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·12. September 2026

Zwölf Gegentore in fünf Spielen: So ist Hansa nicht aufstiegsreif

Artikelbild:Zwölf Gegentore in fünf Spielen: So ist Hansa nicht aufstiegsreif

Was für eine krachende Niederlage, die Hansa Rostock am Freitagabend bei Viktoria Köln hinnehmen musste! Einmal mehr deckte die Partie die große Schwachstelle der Kogge auf: die Defensive. Schon zwölfmal schlug es in der bisherigen Saison ein. So ist Hansa nicht aufstiegsreif. Ein Kommentar.

Problematik besteht schon länger

Nein, es wäre falsch, nach der ersten Niederlage in dieser Spielzeit alles infrage zu stellen. Schließlich war der Saisonstart mit acht Punkten aus vier Spielen mehr als geglückt. Doch dass die Defensive die Achillesferse der Kogge ist, wurde nicht erst am Freitagabend bei der krachenden 0:4-Pleite in Köln deutlich. Zwei Gegentore in Hoffenheim, drei Gegentore gegen Mannheim, zwei Gegentore in Saarbrücken, ein Gegentor gegen Wiesbaden und jetzt wieder vier Buden: Das ist nicht die Bilanz eines Aufstiegskandidaten. Insgesamt schlug es bei der Kogge in dieser Saison schon zwölfmal ein – schlechter ist vor den weiteren Partien des Spieltages niemand.


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Keine Frage: Bekommt Hansa die Gegentorflut nicht in den Griff, wird es mit dem anvisierten Aufstieg nichts werden. Selbst wenn sich der aktuelle Schnitt von 2,4 Gegentoren pro Partie im Saisonverlauf noch relativiert, ist die Quote für einen Aufstiegskandidaten deutlich zu hoch. Denn Fakt ist: Mit zwölf Gegentoren nach fünf Spielen hat Hansa bereits mehr als 60 Prozent der Gegentreffer kassiert, die in der kompletten Hinrunde der Vorsaison anfielen (19). Sorgen bereitet zudem die Art und Weise, wie die Gegentreffer zustande kamen – und dass sich die Thematik schon in der vergangenen Rückrunde angedeutet hatte. Ganze 30 Gegentreffer musste der FCH zwischen Januar und Mai hinnehmen.

Dringender Handlungsbedarf

Zum Vergleich: Osnabrück kassierte in diesem Zeitraum gerade mal 13 Gegentreffer – und stieg vor allem dank der starken Defensive auf. Zur Wahrheit gehört zwar auch, dass Hansa in der Rückrunde mehr Tore erzielt hat als die Lila-Weißen. Doch so viele Treffer, um die Defensivproblematik zu kaschieren, kann Hansa gar nicht schießen. In Hoffenheim und gegen Mannheim ging das noch einigermaßen gut, in Köln jedoch nicht. Entsprechend besteht dringender Handlungsbedarf. Trainer Daniel Brinkmann ist nun gefordert, Lösungen zu finden. Und das nicht nur mit Blick auf das Personal, sondern die generelle Spielweise in der Defensive.

Brinkmann lässt meist hoch pressen, um den Gegner zu kontrollieren. Doch oftmals fehlt bei Ballverlusten dann die Absicherung, was sich vor allem im Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart zeigte. Hinzukommen individuelle Fehler, wie etwa in Hoffenheim oder auch am Freitagabend in Köln vor dem 0:1, als Bohnert den Ball nicht kontrolliert bekam und ihn dadurch verlor. Die Partie bei der Viktoria bestätigte erneut einen Eindruck der vergangenen Wochen: Zu oft kam Hansa nicht in die Zweikämpfe und war insgesamt zu weit von den Gegenspielern entfernt. Gerade mal 47 Prozent der Duelle konnte Hansa am Freitagabend gewinnen – ein erschreckender Wert für ein Spitzenteam. Will Hansa im Aufstiegsrennen dauerhaft mitmischen, müssen Kompaktheit, Aggressivität und defensive Stabilität schnell zurückkehren.

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