was wichtig war. Auch das Vertrauen des Bundestrainers hat mir enorm geholfen. Ich war dankbar, dass ich hier weiter spielen durfte und habe hoffentlich auch meine Leistung gebracht. (lacht) Jetzt spiele ich auch im Verein wieder mehr und habe Spaß, weil ich weiter an mir gearbeitet habe.

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