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·30 November 2025

Kehl im Gespräch und doch nicht: Wolfsburg-Gerücht verliert schnell an Fahrt

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Am Samstagmorgen sorgte ein Bericht der Bild für Aufsehen. Das Blatt brachte erneut Sebastian Kehl als möglichen neuen Sportdirektor des VfL Wolfsburg ins Spiel. Der Klub sucht nach den jüngsten personellen Veränderungen dringend eine neue sportliche Leitung und der Name Kehl fiel intern offenbar mehrfach. Neben ihm sollen auch Nils Ole Book und Marcus Mann geprüft werden. Die Bild stellte Kehl sogar als Wunschlösung dar.

Bild entfacht das Thema: Kommt Kehl zum VfL Wolfsburg?

Für Aufregung sorgte vor allem die Frage, ob Kehl überhaupt offen für einen Wechsel wäre. Der Dortmunder Sportdirektor ist beim BVB fest verankert. Sein Vertrag läuft bis 2027 und privat ist er tief im Ruhrgebiet verwurzelt. Zudem machte der Bericht deutlich, dass ein Wechsel nur infrage käme, wenn Wolfsburg ihm eine Position auf Vorstandsebene oder als Geschäftsführer anbieten würde. Erst dann könnte er in Wolfsburg mehr Einfluss gewinnen als in Dortmund. Ohne einen solchen Aufstieg wäre ein Wechsel kaum ein logischer Schritt.


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Trotzdem zündete der Bericht eine kurze Welle der Spekulationen, denn auch in Dortmund werden immer wieder interne Reibungen rund um personelle Entscheidungen diskutiert. Kehl selbst hatte in der Vergangenheit mehrfach Ambitionen für höhere Aufgaben erkennen lassen. Genau diese Konstellation machte das Gerücht für viele Beobachter zumindest denkbar.

Nach BVB-Spiel gegen Leverkusen: Kehl beendet die Spekulationen

Weniger als 24 Stunden nach der Bild-Meldung äußerte sich Kehl jedoch selbst. Im Gespräch bei Sky wurde er auf das angebliche Interesse aus Wolfsburg angesprochen. Dabei machte er unmissverständlich klar, dass er dieses Thema nicht an sich heranlässt: „Grundsätzlich etwas Positives, wenn man auffällt. Aber ich habe mich nicht damit beschäftigt.“ Mit diesen Worten nahm Kehl dem Gerücht deutlich die Kraft. Er signalisierte keinerlei Beschäftigung mit einem möglichen Wechsel und stellte damit klar, dass er sich weiterhin auf seine Arbeit beim BVB konzentriert.

Warum Kehl immer wieder mit Wolfsburg in Verbindung gebracht wird

Der Name Kehl taucht nicht ohne Vorgeschichte in Wolfsburg auf. Bereits im Mai 2024 wurde er beim VfL als möglicher Geschäftsführer Sport gehandelt, nachdem Marcel Schäfer den Klub verlassen hatte. Damals kochten die Spekulationen hoch, weil in Dortmund Lars Ricken zum Geschäftsführer aufstieg und Kehl sich laut übereinstimmenden Medienberichten übergangen fühlte. Die WAZ berichtete seinerzeit, dass Wolfsburg Kehl bei der Nachfolgesuche sogar bevorzugt haben soll. Zu diesem Zeitpunkt stand eine Vertragsverlängerung in Dortmund noch aus, sein Arbeitspapier wäre ein Jahr später ausgelaufen. Auch Bild und Sportbild sprachen damals von einem Wunschkandidaten. Am Ende blieb Kehl jedoch beim BVB und verlängerte im Januar 2025 um zwei weitere Jahre bis 2027.

Fazit: Spektakulärer Name, unspektakulärer Ausgang

Das Wolfsburger Interesse mag real sein. Der Zeitpunkt und die Umstände sprechen jedoch gegen jede kurzfristige Bewegung. Der VfL sucht schnell einen neuen Sportdirektor. Kehl hingegen denkt offensichtlich nicht an einen Wechsel. Damit bleibt das Gerücht vorerst eine kurze Episode ohne praktischen Effekt.

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