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·12. September 2026
Zwei Rückkehrer, schmerzhafte Abgänge, aber viel Laufstärke: Das erwartet den 1. FC Köln gegen Werder Bremen

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Luca Kaiser
12 September, 2026
Bei Werder Bremen war die Stimmung zu Saisonbeginn nicht wirklich positiv. Viele Anhänger, aber auch Experten sahen die Werderaner als klaren Abstiegskandidaten. Diese Gedanken wurden nach dem ersten Bundesligaspiel in Freiburg noch größer. Am zweiten Spieltag zeigte die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune jedoch, was in ihr steckt. Dadurch dürften die Gäste mit neuem Selbstvertrauen nach Köln reisen.
Sebastian Sebulonsen im Zweikampf im Duell gegen Bremen (Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images))
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Form: In der ersten Runde des DFB-Pokals waren die Bremer beim Oberligisten Lüneburger SK Hansa gefordert. Am Millerntor zeigte Werder von Beginn an eine konzentrierte, jedoch glanzlose Leistung und zog am Ende mit 3:0 in die nächste Runde ein. Zum Bundesliga-Auftakt folgte eine Woche später allerdings ein deutlicher Dämpfer. Beim SC Freiburg kam Bremen mit 1:4 unter die Räder und hatte Glück, dass das Ergebnis nicht noch deutlicher ausfiel. Am vergangenen Spieltag zeigten die Grün-Weißen dann vor heimischem Publikum gegen RB Leipzig wieder ein anderes Gesicht. Gegen die Roten Bullen wirkte Werder wie ausgewechselt und lag zwischenzeitlich mit 3:0 vorne. Trotz des Ehrentreffers von RB gewann Bremen am Ende völlig verdient und holte damit den ersten Dreier der Saison.
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Im Fokus: Mit Niclas Füllkrug und Eren Dinkçi sind zwei alte Bekannte per Leihe zu Werder Bremen zurückgekehrt. Füllkrug wechselte bereits 2006 in die Bremer Jugend, schaffte den Sprung zu den Profis und kehrte 2019 nach seiner Zeit bei Hannover 96 zurück. Bis 2023 entwickelte er sich zum Leistungsträger und erzielte in 127 Pflichtspielen 51 Tore. Dinkçi kam 2019 in die U19 und schaffte Anfang 2021 den Sprung zu den Profis. 2023 ging er auf Leihbasis nach Heidenheim, ehe 2024 der endgültige Wechsel zum SC Freiburg folgte. Nun ist der 24-Jährige zurück und soll auf der rechten Seite für Tempo sorgen. Gegen RB Leipzig zeigten beide bereits, was sie Werder geben können: Füllkrug und Dinkçi trafen jeweils und überzeugten auch darüber hinaus mit starken Leistungen. Die Fans hoffen nun, dass beide daran anknüpfen und ihren Teil zum Klassenerhalt beitragen. Ein Problem bleibt jedoch: Werder besitzt für keinen der beiden eine Kaufoption. Überzeugen die Rückkehrer nachhaltig, könnte ihre Zukunft in Bremen im kommenden Sommer erneut zum Thema werden.
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Schmerzhafte Abgänge: Werder musste im Sommer einige schmerzhafte Abgänge verkraften. Romano Schmid, Mio Backhaus und Karim Coulibaly stehen nicht mehr im Bremer Kader und hinterlassen jeweils ihre eigene Lücke. Besonders der Abgang von Schmid wiegt dabei schwer, da der Österreicher mit seiner Kreativität und spielerischen Qualität eine wichtige Rolle bei Werder einnahm. Auch Torhüter Mio Backhaus und Karim Coulibaly gehören zu den Spielern, deren Abgänge Bremen kompensieren muss. Hinzu kommt, dass sich mit Jens Stage und Justin Njinmah bereits zu Saisonbeginn zwei wichtige Spieler verletzt haben und Werder damit einige Zeit fehlen werden. Trotz der Rückkehrer muss Bremen damit aktuell einige personelle Rückschläge verkraften.
Laufstärke: Werder ist aktuell die drittlaufstärkste Mannschaft der Bundesliga. Nur Eintracht Frankfurt mit 247,2 Kilometern und der FC Bayern München mit 243,5 Kilometern kommen in den ersten beiden Ligaspielen auf eine noch höhere Laufleistung.
Harte Spielweise: Neben der Laufbereitschaft zeichnet Bremen auch eine körperlich intensive Spielweise aus. Mit bislang 27 Fouls am Gegner liegt Werder in dieser Statistik auf Platz drei. Nur der Hamburger SV mit 32 und Borussia Mönchengladbach mit 29 haben bislang häufiger Fouls am Gegner begangen.
Formation: Daniel Thioune setzte in den ersten beiden Bundesliga-Spielen jeweils auf ein 4-3-System. Im Tor ist Karl Hein die klare Nummer eins, in der Viererkette sind Amos Pieper und Marco Friedl gesetzt. Rechts dürfte Neuzugang Arthur nach seinem ordentlichen Auftritt gegen RB Leipzig zunächst den Vorzug erhalten, links hat Olivier Deman aktuell die Nase vorn. Mit Moussa Ndiaye, der am Deadline Day nach Bremen wechselte, bekommt er jedoch neue Konkurrenz. Auf der Sechs kämpfen Senne Lynen und Neuzugang Youri Reeger um den Platz. Nach einem schwachen Auftakt von Lynen überzeugte Reeger gegen Leipzig, weshalb der Neuzugang derzeit die besseren Karten hat. Auf den Achterpositionen sind Chuki und Ludovit Reis gesetzt. Offensiv bilden Marco Grüll links, Niclas Füllkrug im Zentrum und Eren Dinkçi rechts aktuell die erste Wahl.
Ausfälle VfB: Werder muss beim Spiel in Köln auf Keke Topp (Kreuzbandriss), Jens Stage (Sehnenriss) und Justin Njinmah (Oberschenkelverletzung) verzichten. Zudem sind Mitchell Weiser (Trainingsrückstand), Felix Agu (muskuläre Probleme) und Senne Lynen (Magenprobleme) fraglich.


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