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·18. September 2026
Zu leise, fehlende Konstanz, schwache Leistung – alle Positionen ersetzt, aber die Führung vergessen? Fehlen dem 1. FC Köln Anführer?

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Matthias Wilhelm
18 September, 2026
Der 1. FC Köln hatte in den ersten drei Spielen der Bundesligasaison mit Leistungsschwankungen während der Partien zu kämpfen. Trotz starker Phasen gab es auch in jedem Spiel Abschnitte, in denen der FC hinterherlief. Während sich die Spieler auf dem Platz vor allem mit sich selbst beschäftigten, fehlte es an einem Anführer, der seine Mitspieler mitreißen konnte. Gibt es im Kader diesen Spieler überhaupt?
Die Mannschaft des 1. FC Köln vor dem Spiel
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Besonders in Schwächephasen braucht jede Mannschaft Spieler, die ihrem Team Stabilität und Sicherheit geben. Beim FC wirkt es mitunter so, als fehle es aktuell an genau diesen. Dadurch kann es auf dem Platz zu einer Art Ohnmacht kommen. Wer diese Rolle im weiteren Saisonverlauf einnehmen kann, ist noch nicht abzusehen. René Wagner sieht mehrere Spieler in der Pflicht.
Mehr zum Thema:>>René Wagner in der PK vor Hamburg>>Die Konkurrenzsituation um Ragnar Ache
Eine wichtige Eigenschaft eines Führungsspielers ist es, dass er auf dem Platz mit Leistung vorangeht. Während sich beim FC aktuell noch eine Startelf und interne Hierarchie entwickelt, konnte zu Saisonbeginn außer Kapitän Marvin Schwäbe noch kein Spieler restlos überzeugen. Als Torwart ist der Spielführer auf seine Mitspieler im Feld angewiesen, so wirklich großen Einfluss wird der Keeper auf die vordersten Reihen wohl nicht nehmen können. Die Suche nach Alternativen ist im Gange. Ein bisher gesetzter Spieler ist Tom Krauß im defensiven Mittelfeld. Nach seiner Leihe in der Vorsaison griff nach dem Klassenerhalt eine Kaufpflicht, wodurch der Abräumer fest aus Mainz in die Domstadt wechselte. Durch seine Position in der Zentrale sind darüber hinaus die Abstände zu den anderen Mannschaftsteilen kurz. Krauß betonte schon mehrfach, dass er gerne mehr Verantwortung übernehmen wolle, geht auch in Sachen Leidenschaft mit gutem Beispiel voran. Dennoch gelang es auch ihm in den ersten Partien nicht, seine Kollegen mitzureißen.
Linton Maina hat angedeutet, dass er in seiner fünften FC-Saison zu einem Führungsspieler aufsteigen könnte. Der schnelle Außenbahnspieler gilt als einer der Gewinner des Saisonstarts. In den ersten Spielen wusste er zu überzeugen und sicherte sich dadurch seinen Platz in der Anfangsformation von Wagner. Nach dem Unentschieden gegen Bremen sprach er die Probleme der zweiten Halbzeit offen an und bemängelte den fehlenden Widerstand des FC. Womöglich kann er in Zukunft helfen, in solchen Phasen gegenzuhalten und die eigene Ordnung zu bewahren. Allerdings waren die Leistungen in der jüngeren Vergangenheit nicht immer so richtig konstant. Auf der anderen Seite war es eben auch der gebürtige Berliner, der in der Aufstiegssaison ein Sprachrohr war. Maina gilt zudem in der Mannschaft als sehr beliebt.
Einen Spieler, der durch laute Kommandos und Ansagen auffällt, gibt es bei den Geißböcken im aktuellen Kader wohl nicht. Ellyes Skhiri beispielsweise glänzt zwar mit konstanten Leistungen, ein Lautsprecher war er nie, ist er auch nicht und wird es wohl nicht mehr werden. Flaco ist eher ein ruhiger Leader, der durch Leistung führen wolle, sagte er vor wenigen Wochen. Doch geht das überhaupt? René Wagner erwartet von ihm und „anderen“, dass sie sich auch in schweren Phasen nicht verstecken. Besonders der Abgang von Eric Martel wiegt in diesem Bereich besonders schwer. Die Last muss dementsprechend in dieser Saison mehr denn je auf verschiedene Schultern verteilt werden.
Jan Thielmann ist der dienstälteste Profi im aktuellen Kader. Während der Saisonvorbereitung kündigte er bereits an, in der neuen Saison mehr Verantwortung übernehmen zu wollen. Generell glänzt das Eigengewächs stets mit Einsatz und intensiver Laufarbeit. Sein Problem: Thielmann kämpft seit Jahren mit Leistungsschwankungen und bewegte sich meist zwischen Startelf und Ersatzbank. Wenn der 24-Jährige endgültig zum Führungsspieler aufsteigen will, muss er sich zunächst einen Stammplatz erarbeiten.
Ob anderen Spielern wie Luka Lochoshvili, Jahmai Simpson-Pusey oder Said El Mala die Entwicklung zu einem lauten Anführer zuzutrauen ist, muss sich erst noch herausstellen. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie groß der Bedarf nach einer starken Achse tatsächlich ist und ob Thomas Kessler bei der Kaderplanung womöglich einen entscheidenden Faktor nicht berücksichtigt hat.







































