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·14 February 2026

TSG Hoffenheim kann gegen Freiburg Vereinsgeschichte schreiben

Article image:TSG Hoffenheim kann gegen Freiburg Vereinsgeschichte schreiben

Die TSG Hoffenheim empfängt den SC Freiburg und kann mit einem Sieg einen Vereinsrekord aufstellen. Trainer Ilzer begrüßt zudem die Ruhe nach dem Machtkampf.

Die TSG Hoffenheim steht an einem bemerkenswerten Punkt ihrer Saison. Nach fünf Siegen in Serie kam die 1:5-Niederlage bei Bayern München, die auf den ersten Blick wie ein herber Rückschlag wirkt. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Diese Pleite sagt weniger über Hoffenheims Verfassung aus als über die Fallhöhe, die der Klub inzwischen erreicht hat. Christian Ilzer hat recht, wenn er sagt, dass seine Mannschaft in München nicht ihr Gesicht verloren hat. Gegen den deutschen Rekordmeister auswärts unter die Räder zu geraten, ist keine Schande. Es passiert den Besten. Entscheidend ist, was danach kommt. Und hier bietet sich den Kraichgauern am Samstag gegen Freiburg eine Gelegenheit, die über das normale Tagesgeschäft hinausgeht. Acht Heimsiege in Folge – das gab es in der Vereinsgeschichte der TSG noch nie. Ein solcher Rekord wäre mehr als eine statistische Randnotiz. Er würde dokumentieren, dass Hoffenheim unter Ilzer eine Konstanz entwickelt hat, die dem Klub in den vergangenen Jahren oft fehlte. Die Sinsheimer Arena ist zur Festung geworden, und genau diese Heimstärke unterscheidet ambitionierte Klubs von jenen, die nur gelegentlich aufblitzen. Das badische Duell gegen Freiburg kommt zum richtigen Zeitpunkt. Der SC reist ohne seinen gesperrten Trainer Julian Schuster an, was die Ausgangslage für Hoffenheim verbessert. Gleichzeitig muss Ilzer auf den verletzten Tim Lemperle verzichten. Beide Teams haben also mit personellen Einschränkungen zu kämpfen, was die Partie zu einem echten Gradmesser macht. Was mindestens genauso wichtig ist wie die sportliche Situation: Der Machtkampf hinter den Kulissen scheint vorerst beendet. Geschäftsführer Andreas Schicker bleibt im Amt, Christoph Henssler ist als Interims-Klubchef des Muttervereins zurückgetreten. Ilzer begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich und betont, dass nun wieder Ruhe einkehren könne. Diese Ruhe ist Gold wert. Hoffenheim hat in der Vergangenheit oft genug erlebt, wie interne Querelen sportliche Ambitionen torpedieren können. Dass die Mannschaft trotz der Unruhe im Hintergrund ihre Leistung abrufen konnte, spricht für die Professionalität des Kaders. Doch auf Dauer zehrt jeder Machtkampf an den Ressourcen eines Vereins. Jetzt muss Ilzer liefern. Die Voraussetzungen sind gut: ein eingespieltes Team, eine starke Heimserie, ein Gegner mit Handicap. Wer als Tabellendritter in die Partie geht und von einer neuen Erfolgswelle spricht, darf keine Ausreden suchen. Hoffenheim hat die Chance, Geschichte zu schreiben. Acht Heimsiege in Folge wären ein Statement. Eines, das zeigt, dass dieser Klub mehr will als nur mitspielen.

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