Borussia Dortmund
·15. Mai 2026
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·15. Mai 2026
AusgangslageAlles beginnt wieder bei Null. Die Hauptrunde hatte der BVB auf Rang zwei hinter Blomberg abgeschlossen. Nach der regulären Spielzeit trennte beide Klubs nur ein Punkt. In den beiden folgenden Halbfinalspielen in der Play-off-Runde gegen die HSG Bensheim/Auerbach gewannen die Schwarzgelben mit 34:32 vor heimischem Publikum in Dortmund und mit 31:29 in Bensheim. Die HSG Blomberg-Lippe benötigte hingegen drei Spiele gegen den Thüringer HC, um in die Finalrunde einzuziehen. Das erste Heimspiel gewann sie mit 31:25, in Bad Langensalza folgte eine 28:29-Niederlage, um schließlich im Entscheidungsspiel mit 35:24 zu dominieren.
Im ewig spannenden NRW-Duell zwischen dem BVB und dem Team aus dem Lipperland haben die Schwarzgelben gezeigt, dass Blomberg schlagbar ist. Das Hauptrunden-Hinspiel zu Jahresbeginn gewann der BVB mit 31:26. Noch wichtiger war allerdings eine Partie, die die BVB-Fans nicht so schnell vergessen werden: Das Halbfinale im Final4 in Stuttgart gewann der BVB mit 35:32 und holte sich im Finale 24 Stunden später zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach 1997 den Sieg im DHB-Pokal.
Davon will sich BVB-Trainer Henk Groener aber nicht täuschen lassen: „Natürlich gibt das Selbstvertrauen. Aber das gilt genauso für Blomberg. Jede Mannschaft hat bislang eine starke Saison gespielt. Ich denke, es gibt keine großen Geheimnisse mehr, weder bei uns noch bei Blomberg. Immerhin treten wir Sonntag zum vierten Mal in dieser Saison gegeneinander an. Klar ist aber auch: Wenn wir Meister werden wollen, müssen wir nicht nur in Dortmund gewinnen, sondern auch auswärts. Es sind maximal noch drei Spiele, das sind alles Endspiele. Wir müssen von Anfang an hundertprozentig da sein. Ich bin mir sicher, dass sich alle Spielerinnen zerreißen werden, niemand wird sich zurückhalten. Für uns wäre der Gewinn des Doubles sensationell.“
PersonalSeit nunmehr fast zwei Monaten fällt Torhüterin Sarah Wachter mit einer Hüftverletzung aus, die sie sich im Pokalfinale gegen Bensheim/Auerbach zugezogen hatte. Erste Hoffnungen, dass sie bereits mit Beginn der Play-offs wieder fit werden würde, hatten sich zerschlagen. Doch seit Anfang dieser Woche sieht es besser aus. „Sarah ist seit Montag wieder im Training. Es ist natürlich ungeheuer wichtig, dass wir wieder unsere Nationaltorfrau zwischen den Pfosten haben. Ich bin zuversichtlich, dass sie spielen kann. Dennoch müssen wir Sarah nach der langen Pause vorsichtig belasten“, freut sich Henk Groener auf die hoffentlich rechtzeitige Rückkehr seiner Torfrau. Einen „kleinen Trainingsunfall“ hatte Alieke van Maurik Anfang der Woche. BVB-Coach Groener ist sich aber relativ sicher, dass er die junge Niederländerin einsetzen kann.
GegnerWas die HSG Blomberg-Lippe auszeichnet, konnte man in den drei Halbfinalspielen gegen den Thüringer HC beobachten: die ungeheure Heimstärke und das Tempospiel. Noch immer haben die Blombergerinnen in dieser Spielzeit keinen einzigen Punkt vor heimischem Publikum abgegeben. Dazu kommt eine extrem stabile Abwehr. Personell hat die HSG ihre stärkste Kraft in Nieke Kühne, die mit ihrer Größe von 1,84 m immer wieder aus dem Rückraum erfolgreich ist. Sehr gefährlich agierten im Entscheidungsspiel gegen Thüringen aber auch Linksaußen Alexia Hauf und Rechtsaußen Farrelle Alicia Njinkeu mit jeweils fünf Toren. Das Urteil von Henk Groener zeugt von großem Respekt für den Gegner: „Sicherlich ragt Nieke Kühne aus der Mannschaft heraus. Aber Blomberg ist eine sehr geschlossene Mannschaft mit einer engagierten Abwehr, guten Außen, guten Kreisspielerinnen. Eine echte Allround-Mannschaft.“ Erfolgreichste Werferin ist die Spanierin Ona Vegue i Pena auf Linksaußen, die als sehr sichere Siebenmeterschützin gilt und in der kommenden Saison für den BVB aufläuft.
Champions League oder European League? Das Rennen um die Deutsche Meisterschaft ist spätestens nach dem möglichen Entscheidungsspiel am 31. Mai beendet. Doch wie geht’s danach weiter, auf nationaler wie auf internationaler Ebene? Fest steht, dass der BVB als Deutscher Pokalsieger für den Supercup qualifiziert ist, der am 22. August im Münchner SAP-Garden ausgetragen wird. Hier trifft der BVB als Pokalsieger auf den neuen Deutschen Meister. Sollte der BVB das Double schaffen und auch den Titel in der Alsco Handball Bundesliga Frauen holen, würde es im Supercup gegen den Meisterschaftszweiten gehen.







































