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·18 janvier 2026
Dotchevs Sorgen: "Dann werden die Spieler nicht mehr an sich glauben"

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Im Heimspiel gegen Wiesbaden wollte der SSV Ulm die Aufholjagd für den Klassenerhalt starten, doch stattdessen setzte es durch das 0:1 die elfte Niederlage aus den letzten zwölf Spielen. Trainer Pavel Dotchev war bedient – und macht sich Sorgen um den Glauben der Mannschaft.
Er sichtbar niedergeschlagen, Trainer Pavel Dotchev, als dieser unmittelbar nach Spielende zum Interview mit "MagentaSport" kam. "Die Niederlage trifft uns sehr, sehr hart. Es war wieder mal eine gute Leistung, trotzdem stehen wir wieder mit leeren Händen da und verlieren ohne Not. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison." Bereits zum elften Mal in den letzten zwölf Partien gingen die Spatzen als Verlierer vom Platz, für Dotchev war es im sechsten Spiel die fünfte Pleite.
"Wir haben ein Gegentor aus dem Nichts bekommen, da wir zu dem Zeitpunkt die bessere Mannschaft waren. Dann verlierst du das Spiel. Es ist einfach bitter für die Jungs. Ich kann der Mannschaft aber nichts vorwerfen, denn Wille und Einsatz waren da. Wir haben es einfach nur nicht geschafft, ein Tor zu erzielen." Die größte Möglichkeit hatte Lucas Röser nach 24 Minuten, als er den Pfosten traf.
Immerhin: Weil auch Aue und Aachen verloren haben, hat sich an der Tabellensituation im Keller nichts geändert. Nach wie vor fehlen den Spatzen sechs Punkte zum rettenden Ufer – mit dem Unterschied, dass jetzt nur noch 18 Spiele bleiben, um den Rückstand aufzuholen und Ulm jetzt jedes zweite Spiel gewinnen muss, um auf die nötigen Punkte zu kommen. Diesbezüglich macht sich Dotchev aber keine Sorgen.
Vielmehr beschäftigte den Coach ein anderes Thema: "Die Mannschaft darf den Glauben nicht verlieren. Wenn wir jedes Mal gut spielen und uns nicht belohnen, werden die Spieler irgendwann nicht mehr an sich glauben. Das darf nicht sein. Wir dürfen nicht aufgeben." Dotchev, der im Laufe der Partie alle vier Neuzugänge einsetzte und im Tor Max Schmitt gegenüber Christian Ortag das Vertrauen schenkte, kündigte an: "Wir kämpfen bis zum Schluss. Da sehe ich mich auch in der Bringschuld. Ich mache weiter, bis wir es geschafft haben."
Dass die Mannschaft nicht den Glauben verliert, dazu wollen auch die Fans ihren Teil beitragen und haben dem Team vor der Partie eine eigens designte Kapitänsbinde mit der Aufschrift "Wir geben nie auf" übergeben. "Ich fand die Geste der neuen Kapitänsbinde mega, das zeigt, dass die Fans hinter uns stehen und dass wir zusammenbleiben. Das hilft uns extrem", sagte Dennis Dressel, der die Binde trug.
Der 27-Jährige betonte: "Wir versuchen alles auf dem Platz zu lassen, das hat man auch heute wieder gesehen, aber wie es dann gelaufen ist, ist sehr bitter." Im direkten Kellerduell mit Erzgebirge Aue sollen am nächsten Samstag unbedingt drei Zähler her, um den Rückstand zum rettenden Ufer zu verkürzen. Verzichten müssen die Spatzen dann allerdings auf Leon Dajaku, der zum fünften Mal gelb gesehen hat. Dieser forderte, dass jedes Spiel angegangen werden müsse wie ein Finale.


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