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·7 de julio de 2026

Watzke macht öffentlich Druck auf Red Bull und der Klopp-Deal nimmt Fahrt auf

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Hans-Joachim Watzke hat die Verhandlungen zwischen DFB und Red Bull mit einer pointierten öffentlichen Frage auf eine neue Ebene gehoben. Der DFB-Vize will Jürgen Klopp als Bundestrainer und traut dem Brausekonzern den nötigen Schritt zu.

Watzke: Welches Unternehmen möchte denn das auf seiner Image-Fahne haben?

Im ZDF stellte Watzke die Frage, die sich Red Bull nun öffentlich stellen lassen muss. Er wisse, dass Jürgen Deutschland liebe. Und welches Unternehmen möchte denn auf seiner Image-Fahne stehen haben, es habe das Engagement von Jürgen Klopp als Bundestrainer verhindert? Es ist ein geschickter Zug des DFB-Vize. Anstatt nur intern zu verhandeln, setzt er Red Bull vor laufenden Kameras unter moralischen Druck. Der Konzern, der von Fußballfans ohnehin kritisch beäugt wird, hat nun öffentlich eine Wahl.


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Klopp selbst hat dem DFB laut Transferexperte Fabrizio Romano längst sein grundsätzliches Go gegeben. Er sei mittlerweile mehr als aufgetankt und bereit, erklärte er bei MagentaTV. Gleichzeitig machte er die Komplexität deutlich. Er halte Verträge gerne ein, habe aber Interesse an Gesprächen. Es werde intensive Gespräche sein müssen und Red Bull müsse sauber aus der Nummer herauskommen.

Gentlemen's Agreement statt Ausstiegsklausel

Das Problem: Klopps bis 2029 laufender Vertrag als Head of Global Soccer bei Red Bull enthält dem Vernehmen nach keine schriftlich fixierte Ausstiegsklausel, sondern nur ein mündliches Gentlemen's Agreement mit Geschäftsführer Oliver Mintzlaff für den Fall eines Bundestrainer-Angebots. Mintzlaff gilt als harter Verhandler und hatte 2021 für den Wechsel von Nagelsmann vom RB Leipzig zum FC Bayern noch 25 Millionen Euro herausgehandelt. Nun verhandelt er auf der anderen Seite des Tisches.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat sich bereits telefonisch bei Red Bull gemeldet. Ein persönliches Treffen zwischen der DFB-Delegation rund um Watzke und Neuendorf sowie Klopp und seinem Berater Marc Kosicke soll kommende Woche in New York stattfinden. Möglicherweise nehmen auch ranghohe Red-Bull-Vertreter teil.

Der DFB müsste laut Medienberichten eine Ablöse im einstelligen Millionenbereich zahlen, was für den Verband nach dem neuen Nike-Ausrüstervertrag über rund 100 Millionen Euro pro Jahr bis 2034 stemmbar wäre. Dazu kämen die bereits feststehenden Kosten: Nagelsmanns Abfindung für sich und sein Trainerteam beläuft sich auf rund 6,8 Millionen Euro. Sollte die Einigung gelingen, würde Klopp sein Amt beim Nations-League-Spiel in den Niederlanden am 24. September antreten.

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